Gewalt und Schwulenhass in einem Lied

Anklage gegen Bushido erhoben

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Bushido hat nun Ärger wegen eines Liedtextes

Berlin - Gewaltfantasien und schwulenfeindliche Texte - wegen des Liedes „Stress ohne Grund“ ist Anklage gegen Bushido erhoben worden.

Jetzt ist es offiziell: Gegen den Rapper Bushido (34) ist in Berlin Anklage erhoben worden. Es geht um sein umstrittenes Lied „Stress ohne Grund“. Die Staatsanwaltschaft werfe dem Musiker Volksverhetzung, Beleidigung und Gewaltdarstellung vor, sagte am Freitag der Pressesprecher für Strafsachen, Tobias Kaehne, der Nachrichtenagentur dpa. Das Lied enthält Tötungs- und Gewaltfantasien sowie schwulenfeindliche Parolen. Es habe zahlreiche Strafanzeigen gegeben, sagte Kaehne.

Aus dem Büro des FDP-Bundestagsabgeordneten Serkan Tören hatte es bereits Mitte September geheißen, dass die Staatsanwaltschaft Klage beim Amtsgericht einreichen werde. Die Angaben bezogen sich auf einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Mittlerweile sei die Anklage auch Bushido zugestellt worden, sagte Gerichtssprecher Kaehne. Der Text des Liedes „Stress ohne Grund“ richtet sich zum Beispiel gegen Politiker - neben Tören hatte auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Strafanzeige gestellt.

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Das Amtsgericht Tiergarten entscheide nun, ob die Anklage auch zugelassen werde, erläuterte Kaehne. Das Lied steht bereits auf dem Index und gilt als gefährdend für Minderjährige. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn wirkt der Inhalt des Liedes verrohend, regt zu Gewalt an und diskriminiert Frauen sowie Schwule.

dpa

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