Deutsche bauen Baku-Arena fertig

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So sah die Arena am 19. April aus

Baku - Die neu gebaute Eurovisions-Arena in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku wird nach Angaben der deutschen Baufirma bis Mitte Mai komplett fertig sein.

Nach einer Bauzeit von etwa acht Monaten werde im Moment die Gebäudetechnik der Crystal Hall getestet und in Betrieb genommen, sagte der deutsche Projektleiter Günter Wieching von der Firma Alpine Bau Deutschland AG der Nachrichtenagentur dpa in Baku. Die technische Generalprobe sei am 15. Mai geplant; am 22. und 24. laufen die Halbfinals des diesjährigen Eurovision Song Contests, am 26. Mai ist das Finale.

Im Innern der überdachten Arena werden seit einigen Tagen auch die Scheinwerferanlagen und die Showtechnik installiert. Im Außenbereich dauern die Arbeiten an. An dem ovalen Rundbau für insgesamt 25 000 Zuschauer ist außen für einen Sonnen- und Wetterschutz eine Membranhülle samt 80 000 LED-Leuchten befestigt.

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Die Multifunktionsarena, die von außen wie ein Origami-Kunstwerk aussieht, werde nach der Installation der ESC-Bühne noch etwa rund 17 000 Zuschauerplätze haben, sagte Wieching. Der Münchner und seine Familie wollen sich das ESC-Finale mit dem deutschen Teilnehmer Roman Lob (21) und seiner Ballade “Standing Still“ dort anschauen. Die ESC-Show wird von der Kölner Firma Brainpool organisiert. Insgesamt nehmen am ESC 42 Länder teil, 26 von ihnen bestreiten das Finale.

Trotz einer Bauverzögerung durch einen Jahrhundertwinter in Aserbaidschan werde das Projekt rechtzeitig fertig, sagte Wieching. Zeitweilig hätten bis zu 1500 Arbeiter im Schichtbetrieb Tag und Nacht an der 25 Meter hohen Halle gearbeitet. Die Arena ist 160 Meter breit und 230 Meter lang.

Zu dem Bau der Halle hatte sich die autoritäre Führung in Baku entschieden, als die Kaukasusrepublik im Vorjahr mit ihrem Duo Ell & Nikki (“Running Scared“) den ESC in Düsseldorf gewonnen hatte. Das Gebäude liegt auf einer zuvor als Militärbasis genutzten Landzunge am Kaspischen Meer. Die noch dort vor Anker liegenden alten Kriegsschiffe sollen nach Angaben der aserbaidschanischen ESC-Organisatoren zum Wettbewerb nicht mehr zu sehen sein.

Offiziell macht die Ex-Sowjetrepublik keine Angaben zu den Ausgaben für den Bau, der dem Vernehmen nach einen dreistelligen Millionenbetrag verschlungen hat. Die Gesamtkosten für die ESC-Vorbereitung - einschließlich des Baus neuer Straßen und einer Uferpromenade zur Crystal Hall - schätzt das East-West Research Centre in Baku auf eine halbe Milliarde Euro. Experten beklagen, dass das korrupte Staatssystem generell keine Transparenz schaffe bei den öffentlichen Ausgaben.

Künftig soll die Arena für Sport- und Konzertereignisse genutzt werden und gilt auch als Teil der aserbaidschanischen Bewerbung für die Olympischen Spiele 2020.

dpa

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