"Bernd das Brot" wieder Opfer von Vandalen

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Die "Bernd das Brot"-Figur vor dem Erfurter Rathaus (Archivfoto)

Erfurt - Gut ein Jahr nach ihrer Entführung ist die Kultfigur des Kinderkanals (KiKa) “Bernd das Brot“ schon wieder Opfer einer Straftat geworden.

Die rund zwei Meter hohe Plastik des stets missgelaunten Kastenbrotes, die am Erfurter Rathaus aufgestellt ist, wurden an den Augen beschädigt und mit schwarzer Farbe beschmiert, wie Polizeisprecher Michael Rothe am Sonntag dem DAPD sagte.

Hinweise auf den oder die Täter gab es nach diesen Angaben zunächst nicht, die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung dauerten an. Am Sonntag, gegen 10.50 Uhr wurden die Schäden gemeldet und eine Anzeige aufgenommen. Die Polizei schloss einen politischen Hintergrund aus. Anfang vergangenen Jahres war die Plastik entführt und erst nach zwei Wochen auf einem Kasernengelände in Nohra bei Weimar wieder entdeckt worden.

Unter großem Medienandrang war die Figur dann Anfang Februar wieder in Erfurt aufgestellt worden. Seitdem sah “Bernd das Brot“ griesgrämig wie zuvor wieder von der Schattenseite des Rathauses auf die Passanten, als wollte er zwischen zusammengekniffenen Lippen sein Lieblingswort herauspressen: “Mist!“.

Der kurzarmige Bernd - seine Hände befinden sich direkt an seinem Körper - gehört laut KiKa der Gattung des “Homo Brotus Depressivus“ (“depressiver Brot-Mensch“) an. Im Jahr 2004 wurde “Bernd das Brot“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, weil er nach Ansicht der Jury “das Recht auf schlechte Laune“ vertritt. Er widersetze sich “stellvertretend für uns dem Gute-Laune-Terror, der unaufhörlich aus dem Fernseher dröhnt und quillt“, hieß es.

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