Chris de Burgh widmet Neda einen Song

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Chris de Burgh widmet erschossener Iranerin Neda einen Song.

Berlin - Der Sänger Chris de Burgh hat einen Song seines neuen Albums “Moonfleet and other Stories“ der Iranerin Neda gewidmet, die bei einer Demonstration erschossen wurde.

Er sagte in einem Video-Interview der Nachrichtenagentur dapd, der Song “People of the World“ sei zum Gedenken an Neda Agha-Soltan. Die 26-Jährige sei einen halben Kilometer entfernt von einer Demonstration von einem Milizionär erschossen worden - “ohne Grund“, sagte de Burgh. “Eine komplett unschuldige Frau. Und ich hoffe, dass der Tag kommt, an dem ich zurückkehren kann und dort unter anderen Voraussetzungen für die Leute auftreten kann.“

Am 22. Juni 2009 waren die Bilder um die Welt gegangen: Ein mit einer Handykamera aufgenommener Film zeigt, wie eine junge Frau anscheinend von einer Kugel in die Brust getroffen zu Boden sinkt und ihr Blut aus Mund und Nase quillt. Um sie herum knieende Männer versuchen erfolglos, sie zu retten. Ob sie von einem Schützen der Sicherheitskräfte erschossen wurde, konnte bisher nicht bewiesen werden. Neda Agha-Soltan wurde dennoch zur Symbolfigur des Protestes in Iran.

Chris de Burgh bemüht sich nach eigenen Angaben seit Jahren darum, dass er als erster westlicher Popsänger im Iran auftreten darf. “Ich hatte nie wirklich einen Auftritt“, sagte er im dapd-Interview. 2008 sei er der erste westliche Musiker seit der islamischen Revolution 1979 gewesen, der dort hinfahren durfte. “Meine Musik ist dort sehr beliebt seit mehr als 25 Jahren. Uns wurde gesagt, dass wir in Teheran mehr als eine Million Konzerttickets verkaufen könnten. Das ist unglaublich“, sagte der 62-jährige Brite. “Wir haben wundervolle Leute getroffen, aber wir konnten aufgrund der großen Veränderungen dort nicht wieder zurück.“

dapd

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