Happy Birthday, Tommy Hilfiger!

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Designer Thommy Hilfiger wird 60.

New York - Tommy Hilfiger kennt Sonnen- und Schattenseiten des amerikanischen Traums: Vom Tankstellenjob arbeitete er sich zum Designer hoch. Mit 18 das erste Geschäft, mit 25 erst einmal pleite.

Zupacken kann er. Das hat Tommy Hilfiger schon als Teenager bewiesen, als er sich mit dem Austragen von Zeitungen und einem Job an der Tankstelle Geld verdiente. Eigentlich sehr bodenständig, der gelebte amerikanische Traum. Ob dazu die Kneipenschlägerei mit Guns-N'-Roses-Sänger Axl Rose zu zählen ist, muss jeder selbst beurteilen. Immerhin ging es bei dem Handgemenge 2006 in New York um eine so brisante Sache wie einen weggeschobenen Drink.

Thomas Jacob Hilfiger wurde am 24. März 1951 in Elmira im Bundesstaat New York geboren. Er stammt aus kleinen Verhältnissen: die Mutter war Krankenschwester, der Vater Uhrmacher, Tommy das zweite von neun Kindern. Schon früh hatte er das Bedürfnis, mehr aus sich zu machen - am liebsten Mode. Sein erster Kontakt mit der Szene ist der Laden “People's Place“, den Hilfiger im Alter von 18 Jahren mit zwei Freunden in seiner Heimatstadt eröffnet. Wie er selbst in einem Interview sagte, sah man ihn dort mit langen Haaren und Schlaghosen. Raucherstäbchen und Jeans gehörten zum Inventar.

Durch die veränderten Kaufgewohnheiten - die Amerikaner kauften schon 1976 zunehmend in großen Einkaufszentren - geht “People's Place“ bankrott - da ist er gerade 25. Als ihm ein Job beim Designer Calvin Klein angeboten wird, befragt er eine Wahrsagerin. Er nimmt den Job nicht an, hält sich mit der Hilfe von Mohan Murjani, dem Lizenzinhaber für “Gloria Vanderbilt Jeans“, über Wasser und verlegt sich auf das entwerfen von Mode. 1984 gründet er die “Tommy Hilfiger Corporation“.

Dass er nicht in den Vietnamkrieg ziehen musste, bezeichnet Hilfiger in einem Interview als Losglück. In den USA wurde zu der Zeit noch ausgelost, wer zum Wehrdienst musste. Er wäre nicht zur Armee gegangen, er wäre eher nach Kanada geflüchtet, sagt er. Das scheint im Widerspruch zu dem patriotischen Image seiner Marke “Tommy Hilfiger“ zu stehen. Nicht jedoch für Hilfiger. Er verabscheue die Politik der USA und die Armut, die in dem Land herrsche, trotzdem könne man ein Patriot sein.

Die Farben Blau, Rot und Weiß seines Logos stammten aus nautischen Flaggen, nicht aus der amerikanischen Nationalfahne, sagt er in einem Interview. Wie bei vielen Dingen kann man auch hier nicht ganz entscheiden, ob das einfach eine glattgebügelte PR-Antwort ist, damit die Marke nicht zu platt patriotisch wirkt. Auf die Frage, wo seine Kleidung hergestellt wird, antwortet Hilfiger mit der Versicherung, dass überall auf der Welt, wo Hilfiger-Produkte hergestellt werden, seine sozialen, ethischen und finanziellen Standards eingehalten würden. Wie diese Standards aussehen, bleibt trotzdem im Dunkeln.

Sein Leben hat ihn weit weg von den Anfängen in Elmira geführt. Nun hat er ein Anwesen in der Karibik und wohnt im reichen Vorort Greenwich in Connecticut. Täglich lässt er sich von seinem Chauffeur nach Manhattan fahren. Mit seinem 60. Geburtstag werde wird er aber nicht aufhören, kreativ zu sein, sagte Hilfiger am Rande der Fashion Week im Februar: “Ich werde Urlaub machen - für zwei Wochen vielleicht.“

dpa

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