Wegen Geschäft mit BP

Von Kollegen angeklagt: Costner vor Gericht

+
Kevin Costner muss sich vor Gericht verantworten.

New Orleans - Hollywood-Star Kevin Costner steht wegen seines Einsatzes für ein Ölräumgerät vor Gericht, das vor zwei Jahren bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erprobt wurde.

Juristische Schlammschlacht zwischen zwei Hollywood-Stars: Kevin Costner wird wegen eines Geschäfts mit dem Ölriesen BP von seinem Schauspielkollegen Stephen Baldwin auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Baldwin und sein Freund Spyridon Contogouris warfen Costner zum Prozessauftakt am Montag vor, sie bei der Veräußerung ihrer Anteile an dem Millionendeal überlistet zu haben. Dabei ging es um den Verkauf eines Ölräumgeräts an BP, das vor zwei Jahren bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erprobt wurde. Costner und sein ebenfalls verklagter Geschäftspartner Patrick Smith sind an dem Unternehmen Ocean Therapy Solutions (OTS) beteiligt, das die Zentrifugen zum Abscheiden von Öl vertreibt.

So reich sind Hollywoods Männer

77 Millionen US-Dollar - Spitzenreiter Leonardo DiCaprio ging mit der Verkörperung des 'Jack Dawson' in "Titanic" in die Geschichte ein. 14 Jahre nach dem Riesenerfolg ist DiCaprio immer noch dick im Geschäft und macht nebenbei mit regelmäßig wechselnden Freundinnen auf sich aufmerksam. © dpa
50 Millionen US-Dollar - Die Liste von Johnny Depps Kinoerfolgen ist lang. "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Chocolat" und "Alice im Wunderland" sind nur einige Beispiele seiner steilen Karriere. Die Paraderolle des Sympathieträgers ist und bleibt jedoch 'Captain Jack Sparrow' in "Fluch der Karibik". © dpa
40 Millionen US-Dollar - Von Experten oft kritisiert, von seinen vielen Fans geliebt. Adam Sandler, der Inbegriff amüsanter Kinofilme, ist unter anderem bekannt aus "Meine erfundene Frau". Als Produzent ("Der Kaufhauscop" uvm.) schaffte er sich ein zweites Standbein. © dpa
36 Millionen US-Dollar - Der Schauspieler und Produzent feierte große Erfolge mit Filmen wie "Men in Black", "Hitch - Der Date Doktor" und "Sieben Leben". In letzter Zeit geriet Will Smith immer öfter in den Fokus der Kritiker, da er sich intensiv um die Karriere seiner minderjährigen Kinder kümmert. © dpa
35 Millionen US-Dollar - Tom Hanks gehört zu den profiliertesten Schauspielern Hollywoods. Er gewann zwei Oscars als bester Hauptdarsteller, unter anderem für seine Paraderolle in "Forrest Gump". Derzeit lockt das Multitalent als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller mit "Larry Crowne" seine Fans in die Kinos. © dpa
34 Millionen US-Dollar - Ben Stiller steht für Spaß, gute Laune und lustige Filme. Man kennt ihn aus Hits wie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich", "...und dann kam Polly" und "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert". Der Schauspieler arbeitet außerdem als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. © dpa
31 Millionen US-Dollar - Robert Downey jr. spielte in großen Filmen wie "Iron Man" und "Tropic Thunder" mit. Für die Verkörperung der Titelfigur in "Sherlock Holmes" wurde ihm der Golden Globe verliehen. Der Schauspieler machte in seiner Vergangenheit durch Drogenkonsum negative Schlagzeilen. © dpa
31 Millionen US-Dollar - Mit der Tragikomödie "Boogie Nights" schaffte der erfolgreiche Schauspieler seinen Durchbruch in Hollywood. Mark Wahlberg, unter anderem bekannt aus "Planet der Affen" und "The Happening", arbeitet auch als Produzent. © dpa
22 Millionen US-Dollar - Der legendäre 'Tim Taylor' aus "Hör mal, wer da hämmert". Stand-Up-Komiker Tim Allen profilierte sich außerdem in der Rolle des 'Santa Clause'. Als Hauptdarsteller in "Verrückte Weihnachten" ist er Teil eines Films, der inzwischen zu den Weihnachts-Klassikern gehört. © dpa
22 Millionen US-Dollar - Tom Cruise hat ein Gespür für erfolgreiche Filme. Seit der Geburt seiner Tochter Suri tritt der Star zwar kürzer, doch seine Filme schlagen nach wie vor ein wie eine Bombe. In "Mission: Impossible", "Vanilla Sky", "Knight and Day" uvm. stellte der Schauspieler sein Können unter Beweis. © dpa
20 Millionen US-Dollar - Jim Carrey gehört zweifellos zu den schrägsten Schauspielern Hollywoods. Der Komiker feierte große Erfolge als "Der Grinch" und in Filmen wie "Der Ja-Sager" und "Bruce Allmächtig". Carrey arbeitet außerdem als Synchronsprecher (u.a. "Horton hört ein Hu!"). © dpa
20 Millionen US-Dollar - Der Brite mit den stahlblauen Augen wurde im Jahr 2006 zum neuen 'James Bond' gekürt. Noch dieses Jahr wird Daniel Craig mit seinem neuen Film "Cowboys & Aliens" im Kino zu sehen sein. © dpa
20 Millionen US-Dollar - Als sexy Vampir 'Edward Cullen' in der "Twilight"-Saga schaffte Robert Pattinson den internationalen Durchbruch. Der Charakterdarsteller profilierte sich jüngst neben Hollywoodgröße Reese Witherspoon in dem Drama "Wasser für die Elefanten". © dpa
20 Millionen US-Dollar - Brad Pitt gehört zu den bekanntesten Schauspielern Hollywoods. Trotz Großfamilie ist der einstige 'Sexiest Man Alive' mit Filmen wie "Ocean's Eleven" und "Inglorious Basterds" dick im Geschäft. Der bekennende Veganer und Atheist wurde 2009 für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. © dpa
18 Millionen US-Dollar - Bereits seit 1988 ist Matt Damon im Filmgeschäft tätig. Man kennt ihn aus "Ocean's Eleven", "Das Bourne Ultimatum", "True Grit" uvm. In "Unzertrennlich" profilierte er sich 2003 im Breich der Komödien. © dpa

