Sars-CoV-2

Coronavirus: Neuartige Lungenkrankheit - Was bisher bekannt ist

Das neuartige Coronavirus breitet sich weltweit aus. Die Lungenkrankheit Covid-19 ist erstmals in der chinesischen Metropole Wuhan aufgetreten. Was wir bislang wissen.

  • Das Coronavirus ist eine neuartige Lungenkrankheit.
  • Erstmals wurde das Virus in der Millionenstadt Wuhan entdeckt.
  • Aktuell wird mit hoher Geschwindigkeit nach einem Impfstoff gesucht.

Das Coronavirus ist eine neuartige Lungenerkrankung, die sich mittlerweile weltweit verbreitet hat. Die chinesische Regierung informierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 31.12.2019 über Krankheitsfälle mit unbekannter Ursache in der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei.

Am 07.01.2020 gaben die chinesischen Behörden an, dass die Erkrankungen auf ein neuartiges Coronavirus zurückzuführen sei. Die Coronaviren sind eine große Familie der Viren - dazu gehören auch das Sars- und Mers-Virus. Sars-CoV-2, die offizielle Bezeichnung, ist ein neuer Stamm, der bislang nicht bei Menschen entdeckt werden konnte. Die Krankheit, die sich daraus entwickelt, trägt den Namen Covid-19.

Das neuartige Coronavirus: Seit März spricht WHO von Pandemie

Seit dem 11.03.2020 spricht die WHO von einer Pandemie - zuvor war die Rede von einer „Epidemie in einzelnen Ländern".

EpidemieVon einer Epidemie wird bei einem vermehrten, unkontrollierten Auftreten einer Krankheit, jedoch in einem örtlich und zeitlich begrenzten Rahmen. Ein Beispiel ist Ebola in mehren Staaten Westafrikas.
PandemieDas Robert-Koch-Institut bezeichnet eine weltweite Epidemie als Pandemie, also wenn sich eine Krankheit über Länder und Kontinente verbreitet. Dazu zählte auch das Sarsvirus und die Schweinegrippe. Dabei legt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest, wann es sich um eine Pandemie handelt, da sie diese ausrufen müssen

In Deutschland traten die ersten Infektionen mit dem neuartigen Virus nach einem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts im Januar 2020 auf. Der Ausbruch in einem bayrischen Unternehmen war auf eine chinesische Geschäftsreisende zurückzuführen.

Das Coronavirus: DIe Symptome einer Covid-19-Erkrankung und die Risikogruppen

Häufige Symptome einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut folgende:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störung des Geruchs- und/oder Geschmacksinns
  • Pneumonie
  • Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Benommenheit

Bestimmte Personen der Bevölkerung zählen zu den sogenannten Risikogruppen, also Menschen, die durch eine Erkrankung mit dem Coronavirus besonders gefährdet sind. Dazu zählen:

  • Ältere Personen - steigendes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ab etwa 50–60 Jahren. 86 % der Todesfälle in Deutschland in Folge einer Covid-19-Erkrankung waren 70 Jahre alt oder älter.
  • Raucher
  • Stark adipöse Menschen
  • Menschen mit Vorerkrankungen: des Herz-Kreislauf-Systems, chronische Lungenerkrankungen, chronische Nieren- und Lebererkrankungen, Patienten mit Diabetes mellitus , Patienten mit einer Krebserkrankung, Patienten mit geschwächtem Immunsystem

So wird das neuartige Coronavirus verbreitet: Aerosole spielen eine zentrale Rolle

Übertragen wird das Coronavirus hauptsächlich über Tröpfcheninfektionen und Aerosole. Bei der Verbreitung des Virus spielen Aerosole eine zentrale Rolle. Diese sind in der Luft schwebende winzige infektiöse Partikel, die sich sogar über Tage halten und längere Strecken überwinden können. Durch Husten, Niesen, Sprechen und Atmen erfolgt die Verstreuung in der Luft. Ob es sich um Aerosole oder Tröpfchen handelt, ist abhängig von der Größe - Aerosole sind kleiner als Tröpfchen. Jedoch ist der Übergang fließend. Tröpfchen sinken im Gegensatz zu den Aerosolen schneller zu Boden.

Die Aerosole werden durch Atmen und Sprechen, aber besonders durch Singen und Schreien verbreitet, während beim Husten und Niesen eine deutlich höhere Anzahl an Tröpfchen entstehen. In schlecht gelüfteten und kleinen Räumen können sich Aerosole gut verbreiten. In diesen Fällen könnte der Mindestabstand nicht ausreichend sein.

Coronavirus in Deutschland: Geschlossene Räume ohne Luftzufuhr sind Risiko

Zu einer geringeren Übertragung kommt es durch Luftaustausch im Raum beziehungsweise durch den Aufenthalt im Freien. Hierbei spricht das Robert-Koch-Institit von einer deutlich geringeren Übertragungswahrscheinlichkeit bei Einhaltung des Mindestabstands.

Die Inkubationszeit bei einer Infektion mit dem Coronavirus liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei fünf bis sechs Tagen, die Spannbreite reicht von ein bis vierzehn Tage.

Coronavirus: Gibt es nun eine Immunität nach überstandener Covid-19-Erkrankung?

Immer wieder ist die Rede davon, dass nach erfolgreichem Überstehens einer Covid-19-Erkrankung der Körper eine Immunität gegen das Coronavirus aufbaut. Doch nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sei es nach jetzigem Stand unklar „wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird.“

Auch „Superspreader" ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie vielen ein Begriff. Gemeint sind mit dem Coronavirus erkrankte Menschen, die besonders infektiös sind. Eine Rolle könnte hierbei spielen, dass manche Personen besonders viele infektiöse Partikel beim Sprechen, Atmen oder Singen ausstoßen.

Kampf gegen das Coronavirus: Aktuell wird mit hoher Geschwindigkeit nach Impfstoff gesucht

Aktuell gibt es keinen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus - es wird aber mit hoher Geschwindigkeit nach einem geeigneten Impfstoff gesucht. Dafür wird auf verschiedene Kandidaten mit unterschiedlicher Wirkweise gesetzt, die jedoch allesamt noch nicht zugelassen sind - teilweise sind die Imfpstoffe bereits in der klinischen Phase angekommen.

Mehr als 100 Teams forschen weltweit an einem Impfstoff. Ganz vorn mit dabei ist das deutsche Unternehmen BioNTech. Die Firma arbeitet seit März mit dem US-amerikanischen Pharmariesen Pfizer zusammen. Die Bundesregierung unterstützt die Forschung mit einem Fördergeld in Höhe von bis zu 375 Millionen Euro. Die Forscher hoffen nun im Jahr 2020 auf die Zulassung ihres Impfstoffes. (Katharina Ahnefeld)

Rubriklistenbild: © Niaid-Rml/dpa

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