Film über Diktatur in Chile

Daniel Brühl dreht mit Emma Watson

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Daniel Brühl steht mit "Harry Potter"-Star Emma Watson vor der Kamera.

Berlin - Schauspieler Daniel Brühl steht zusammen mit seiner britischen Kollegin Emma Watson in einem Film über die Diktatur in Chile (1973-1990) vor der Kamera.

In dem Thriller "Colonia Dignidad" von Regisseur Florian Gallenberger spielt Brühl einen jungen Mann namens Daniel, der vom Geheimdienst Dina unter Diktator Augusto Pinochet verhaftet wird. Lena, Daniels von Emma Watson gespielte Verlobte, sucht ihn verzweifelt in allen Gefängnissen Chiles, bis sie ihn im Süden des Landes in der berüchtigten Colonia Dignidad findet. Trotz der Gefahren tritt sie in die Kolonie ein.

Gegründet wurde die historische Kolonie Anfang der 1960er Jahre in einer Bergregion in Südchile von dem nach dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland geflohenen früheren Wehrmachtsgefreiten Paul Schäfer mit 300 Getreuen. Der Ex-Sektenchef wurde wegen Mordes, sexuellen Missbrauchs und Folter zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt und starb im Alter von 88 Jahren 2010 im Gefängnis.

Nach Aussagen von Zeugen wurden während der Pinochet-Militärdiktatur politische Gefangene auf das weiträumige Gelände der Deutschen-Kolonie im Süden des Landes verschleppt und dort zu Tode gefoltert. Später hieß die Siedlung "Villa Bavaria". Auf dem über 13.000 Hektar großen Gelände lebten zeitweise hunderte deutsche Auswanderer und ihre Familienangehörigen.

Der Thriller "Colonia Dignidad" wird bis Ende des Jahres in München, Berlin sowie in Luxemburg und in Lateinamerika gedreht. Regisseur Gallenberger wurde 2001 für "Quiero ser" mit dem Oscar für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. Brühl erhielt in diesem Jahr für seine Rolle des früheren Formel-1-Rennfahrers Niki Lauda in dem Film "Rush" eine Golden-Globe-Nominierung. Watson wurde als Hermine in den "Harry Potter"-Filmen berühmt.

AFP

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