Costners Anwalt Wayne Lee sagte vor Gericht in New Orleans, der Schauspieler („Der mit dem Wolf tanzt“) werde nur aus einem Grund verklagt: „Er ist berühmt.“ Costner habe mit der Entscheidung Baldwins und Contogouris', ihre Anteile an OTS zu verkaufen, nichts zu tun gehabt. Der Schauspieler habe sich bei BP für das Räumgerät eingesetzt, weil er die Golfküste vor der Ölpest habe schützen wollen. „Keine gute Tat bleibt ungestraft“, sagte Lee in seinem Eröffnungsplädoyer.

Der Anwalt der Kläger, James Cobb, erklärte dagegen, seine Mandanten seien systematisch um mehrere Millionen betrogen worden. Baldwin („Flintstones in Viva Rock Vegas“) und Contogouris seien bewusst von einem Treffen zwischen Costner, Smith und BP-Manager Doug Suttles am 8. Juni 2010 ausgeschlossen worden, bei dem Suttles einer Anzahlung in Höhe von 18 Millionen Dollar für die Bestellung von 32 Geräten für einen Gesamtpreis von 52 Millionen Dollar zugestimmt habe.

Aussagen Costners und Baldwins erwartet

Seine Mandanten hätten nichts von dem Deal gewusst, als sie sich entschieden hätten, ihre Anteile von 38 Prozent an OTS für insgesamt 1,9 Millionen Dollar zu verkaufen. „Sie (Costner und Smith) haben die Tatsache verheimlicht, dass BP an dem Geschäft interessiert war“, sagte Cobb weiter. Beide hätten anschließend die Anzahlung von BP dafür verwendet, die Anteile von Baldwin und Contogouris zu kaufen: „Das hat das Ganze noch schlimmer gemacht“, erklärte der Anwalt. Er forderte Schadenersatz in Höhe von mehr als 21 Millionen Dollar.

Smith hingegen erklärte als erster Zeuge, Contogouris sei eng in die Verhandlungen mit BP eingebunden gewesen und hätte das Treffen am 8. Juni aus eigenem Verschulden versäumt. Smiths Anwalt Roy Cheatwood sagte, Baldwin und Contogouris hätten ihre Anteile verkauft, bevor BP dem Deal zugestimmt habe.

Es wurde erwartet, dass Costner und Baldwin im Laufe des Verfahrens persönlich aussagen werden. Bezirksrichter Martin Feldman kündigte an, er werde sich von der Berühmtheit Baldwins und Costners nicht beeinflussen lassen. „Prominenz hat keinen Platz im Gerichtssaal oder in den Angelegenheiten, die wir zu klären haben“, sagte er.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.