Anna Thalbach synchronisiert Blechtrommel

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Schauspielerin und Synchronsprecherin Anna Thalbach hat Szenen, die ihre Mutter Katharina Thalbach in "Die Blechtrommel" spielte, nachsynchronisiert.

Frankfurt/Main - Eine Kuriosität der Filmgeschichte: Schauspielerin Anna Thalbach spricht ihre Mutter in dem Oscar-prämierten Meisterwerk "Die Blechtrommel".

Anna Thalbach fand es “unheimlich schön“, ihre Mutter im Director's Cut der “Blechtrommel“ zu synchronisieren. “Ich bin ja sehr stolz auf die Arbeit meiner Mutter und hab' auch kein Problem damit, ihr ähnlich zu sein“, sagte die Schauspielerin in Frankfurt.

Die Bildqualität der Szenen, die Volker Schlöndorff in sein oscarprämiertes Werk wieder reingeschnitten hat, war noch sehr gut, der Ton dagegen hinüber. Wie der Regisseur sagte, konnten sich Mario Adorf (Alfred Matzerath) und Angela Winkler (Agnes Matzerath) noch selbst sprechen. “Aber bei Katharina Thalbach war das unmöglich. Sie hat in ihrem Leben viel angestellt mit ihrer Stimme.“ So sei es eine “Kuriosität der Filmgeschichte“, dass eine Tochter die Mutter synchronisiere, meinte Schlöndorff. Und Anna Thalbach (37) prophezeite: “Sie werden keinen Unterschied merken. Unsere Stimmen sind sich noch ähnlicher als unsere Gesichter.“

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Katharina Thalbach (56) hatte die Maria Matzerath im Alter von 24 Jahren gespielt. Der Director's Cut der “Blechtrommel“ (1979), der etwa 25 Minuten länger ist, feierte im Mai beim Filmfestival in Cannes Weltpremiere. Erstmals in Deutschland wurden die Szenen nun am Dienstagabend (29. Juni) in Frankfurt gezeigt: Die Hotelmagnatin Anne-Marie Steigenberger hatte zu einer Fundraising-Gartenparty zugunsten des Umbaus des Deutschen Filmmuseums Frankfurt geladen. Die Deutschland-Premiere des ganzen Films stand am Mittwoch auf dem Filmfest München an.

dpa

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