Diese Spinne heißt Loriot

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Loriot

Frankfurt/Main - Sie ist nur zwei Millimeter groß, hat aber hoffentlich jede Menge Humor: Eine winzige Spinne aus Asien trägt künftig den Namen des Humoristen Loriot.

Eine winzige Spinne aus Asien trägt künftig den Fachnamen Otacilia loriot. Nur zwei Millimeter groß ist der Achtbeiner, den der Senckenberg-Spinnenforscher Peter Jäger in Laos entdeckte und nach dem deutschen Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot (1923-2011) benannte. „Sie ist so unauffällig wie das, was Loriot in seinen Sketchen beschrieben hat“, sagte Jäger am Mittwoch in Frankfurt.

Er sei ein großer Bewunderer von Loriot, der immer das Komische im normalen, alltäglichen Leben gesucht habe, wird Jäger in einer Mitteilung des Senckenberg Forschungsinstituts in Frankfurt zitiert. „Da fand ich es passend, eine Spinne nach ihm zu benennen, die auf dem ersten Blick keine Besonderheiten zeigt.“

Bei der Expedition wurden insgesamt sieben neue Spinnenarten entdeckt. Die Ergebnisse sind im Fachblatt „Beiträge zur Araneologie“ veröffentlicht. „Die Spinnen der Gattung Otacilia haben keine Nudeln im Gesicht, ähneln weder einem Mops noch einer Steinlaus und sind überhaupt eher unscheinbare Tiere“, heißt es in der Senckenberg-Mitteilung. Die Steinlaus (Petrophaga lorioti) ist ein von Loriot ersonnenes Tier, dem das medizinische Wörterbuch Pschyrembel einen Eintrag widmete.

Vielleicht sei er schon seit seiner Geburt für Humor besonders empfänglich, wird Jäger zitiert. Er sei am Rosenmontag 1968 geboren. Die Familie Loriots habe seinen Plan, eine Spinne nach ihm zu benennen, erfreut aufgenommen: „Meinen Vater hätte diese Ehrung sicher gut gefallen“, habe Susanne von Bülow gesagt.

dpa

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