CD gibt's nur noch "unterm Ladentisch"

Bushido-Lied steht jetzt auf dem Index

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Bushido kommentierte die Entscheidung, das Lied "Stress ohne Grund" auf den Index zu setzen, mit den Worten: "Yes we can!"

Berlin - Bushidos umstrittenes Lied "Stress ohne Grund" steht jetzt auf dem Index und gilt offiziell als "jugendgefährdend". Der Rapper scheint sich über die Entscheidung zu freuen.

Das umstrittene Lied „Stress ohne Grund“ des Rappers Bushido ist vorläufig auf den Index gesetzt worden. Dies teilte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien am Mittwoch auf ihrer Internetseite mit. Das Gremium habe die Musik-CD „NWA“ des Interpreten Shindy mit dem Bushido-Song als gefährdend für Minderjährige eingestuft. Der Text wirke verrohend, reize zu Gewalt an und diskriminiere Frauen sowie Homosexuelle. Das Gremium gab damit dem Jugendschutz den Vorrang vor der Kunstfreiheit. Bushido kommentierte die Entscheidung auf seinem Twitter-Account mit den Worten "Yes we can!", dem ehemaligen Wahlkampf-Slogan von US-Präsident Barack Obama.

Die Einschränkung tritt am Montag, 22. Juli, in Kraft. Von diesem Tag an unterliegt die das Album "NWA" inklusive dem Lied "Stress ohne Grund" den weitreichenden Verbreitungs- und Werbebeschränkungen des Jugendschutzgesetzes. Das bedeutet, dass sie nur noch "unter dem Ladentisch" an Erwachsene verkauft und nicht via Versandhandel verschickt werden darf. Außerdem ist jegliche Werbung für die CD untersagt. Die vorläufige Entscheidung muss laut Prüfstelle noch einem größeren Gremium vorgelegt werden, das über eine Bestätigung der Anordnung entscheidet - voraussichtlich Anfang September.

Rapper Bushido und seine Polit-Freunde

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Der Song „Stress ohne Grund“ enthält Tötungs- und Gewaltfantasien sowie schwulenfeindliche Parolen. Namentlich werden Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören, Comedian Oliver Pocher und die Grünen-Chefin Claudia Roth genannt und mit heftigen Worten beleidigt. Wowereit hatte Strafanzeige gestellt, die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt.

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dpa

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