Er covert Hits ohne Erlaubnis der Künstler

"Ärzte" und "Rammstein" stocksauer auf Heino

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"Die Ärzte" (links: Ärzte-Mitglied Bela B.) sind sauer auf Volksmusik-Star Heino. Er covert ohne Erlaubnis Hits bekannter Rock-Bands - darunter auch "Junge" der Berliner Punkrcok-Band.

München -  Riesen-Wut auf Heino: Der Volksmusik-Star hat ein Album mit den größten Hits seiner Rock- und Pop-Kollegen herausgebracht. Nun beschimpfen Bands wie "Rammstein" oder "Die Ärzte" den 74-Jährigen.

Wie die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) berichtet, hat Heino ohne eine Erlaubnis einzuholen, Hits bekannter deutscher Bands und Musiker im typischen Heino-Sound neu aufgenommen. Konkret hat er Lieder von "Peter Fox", den "Sportfreunde Stiller", den "Ärzten", "Rammstein", den "Fantastischen Vier" und von Marius Müller-Westernhagen gecovert.

Nun trällert die Volksmusik-Legende unter anderem Rock-Bretter wie "Junge" von den "Ärzten" im Stil seiner eigenen Bierzelt-Hits wie "Blau blüht der Enzian" oder "Die schwarze Barbara".

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Insbesondere hat es ihm das Lied "Sonne" von "Rammstein" angetan. "Ein wirklich schönes Stück Volksmusik" zitiert die "Bild" den Sänger. Heino befindet: "Die Kollegen haben durchaus Talent."

Über dieses Lob können sich die Jungs von "Rammstein" überhaupt nicht freuen - im Gegenteil. Aus dem Umfeld der Rockband hat die Zeitung zu Heinos Coverversion folgendes Urteil vernommen: "Wir könnten kotzen, zum Erbrechen."

Die Reaktionen anderer Rockstars, deren Hits Heino ebenfalls neu interpretiert, fallen sogar noch heftiger aus: "Diesen Dreck muss man sofort löschen, das ist respektlos!", "Das Letzte, dass dieser A.... unsere Lieder singt!", "Was denkt sich dieser Schunkel-Opa, der soll seine Rentner-Schnulzen trällern!“ Die Urheber dieser Beschimpfungen verschweigt die "Bild" allerdings.

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Trotz des "Wut-Bebens", das die Zeitung bei den betroffenen Künstlern ausmacht, ist Heino rechtlich auf der sicheren Seite. Denn die Volksmusik-Legende nutzt ein juristisches Schlupfloch. Solange er Melodie und Text des Original-Songs nicht verändert, können die Interpreten nichts machen. Singt Heino aber nur ein Wort falsch, macht er sich strafbar - und dann muss er ordentlich zahlen! Das ist auch "Ärzte"-Manager Axel Schulz bewusst. "Solange dieser Heini den Originaltitel nicht mutwillig verändert, werde ich nichts dagegen unternehmen."

Bei Videos ist die Rechtslage aber eine andere. Diese gelten ohne Genehmigung als Werbung und dürfen daher nicht veröffentlicht werden. Deswegen haben die Ärzte bereits mit einer sechsstelligen Schadenersatz-Klage gedroht, falls Heino sein eigenes, geplantes Musikvideo zu "Junge" veröffentlicht.

Der Volksmusik-Star sieht den ganzen Ärger aber gelassen. Gegenüber "Bild " erklärt er: "Ich lasse mir von niemandem das Singen verbieten. Jahrelang hat man mit meiner Person Schabernack getrieben – jetzt zeige ich den jungen Leuten mal, was man aus ihren Liedern machen kann."

fro

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