Anwälte reichen Berufung ein

Cosby kämpft gegen Prozess

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Cosby droht ein Strafprozess.

Philadelphia - US-Komiker Bill Cosby will mit aller Macht einen Strafprozess wegen sexuellen Missbrauchs vermeiden.

Seine Anwälte reichten am Freitag (Ortszeit) Berufung gegen die Entscheidung eines Richters im Bundesstaat Pennsylvania ein, der grünes Licht für einen Strafprozess gegeben hatte. Es ist derzeit der einzige Strafprozess, der dem von mehr als 50 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Schauspieler droht. Die Mehrzahl der Fälle sind verjährt, einige wenige werden vor Zivilgerichten verhandelt.

Nur in Pennsylvania droht dem 78-Jährigen ein Strafprozess. Richter Steven O'Neill hatte Anfang des Monats entschieden, dass die Klage wegen eines Falls aus dem Jahr 2004 weiterverfolgt wird. Bei einer Verurteilung drohen dem einstigen TV-Star bis zu zehn Jahre Haft und 25.000 Dollar Geldstrafe.

In dem Fall legt die Staatsanwaltschaft Cosby "schwere sexuelle Nötigung" zur Last. Der Schauspieler soll die Universitätsmitarbeiterin Andrea C. unter Drogen gesetzt und missbraucht haben. Der Übergriff soll 2004 im Haus des Schauspielers in Cheltenham bei Philadelphia stattgefunden haben. C. habe Cosby damals als "Mentor und Freund" vertraut, argumentierten die Ankläger.

Insgesamt beschuldigen inzwischen mehr als 50 Frauen den einstigen Star der "Cosby Show", sie sexuell missbraucht zu haben. Zu Cosbys mutmaßlichen Opfern gehören Models, Kellnerinnen und Mitarbeiterinnen aus dem Showgeschäft. Die Fälle reichen bis in die 60er Jahre zurück, die meisten sind daher bereits verjährt. Cosby bestreitet alle Vorwürfe vehement.

AFP

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