Coldplay: So klingt das neue Album

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Coldplay-Frontmann Chris Martin

Berlin - Nach drei Jahren bringt die Band Coldplay am Freitag wieder ein neues Album heraus. "Mylo Xyloto" ist manchmal genauso verwirrend wie der Name.

Gepflegte Melancholie gepaart mit schneidenden Gitarrenriffs ist das Markenzeichen von Coldplay. Und diesem Erfolgsrezept bleibt die britische Band auch auf ihrem neuen Album treu. Das Werk mit dem praktisch unaussprechlichen Namen “Mylo Xyloto“ kommt am Freitag in die Läden. Fans dürften in den insgesamt 14 Titeln alles wiederfinden, was sie an Coldplay schätzen, auch wenn möglicherweise nicht sofort.

Eins vorab: Einen so entwaffnenden Hit wie “Viva La Vida“ vom vergangenen Album hat “Mylo Xyloto“ nicht zu bieten. Die erste Single “Every Teardrop Is A Waterfall“ (“Jede Träne ist ein Wasserfall“) gibt den Ton des neuen Albums ganz gut wieder: Hellerer Sound, mehr Synthesizer-Klänge, noch mehr Melancholie, komplexere Texte. Rauere Gitarrenklänge sind in aufwendig konstruierte Klang-Panoramen gehüllt, die Songs entfalten sich langsam - es ist ein ambitioniertes Projekt, mit Kunstanspruch. “Ich denke, wir haben uns selbst eine Menge zu beweisen“, sagte Sänger Chris Martin dem US-Musikmagazin “Billboard“. “Wir schreiben 70 Songs, damit am Ende zehn übrigbleiben“, ergänzte Gitarrist Jonny Buckland.

Und nach den ersten Eindrücken bleiben vor allem die Balladen in Erinnerung, mit Titeln wie “Us Against The World“ (“Wir gegen den Rest der Welt“) oder “Up In Flames“ (“In Brand“) oder “U.F.O.“. Fast alleine steckt der etwas dunklere Song “Major Minus“ in der Mitte der Platte fest.

Das nächste Album nach einem großen Hit ist immer ein Problem, und für Coldplay war die vierte Platte “Viva La Vida Or Death And All His Friends“ ein Riesen-Erfolg. Sie verkaufte sich rasend schnell und millionenfach, brachte der Band Grammys und gefüllte Stadien ein - wie groß ist der Druck, einen solchen Hit noch toppen zu müssen? “Wir gehen jetzt davon aus, dass alles, was mir machen, auf eine gewisse Ablehnung stoßen wird“, sagte Martin “Billboard“. Daher habe die Band, anstelle sich davon fertigmachen zu lassen, beschlossen: “Was soll's. Wir machen einfach, was wir wollen.“

Entsprechend trotzig ist auch der Titel zu verstehen. Im Interview der britischen Zeitung “Sun“ räumte Martin ein, man brauche bei “Mylo Xyloto“ gar nicht nach einem verborgenen Sinn zu suchen. “Es fühlte sich irgendwie frisch an. Irgendeine andere Bedeutung gibt es nicht.“ Immerhin habe sich der Name zwei Jahre lang gehalten und sich auch gegen andere Ideen durchgesetzt. “Wir mochten ihn einfach - und das ist alles, was wir zu seiner Verteidigung sagen können.“ Fehlt nur noch, dass man genau wüsste, wie “Mylo Xyloto“ richtig ausgesprochen wird.

Andrej Sokolow, dpa

Die bestverdienenden Promi-Pärchen

Platz 10: Top-Verdiener auf dem zehnten Platz ist Chris Martin, der Front-Sänger von Coldplay. Zusammen mit seiner Frau Gwyneth Paltrow brachte er 33 Millionen Dollar nach Hause. © dpa
Platz 9: Auf den hinteren Plätzen der bestverdienendsten Stars tummeln sich 2009 Tom Cruise und Gattin Katie Holmes. Sie verbuchten insgesamt 33,5 Millionen Dollar auf ihrem Konto - Katie trug lediglich eine halbe Million dazu bei. © dpa
Platz 8: Obwohl Jim Carrey derzeit noch den Löwenanteil verdient, holt Jenny Mc Carthy bereits fleißig auf. Mit einem Einkommen von insgesamt 34 Millionen Dollar belegen die Beiden den achten Platz. © dpa
Platz 7: Satte 35,5 Millionen Dollar landeten im Vorjahr auf dem Konto von Tom Hanks und Rita Wilson. Den größten Batzen davon brachte Hanks Gage für "Angels & Demons". © dpa
Platz 6: Die Moderatorin Ellen DeGeneres und ihre Partnerin Portia de Rossi konnten 2009 36 Millionen Dollar auf ihr gemeinsames Konto verbuchen. Sie belegen damit den sechsten Platz. © dpa
Platz 5: Auf dem fünften Platz finden sich David und Victoria Beckham wieder. Der Fußballstar und das ehemalige Spice-Girl verdienten im vergangenen Jahr 46 Millionen Dollar. © dpa
Platz 4: Auf 48 Millionen Dollar brachten es 2009 Will Smith und Jada Pinkett Smith. Trotz Rezession kann der Schauspieler Gagen-Forderungen in Höhe von 20 Millionen stellen. © dpa
Platz 3: Gerecht teilen sich Angelina Jolie und Brad Pitt ihr Jahreseinkommen in Höhe von 55 Millionen Dollar auf. Beide brachten in etwa gleich viel Geld nach Hause. © dpa
Platz 2: Zahltag hieß es 2009 für Harrison Ford. Er kassierte für Indiana Jones 65 Millionen Dollar. Zusammen mit den Einkünften seiner Frau Calista Flockhard ergab das einen Jahresumsatz von 69 Millionen Dollar. © dpa
Platz 1: Der Musiker Jay Z und die Sängerin Beyonce Knowles belegen mit 122 Millionen Dollar den ersten Platz der bestverdienendsten Promi-Pärchen. © dpa

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