Wahnsinn! Unsere Lena gewinnt in Oslo

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Lena in Aktion.

Oslo - Lena hat den Eurovision Song Contest gewonnen. 28 Jahre nach dem Sieg von Nicole mit “Ein bißchen Frieden“ hat wieder eine junge Sängerin für Deutschland den Grand Prix geholt.

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Die 19-jährige Lena aus Hannover lag am Samstagabend mit ihrem Song “Satellite“ sehr deutlich vor der Konkurrenz. Mit 246 Punkten gewann Deutschland vor der Türkei (170 Punkte) und Rumänien (162). Damit findet der 56. Eurovision Song Contest im Jahr 2011 in Deutschland statt. Lena konnte ihren Sieg kaum fassen. “Oh mein Gott, cih dreh durch!“, rief sie völlig überwältigt aus. “Ich bin so glücklich. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffen kann“, sagte sie auf der Osloer Eurovisions-Bühne auf Englisch als sie ihre Gewinnerstatue vom Vorjahressieger Alexander Rybak samt Küsschen überreicht bekam. Dann fragte sie etwas erschrocken: “Muss ich nochmal singen?“, bevor sie mit Deutschlandfahne in der Hand loslegte. “Oh my God, this is so crazy“, rief sie spontan mitten im Lied - wie schon bei ihrem Sieg in der Castingshow “Unser Star für Oslo“ im März, mit der TV-Entertainer Stefan Raab den Grand Prix aus der Versenkung hervorholte.

Eurovision Song Contest: Bilder vom Lena-Sieg in Oslo

Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
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Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
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Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
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Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song Contest gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa
Künstler aus 25 Ländern haben sich am Samstag dem Finale des 55. Eurovision Song gestellt. Impressionen aus Oslo. © dpa

Schon vor dem Ende der dreistündigen Show, als noch sechs Länderwertungen ausstanden, hatte Lena uneinholbar vorn gelegen. Die Höchstwertung zwölf Punkte - “twelve points“ - für Lena gab es aus Dänemark, Estland, Finnland, Spanien, der Slowakei, Lettland, Norwegen, der Schweiz und Schweden. Von 38 Konkurrenzländern gaben nur fünf keine Punkte für Lena, aus allen anderen Nationen kamen Zähler für die 19-Jährige. Lena war als 22. der 25 Finalteilnehmer mit “Satellite“ dran - und absolvierte ihren Auftritt auf der großen Eurovisions-Bühne mit Bravour. Zwar merkte man der 19-Jährigen ihre Nervosität an, und ab und zu schnappte sie hörbar nach Atem, doch das machte die 19-Jährige mit ihrer typisch koketten, frechen und unbekümmerten Art mehr als wett.

Unser Star für Oslo! Lena Meyer-Landrut im Porträt

Die Entscheidung ist gefallen! Lena Meyer-Landrut vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest in Oslo. © dpa
Das Finale der Castingshow-Reihe "Unser Star für Oslo", die den deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2010 ermittelte, hat am Freitagabend durchschnittlich 4,5 Millionen Zuschauer für sich gewonnen. © dpa
Nach Senderangaben entsprach das einem Marktanteil von 14,6 Prozent. © dpa
Damit unterlag die TV-Show ab 20.15 Uhr der ZDF-Serie “Der Kriminalist“ mit durchschnittlich 5,97 Millionen Zuschauern (18,7 Prozent) und dem RTL-Quiz “5 gegen Jauch“, das 5,2 Millionen Menschen sahen (16,5 Prozent). © dpa
In der begehrten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schaffte die Show, in der die Zuschauer Lena Meyer-Landrut (18) zur Oslo-Reisenden kürten, 20,3 Prozent Marktanteil (2,5 Millionen Menschen), bei den 14- bis 29-Jährigen sogar 22,7 Prozent (0,74 Millionen). © dpa
Die 18-Jährige im Porträt. © dpa
Ihr Song für Oslo heißt "Satellite". © dpa
Die Abiturientin aus Hannover ist nicht 08/15, sondern sehr außergewöhnlich. © dpa
„Das geht mal weg von den glattgebügelten Performances, die man überall hat“, sagte Jury-Mitglied Barbara Schöneberger über Lena. © dpa
Schöneberger weiter: „Da ist ein bisschen Nora Tschirner, Björk. Ich habe auch Bewegungen von Joe Cocker erkannt. Das ist alles spitze.“ © dpa
Auch Lenas Musikgeschmack ist anders: Zu ihren Lieblingstiteln gehören unter anderem Adele mit "My Same", Jack Johnsons "Better" Together oder "Again" von The Bird and the Bee. © dpa
Die größte Musiklegende ist für sie Falco (1957 -1998). © dpa
Schon im April will Lena (2.v.r.) ihr Abitur machen. © dpa
Lena hatte übrigens nie Gesangsunterricht © dpa
Lena mit ihrer Konkurrentin aus dem Finale, Jennifer Braun. © dpa
Zickenzoff wie bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) kam für die beiden dunkelhaarigen Mädchen, die beim Halbfinale den letzten männlichen Konkurrenten Christian Durstewitz triumphierten, nicht in Frage. © dpa
„Wir haben schon so viel Stress mit der Vorbereitung auf unsere Auftritte, da wären wir ja schön blöd, wenn wir uns jetzt auch noch bekriegen würden“, sagt Lena. © dpa
Selbstbewusst verteidigt die 18-Jährige, die kurz vor dem Abi steht, ihren außergewöhnlichen Musikgeschmack, der so abseits des Mainstreams zu liegen scheint: „Es müssen ja nicht immer die Radiohits sein. Es gibt so viele gute Musik, wäre doch schade, wenn die nicht gehört würde.“ © dpa
Und es wäre nicht Lena, wenn sie diesen Satz nicht mit einer Prise schrägem Pathos sagen würde. Lena Meyer-Landrut und das, was man im Zeitalter der Castingshows von jungen Sängerinnen so hört – dazwischen scheinen Welten zu liegen. © dpa
Und auch die Song-Contest-Tradition, die nostalgische Verklärung des Grand Prix, sind der jungen Frau im Prinzip fremd: „Ich hab’ mich nie mit 18 Tüten Chips und fünf Flaschen Cola vor den Fernseher gesetzt.“ © dpa
Ein Event für die nicht mehr ganz Jungen also? „Genau deshalb haben wir ja diese Aktion hier gestartet, damit das Ganze mal ein bisschen aktueller und ein bisschen frischer wird“, sagt Lena. © dpa
Als Zuschauer fragt man sich vielleicht, ob Lena Meyer-Landrut Drogen nimmt. Oder man genießt einfach die feenhaft entrückten Auftritte der 18-jährigen Schülerin aus Hannover. Lena tanzt seit vielen Jahren und verströmt auf der Bühne einen ganz eigenartigen Zauber. © dpa
Hoffentlich verzaubert Lena (2.v.r., mit den ausgeschiedenen drei Konkurrenten) damit auch das internationale Publikum. © dpa
„Für mich ist diese ganze Sache noch gar nicht real oder fassbar“, sagte Lena schon deutlich vor ihrem Sieg. „Ich denke immer noch, dass das eine andere Person sein muss, die da in den Zeitungen steht.“ © dpa
Jetzt ist sie unsere große Hoffnung für Oslo. Viel Erfolg! © dpa

