Schauspiel-Rüpel Ben Becker hat Ja gesagt

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Ben Becker heiratete seine Freundin Anne Seidel. Die Hochzeit fand in der nähe von Salzburg statt.

Wien - Erst pöbelt Ben Becker noch bei den Salzburger Festspielen, dann gibt er Freundin Anne bei einer romantischen Hochzeit das Jawort. Das Rüpelimage wird er auch als Ehemann nicht ablegen.

Schauspieler Ben Becker hat seine langjährige Freundin Anne Seidel geheiratet. In Lederhosen und Dirndl gaben sich die beiden in Goldegg südlich von Salzburg das Jawort, bestätigte das Standesamt am Montag. „Uns geht's gut, wir sind glücklich“, sagte der Bräutigam der „Bild“-Zeitung.

Am Abend vor der Hochzeit wurde Becker jedoch noch einmal seinem Image als wilder Hund der Schauspielszene gerecht: Er störte mit Zwischenrufen die Eröffnung des Salzburger Festspielballs und wurde gebeten den Saal zu verlassen, berichteten mehrere Medien.

Deutlich angepasster, zumindest an die alpine Umgebung, ging die Hochzeit am Sonntag über die Bühne. Die Braut trug ein Dirndl, und die Blasmusik des kleinen Ortes spielte auf. „Es war eine sehr romantische Hochzeit“, sagte der Goldegger Bürgermeister Hans Mayr, der zu den rund 40 Gästen zählte der dpa. Die Trauung fand auf einem Bootssteg mit Blick auf den Goldegger See statt.

Das Paar hatte schon lange vorgehabt zu heiraten, doch die endgültige Entscheidung sei erst vor einigen Wochen gefallen, berichtete Mayr. Als Datum wurde schließlich der zwölfte Geburtstag der Tochter des Paares, Lilith-Marie Dörte, gewählt. Seidel war früher Managerin des Charakterdarstellers, der auch mit seinen Leseabenden und als Musiker erfolgreich ist.

Becker kommt seit zwei Jahren immer wieder nach Goldegg. Der Ort liegt rund 50 Kilometer von Salzburg entfernt. Dort war der Schauspieler am Freitag zum letzten Mal als „Tod“ im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen aufgetreten.

Auf dem Abschlussball der Festspiele ließ es der Star noch einmal ein wenig krachen. Die Eröffnungsrede von Festpielchef Alexander Pereira begleitete er laut mehreren Berichten mit Buhrufen und hämischen Kommentaren. „Er wurde höflich hinausgeworfen“, schrieb „Der Standard“.

Die nächsten Tage wird das frischvermählte Ehepaar im Salzburger Land verbringen, sagte Bürgermeister Mayr.

dpa

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