Königin der Herzen im Kino

"Diana"-Filmpremiere in München

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Regisseur Oliver Hirschbiegel auf der Deutschlandpremiere seines Films "Diana" in München.

München - Oliver Hirschbiegels Film "Diana" über die britische Prinzessin hat am Dienstag seine Deutschlandpremiere gefeiert. Ob er hierzulande besser ankommt als in Großbritannien?

16 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana hat Oliver Hirschbiegel ihr Leben mit Naomi Watts verfilmt: Das Drama "Diana" erzählt von ihrer letzten Liebe und feierte am Dienstag seine Deutschlandpremiere.

Der Regisseur Oliver Hirschbiegel hat seine ganz eigene Erklärung dafür, warum Lady Dis Leben auch heute noch fasziniert: „Bei den Recherchen für meinen Film "Diana" habe ich erfahren, dass die Prinzessin von Wales ein sehr spiritueller Mensch war. Daher hatte sie diese besondere Ausstrahlung - so ähnlich wie Mahatma Gandhi“, sagte der Filmemacher („Der Untergang“) bei der Deutschlandpremiere des Kinofilms am Dienstagabend in München der Nachrichtenagentur dpa. Dieser Wirkung habe auch er sich nicht entziehen können.

Naomi Watts trug als "Diana" eine Nasenprothese

Ob etwas von Hirschbiegels Ergriffenheit auch auf die deutschen Kinozuschauer übergreift? Bei den Briten fiel der Film über die Prinzessin, die 1997 bei einem Autounfall tötlich verunglückte, jedenfalls durch: "Grauenvoll", urteilte die Presse im Mutterland über das Drama mit Naomi Watts in der Hauptrolle. Die britisch-australische Schauspielerin ("The Ring") hatte einiges an Kritik einstecken müssen, weil sie Diana kaum ähnlich sieht und in dem Film eine Nasenprothese tragen musste. Auf die Frage, ob sie Angst habe, dass der Film Dianas Söhne William und Harry verletzen könnte, sagte sie: "Hoffentlich finden sie, wenn sie ihn sehen, dass wir ihn auf respektvolle Weise gemacht haben."

Ex-Geliebter Hasnat Khan: Film "komplett falsch"

Das britische Königshaus hat den Film weitgehend ignoriert - wohl auch darum, weil er mit den Geschehnissen in ihrem Leben recht frei umgeht: In dem auf dem Buch "Diana: Her Last Love" aus dem Jahr 2001 basierenden Film wird unterstellt, dass Dianas eigentliche große Liebe der pakistanische Chirurg Hasnat Khan (gespielt von Naveen Andrews) war. Mit Dodi Fayed habe sie nur angebändelt, um Khan eifersüchtig zu machen. Khan, der bis heute in Großbritannien arbeitet, hat den Film als "komplett falsch" kritisiert und gesagt, er werde ihn nicht anschauen. Er hat nie über seine Beziehung zu Diana gesprochen, weshalb die Szenen mit ihm im Film frei erfunden sind.

"Diana": Szenen aus dem Film

Mit "Diana" hat der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel das Leben der britischen Prinzessin Diana auf der Basis einer Biographie verfilmt. © dpa
In der Hauptrolle: Die britisch-australische Schauspielerin Naomi Watts, hier auf der Weltpremiere des Films in London. © dpa
Prinzessin Diana, geboren als Lady Diana Spencer, war zu Lebzeiten eine Medienikone und zeitweise die meistfotografierte Frau der Welt. © Concorde Filmverleih via dpa
Nach der Trennung von Prinz Charles ließ sich Diana auf mehrere Affären ein, unter anderem mit dem pakistanischen Chirurg Hasnat Khan (gespielt von Naveen Andrews). © Concorde Filmverleih via dpa
Wohin sie sich auch wandte, die Medien ließen nicht von Diana ab und sollen sie schließlich in den Tod getrieben haben: 1997 starb sie nach einer Verfolgungsjagd mit Paparazzi bei einem Autounfall in einem Pariser Tunnel. © Concorde Filmverleih via dpa
Die Briten waren von Naomi Watts' Darstellung nicht begeistert: Da sie der "Königin der Herzen" im Grunde kaum ähnlich sieht, musste sie für ihre Rolle eine Nasenprothese tragen. © dpa
Wohin sie sich auch wandte, die Medien ließen nicht von Diana ab und sollen sie schließlich in den Tod getrieben haben: 1997 starb sie nach einer Verfolgungsjagd mit Paparazzi bei einem Autounfall in einem Pariser Tunnel. © Concorde Filmverleih via dpa

„Diana“ mit Naomi Watts in der Titelrolle startet am 9. Januar in den deutschen Kinos.

dpa/afp

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