Vor allem hatte sie sichtlich Spaß während ihrer drei Minuten im Rampenlicht. Ihr Gesicht und ihre Körpersprache strahlten Freude pur aus. Im typischen Lena-Outfit - kurzes schwarzes Kleidchen, schwarze Strumpfhose, hohe Schuhe - flirtete sie zuweilen mit der Kamera, bewegte sich sparsam tänzelnd und unterstrich ihren Songtext mit ausladenden Gesten. Die 18 000 Fans in der Fußballhalle jubelten ihr zwischendurch immer wieder lautstark zu. In Deutschland feierten Tausende Fans ihre Lena bei großen Grand- Prix-Partys. Auf der Hamburger Reeperbahn stieg traditionell die offizielle Eurovisions-Feier der ARD, die stets vor und nach dem Wettbewerb live übertragen wird. “Ich hab' voll Bock, das wird total geil“, hatte Lena ihren Fans bei einer Schalte noch kurz vor dem Start des 55. Eurovision Song Contests zugerufen.

Lena nackt - als Komparsin im Pool

Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube
Lena Meyer-Landrut nackt im Pool
Nackt im Pool: Lena Meyer-Landrut hat sich für die RTL-Sendung "Helfen Sie mir!" 2009 vor der Kamera ausgezogen. © Screenshot: Youtube

Auch in Lenas Heimatstadt Hannover stieg eine große Sause. Zum zentralen Public- Viewing unter dem Motto “Wir für Lena“ waren vor dem Rathaus zwei große Leinwände aufgebaut, auf denen der Contest live übertragen wurde. Der fing pünktlich um 21.00 Uhr mit dem norwegischen Vorjahressieger Alexander Rybak an, der seinen 2009er Gewinnersong “Fairytale“ von der Bühne in Oslo schmetterte. Dann begann die Aserbaidschanerin Safura mit der Ballade “Drip Drop“. Die Qualität der 25 Beiträge im größten Musikwettbewerb der Welt, den vermutlich mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauer sahen, war im Großen und Ganzen gut und wesentlich besser als bei vielen Grand Prix' bisher.

Von herzergreifenden Balladen über fetzige Dance-Pop- Nummern und Rock-Kracher bis zu mitreißendem Ethno-Pop war alles dabei; richtig üble Nummern zum Abschalten waren diesmal kaum dabei. “Ein Super-Jahrgang“, kommentierte ARD-Moderator Peter Urban. TV-Entertainer Hape Kerkeling verkündete die deutsche Punktwertung - und begrüßte die Moderatoren in Oslo erst einmal auf Norwegisch. Die Höchstwertung zwölf Punkte - “twelve points“ - vergaben die deutschen Grand-Prix-Fans an den Belgier Tom Dice mit seiner Gitarrennummer “Me And My Guitar; zehn Punkten gingen an die Türkei und acht an Griechenland - beide Länder bekommen traditionell ordentlich Punkte aus Deutschland.

Ganz zu Beginn des Wettbewerbs hatte es eine schwere Panne gegeben: Während des Auftritts des Spaniers Daniel Diges (Startnummer 2) stürmte ein Mann auf die Bühne und tanzte wenige Sekunden mit der Begleitgruppe des Spaniers, bevor ihn Sicherheitskräfte wieder in den Zuschauerraum trieben. Es handelt sich um Jaume Marquet Cotkjent aus Barcelona, der als “Jimmy Jump“ bekannt ist. Er hat sich mit derlei Aktionen schon einen Namen gemacht und es unter anderem beim Finale der Fußball-EM 2004 auf das Spielfeld geschafft. Diges durfte am Ende des 25er-Teilnehmerfeldes nochmal ran und seinen schönen Gauklersong “Algo pequenito“ singen, weil er “irritiert wurde“, wie die Veranstalter entschieden. Der norwegische TV-Sender NRK stellte die Szene schnell als Video auf seine Internetseite (http://nrk.no).

dpa

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