Nach Schmähgedicht-Eklat

Carolin Kebekus kritisiert Merkels Umgang mit Böhmermann

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Carolin Kebekus ist für ihre provokante Art bekannt.

Berlin - "Den Löwen zum Fraß vorgeworfen", so nennt Kabarettistin Carolin Kebekus den Umgang von Kanzlerin Merkel mit Jan Böhmermann. Sie nahm ihren Kollegen in Schutz und gab an, der Fall sei noch nicht ausgestanden

Kabarettistin Carolin Kebekus hat den Umgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Schmähgedicht ihres Kollegen Jan Böhmermann kritisiert. "Die Kanzlerin hat Jan förmlich den Löwen zum Fraß vorgeworfen", sagte Kebekus der "Rheinischen Post" vom Donnerstag.

Der ZDF-Moderator Böhmermann hatte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Ende März in einem Schmähgedicht angegriffen. Erdogan erstattete daraufhin Anzeige, ein mögliches strafrechtliches Vorgehen gegen den Satiriker sorgte in Deutschland aber für großen Unmut. Allerdings stimmte die Bundesregierung den Ermittlungen wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts zu.

Kebekus sagte zu dem heftig umstrittenen Gedicht Böhmermanns, er habe natürlich Grenzen ausloten wollen, "aber dass mit solchen Konsequenzen zu rechnen sein würde, war überhaupt nicht absehbar". Es sei auch "noch nicht ausgestanden".

Kebekus selbst will mit ihrer eigenen Sendung "Pussy Terror TV" nach dem Wechsel ins Hauptprogramm der ARD ab Ende September nicht braver werden. "Auch wenn es viele ältere Zuschauer geben wird, die die Sendung als Affront begreifen werden", sagte sie.

AFP

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