Burdas Kinder sollen mit 27 Jahren erben

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Hube rt Burda zieht sich ab Januar von dem Vorstandsvorsitz zurück.

Hamburg - Der Verleger Hubert Burda sieht sein Unternehmen langfristig in den Händen seiner Kinder. Beide Kinder erben mit 27 Jahren und planen in das Unternehmen einzutreten.

“Beide Kinder erben mit 27 Jahren und haben den festen Willen, ins Unternehmen einzutreten“, sagte er dem “Spiegel“.

Die Einzelheiten dazu seien vorsorglich geregelt. “Die Frage, ob sie auch im Unternehmen aktiv sind, stellt sich erst danach. Auch die Frage, ob sie dazu in der Lage sind. Man kann nicht 7.500 Mitarbeitern seine Kinder vorsetzen, wenn sie nicht ausreichend befähigt sind. Das bringt die Kinder um und das Unternehmen ebenfalls“, erklärte Burda.

Burda zieht sich zurück

Das Verleger hatte am Donnerstag kurz vor seinem 70. Geburtstag bekanntgegeben, dass er sich ab Januar vom Vorstandsvorsitz zurückzieht. Zu seinem Nachfolger hatte er Paul-Bernhard Kallen ernannt. Zum ersten Mal steht damit kein Familienmitglied an der Spitze des Verlages.

Burdas Kinder sind 19 und 17 Jahre alt, sein Sohn Felix, der heute 42 Jahre alt wäre, starb vor einigen Jahren. Die Benennung von Kallen diene auch dazu, “10, 15 Jahre zu überbrücken“, erklärte Burda. Die Holding solle auch künftig zu 100 Prozent der Familie gehören.

Mit Blick auf die Fälle Schickedanz und Schaeffler äußerte sich Burda dazu, dass auch Familienunternehmen in größte Schwierigkeiten kommen können: “Das betraf immer Familien, die sich anstecken ließen von einer Kapitalsucht, die sich völlig verspekuliert haben und dachten, sie könnten so zum ganz großen Player aufzusteigen. Meine Strategie war das nie.“ Er habe “nie Weltmachtträume“ gehabt.

“Ich sehe mich nicht als der politische Präzeptor dieses Landes, wie es Springer war, und ich will auch nicht in der Weltliga mit ,Time' mitspielen, diese Läden sind zu groß geworden.“

AP

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