Beyoncé räumt bei Grammy-Verleihung ab

Los Angeles - Die große Gewinnerin der diesjährigen Grammy-Verleihung ist US-Popstar Beyonce: Die R&B-Sängerin gewann gleich in sechs Kategorien und stellte damit einen Rekord für weibliche Künstler auf.

Die junge Countrysängerin Taylor Swift hat für ihr Bestseller-Album “Fearless“ den Top-Preis der Grammy-Nacht gewonnen. Das Nachwuchstalent stach in der Königskategorie “Album des Jahres“ die gefeierte R&B-Queen Beyoncé (“I Am... Sasha Fierce“), den Shooting-Star Lady Gaga “The Fame“) sowie die Dave Matthews Band (“Big Whiskey And The Groogrux King“) und ihre fetzigen Pop-Kollegen, The Black Eyed Peas (“The E.N.D.“) aus

Bilder der Grammy-Verleihung in LA

Bilder der Grammy-Verleihung in Los Angeles 

Derweil sahnte Beyoncé die meisten Preise ab: Sechs Grammys bekam die 28-jährige Sängerin bei der 52. Verleihzeremonie in der Nacht zum Montag in Los Angeles verliehen. Ihr Hit “Single Ladies“ wurde zum Song des Jahres gekürt. Mit ihm sicherte sie sich auch die Grammys für den besten R&B-Song und die beste Aufnahme einer R&B-Sängerin ein.

Beyonce

Von Freude überwältigt bedankte sich die 20-jährige Swift für ihren Haupttreffer bei den Veranstaltern, der amerikanischen Plattenindustrie. “Diese Geschichte werden wir erzählen, wenn wir 80 Jahre alt sind“, versprach sie. “Immer und immer wieder. Damit werden wir unsere Enkel nerven: Dass wir 2010 den Grammy für das Album des Jahres gewonnen haben. Vielen, vielen Dank“.

Für ihre Single “Halo“ aus dem Erfolgsalbum “I Am... Sasha Fierce“ nahm Beyoncé den Grammy zum “Besten Pop-Song einer Sängerin“ entgegen. “Es ist ein unglaublicher Abend für mich“, sagte sie atemlos auf der Bühne. Sie bedankte sich nicht nur bei ihren Fans, sondern auch ausdrücklich bei ihrem Ehemann, US-Rapper Jay-Z.

Die Trophäe für die Aufnahme des Jahres ging an die Rocker Kings of Leon. Sie wurden für ihren Song “Use Somebody“ mit dem begehrten Grammy belohnt. Leadsinger Caleb Followill nahm den Preis strahlend entgegen und bekannte, “ich will nicht lügen. Wir sind alle schon ein bisschen beschwipst, glücklich beschwipst“.

Swift wurde für ihr Album “Fearless“ auch mit dem Grammy für das beste Country-Album gefeiert. “Ich stehe hier und erlebe einen unmöglichen Traum“, sagte sie mit der Trophäe im Arm. “Fearless“, ihr zweites Album, ist bereits 5,4 Millionen Mal verkauft. Weitere Preise sahnte Swift mit ihrem Song “White Horse“ ab: Bester weiblicher Country-Song und Country-Song des Jahres.

Beyoncé, die mit zehn Nominierungen bereits als Favoritin angetreten war, setzte sich auch in den Kategorien bestes zeitgenössisches R&B-Album (“I Am ... Sasha Fierce“) und bester traditioneller R&B-Song (“At Last“ aus ihrem Film “Cadillac Records“) durch.

Mit einer bewegenden 3D-Version seines “Earth Song“ wurde Michael Jackson bei der Grammy-Gala in Los Angeles geehrt. Der “King of Pop“ hatte den Song kurz vor seinem Tod im Juni für seine geplante Comeback-Tour “This Is It“ produziert. Usher, Carrie Underwood, Celine Dion, Jennifer Hudson und Smokey Robinson sangen ihn vor Aufnahmen vom Regenwald, Mammutbäumen und Walen, die das Publikum im Staples Center von Los Angeles und Fernsehzuschauer in aller Welt mit Spezialbrillen dreidimensional sehen konnten.

Die fetzige Popgruppe “Black Eyed Peas“ gewann den Grammy für das beste Pop-Album und zwei weitere Preise. Zum besten Rock-Album wählten die Juroren “21 Century Breakdown“ von Green Day. Newcomer des Jahres wurde die Zac Brown Band. Die sechs Countrysänger erhielten den Grammy für die beste Nachwuchsgruppe. Das britische Pop-Duo The Ting Tings (“That's Not My Name“) ging in der Kategorie leer aus. Die Schock-Pop-Ikone Lady Gaga (23) durfte zwei Grammys für “Poker Face“ nach Hause nehmen.

Auch die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti wurden nicht vergessen: R&B- Sängerin Mary J. Blige und der italienische Tenor Andrea Bocelli sangen gemeinsam eine bewegende Interpretation des Klassikers “Bridge Over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel. Fans können sich die Version bei I-Tunes herunterladen. Der Erlös komme dem amerikanischen Roten Kreuz zu Gute, versprach der Musiker Wyclef Jean auf der Bühne.

Der gebürtige Haitianer setzt sich seit Wochen für Hilfslieferungen in seinem Heimatland ein. Das Folk-Rock-Duo Paul Simon und Art Garfunkel hatte für die Single und das gleichnamige Album, das vor 30 Jahren erschien, insgesamt sechs Grammys gewonnen.

Die Grammys in Form eines goldenen Grammophons sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden von der Organisation der Musikindustrie in 109 Kategorien verliehen. Der deutsche Privatsender ProSieben übertrug die Verleihungsfeier in der Nacht live aus Los Angeles.

dpa

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