Zensur-Vorwürfe

Nobelpreisträger Dario Fo streitet mit Vatikan

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Der italienische Literaturnobelpreisträger zankt sich mit dem Vatikan.

Rom - Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo hat sich beim Vatikan über "Zensur" beklagt. Der Grund ist ein geplanter Auftritt in einer Konzerthalle, der dem Autor versagt bleiben soll.

Der Vatikan soll nach Angaben des italienischen Literaturnobelpreisträgers Dario Fo dessen geplante Aufführung in einer römischen Konzerthalle untersagt haben. In einem Offenen Brief, aus dem italienische Medien am Freitag zitierten, wirft Fo der vatikanischen Immobilienverwaltung (Apsa) vor, die für den 18. Januar vorgesehene Aufführung eines Theaterstücks im „Auditorium“ nicht erlaubt zu haben. Die Konzerthalle unweit des Petersplatzes befindet sich im Besitz der Apsa.

Die Nutzungsrechte liegen bei einer Agentur. Laut den Berichten ist die Genehmigung des Programms durch die Apsa in der Regel eine Formalie. Der 87 Jahre alte Literaturpreisträger von 1997 sprach von „Zensur“. Der Vatikan äußerte sich bislang nicht zu dem Vorwurf.

Aufgefürt werden sollte ein Theaterstück nach dem jüngst erschienen Buch „Auf der Flucht aus dem Senat“ von Fos im Mai verstorbener Frau Franca Rame. Darin beschreibt sie ihre Erfahrungen als Mitglied des italienischen Senats von 2006 bis 2008. Die Theatermacherin sorgte vor allem mit sozialkritischen und feministischen Themen für Aufsehen. Vor Jahren war ein antiklerikales Stück Fos im Auditorium unbeanstandet aufgeführt worden.

KNA

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