Wirbel um falsches Kennzeichen

Mega-Rechtsstreit um Deutschrapper: Shindy soll 175.000 Euro Strafe zahlen

Riesen-Aufregung um Deutschrapper Shindy. Mal wieder polarisiert sein Song „Affalterbach“ - so sehr, dass ein Rechtsstreit mitsamt saftiger Strafe ansteht.

  • Deutschrapper Shindy: Falsches Kennzeichen = 175.000 Euro Strafe?
  • Aufregung um „Affalterbach“: Rechtsstreit um Gold-Song.
  • Beef mit Hamburgerin* Shirin David: Shindy beleidigt Rapperin.

Bietigheim-Bissingen - Deutschrapper Shindy ist wirklich nicht zu beneiden. Natürlich nicht um seinen Erfolg und Reichtum, sondern um die Streitigkeiten, die sein Song „Affalterbach" immer wieder mit sich zieht. Es bahnt sich ein Rechtsstreit an, infolgedessen eine happige Geldstrafe von 175.000 Euro droht.

Deutschrapper Shindy: Falsches Kennzeichen führt zu Rechtsstreit

„Affalterbach“, eine der Singles seines 2019 veröffentlichten Albums „Drama", bereitet Shindy erneut Ärger. Zwar stellt dieser Song von Michael Schindler, wie der 31-Jährige mit bürgerlichem Namen heißt, dessen meistgehörten Song dar und wurde bereits mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Doch gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Und diese hat es in sich.

Künstler:Shindy
Geburtsdatum/-ort:7. September 1988, Bietigheim-Bissingen
Bürgerlicher Name:Michael Schindler
Ausbildung:Universität Hohenheim (ein Semester BWL)
(Ehemalige) Plattenfirmen:Friends with Money, Ersguterjunge
Bekannte Songs:Affalterbach, What´s Luv, Babyblau, Babygirl etc.

Streitpunkt ist das Musikvideo zu „Affalterbach“, das nun dafür sorgen könnte, dass der Deutschrapper tief in die Brieftasche greifen muss. Denn das Amtsgericht Stuttgart stellt Schindler einen Strafbefehl über 175.000 Euro aus. Der Grund: in der visuellen Umsetzung des „Drama-“Tracks soll Shindy mit einem falschen Kennzeichen herumgefahren sein.

„Affalterbach“ polarisiert: Vorwurf des Kennzeichensmissbrauchs

Eine vermeintliche Bagatelle, die sich jedoch größer als zunächst angenommen darstellt. In einigen Szenen des „Affalterbach“-Musikvideos ist das Kennzeichen „DAD DY 1“ zu sehen, das einem Maybach S650 Cabrio anhaftet. Hierbei handelt es sich aber nicht um ein echtes Kennzeichen und eine entsprechende Sondergenehmigung wurde auch nicht eingeholt.

Deswegen läuft nun ein Verfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs gegen den ehemaligen Bushido-Kumpel an. Doch Shindy hat bereits reagiert und Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Auch war er schon von Gericht, um seinen Standpunkt zu vertreten.

Schindlers Auflistungen: Künstlerische Zwecke versus Strafbarkeit

Ein finales Urteil steht noch aus, jedoch hat Schindlers Anwalt die Sachlage gegenüber der „Bild“-Zeitung geschildert. Er verweist natürlich darauf, dass sein Mandant unschuldig sei. „Mein Mandant hat sich nicht strafbar gemacht. Es fehlte an der für den Kennzeichenmissbrauch notwendigen rechtswidrigen Absicht. Es gab eine Drehgenehmigung der Stadt“, heißt es vonseiten des Anwalts.

Der Auslöser der Rechtsstreits um Deutschrapper Shindy, der Maybach S650 Cabrio aus dem „Affalterbach“-Video. (Screenshot)

„Außerdem hat er das Video mit dem für jeden sichtbaren DAD-DY 1 Kennzeichen veröffentlicht und es wurde bereits über 23 Mio. auf Youtube angeschaut [...] Mein Mandant wollte mit dem Kennzeichen sicherlich nichts verschleiern. Es diente allein künstlerischen Zwecken“, wird die vermeintliche Intention Shindys klar benannt.

Zudem sei der Wagen nicht wirklich gefahren, sondern mittels eines Anhängers bewegt worden. Es seien nur einige wenige Fahraufnahmen gedreht worden und die Produktionsfirma des Videos sei zudem für Dreh- und Kennzeichen-Genehmigungen zuständig gewesen. Dementsprechend ging Schindler davon aus, dass alles im rechtlich erlaubten Rahmen stattfindet.

Beef mit Shirin David: Hamburgerin sperrt Shindy-Song

Nun gilt es abzuwarten, wie das Gericht entscheidet. Fest steht jedoch bereits, dass „Affalterbach“ Shindy mehr Ärger bereitet, als es der Deutschrapper und die Produzenten OZ und Nico Chiara wohl je angenommen hätten. Bereits 2019 gab es eine große Aufregung um den Song, der in seiner ursprünglichen Version ein Feature von Shirin David* enthielt.

Die Hamburger Rapperin war die einstige Hooksängerin, gab jedoch nie die Erlaubnis, die aufgenommenen Zeilen zu veröffentlichen. Da sich Shindy und Shirin David zudem nicht auf die Gestaltung des Musikvideos einigen konnten, ließ die 25-Jährige den Song sperren.

Deutschrapperin im Mittelpunkt: Beleidigt von Shindy, gedisst wegen Hafti-Feature

Doch damit nicht genug. Shirin David erklärte auf ihrem Instagram-Kanal ihre Sichtweise und gab zum Besten, dass Shindy sie herablassend behandelt habe. „Alles klar Beyoncé, bleib besser zu Hause du Spinnerin“, soll nur einer der Sprüchen gewesen sein, den Shindy an die Hamburgerin richtete.

Auch Shindy wurde aktiv und machte sich in der „Late Night Berlin“-Show von TV-Star Klaas Heufer-Umlauf* über die Verkaufszahlen der Rapperin lustig. Ebenso sah sich Shirin David zuletzt einem massiven Social Media-Shitstorm ausgesetz. Auslöser war die Bekanntgabe ihre Zusammenarbeit mit Gangster-Rapper Haftbefehl, wie „nordbuzz" zu berichten weiß.*

Quelle: 24hamburg.de-DeutschRap

* nordbuzz.de und 24hamburg.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktions-Netzwerkes.

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