Til Schweiger lallt bei Preisverleihung

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Til Schweiger bei der Verleihung des Entertainmentpreises "Diva" in München.

München - Die Verleihung des Entertainment Preises „Diva“ in München hatte einiges zu bieten: Beste Freunde, einen weinenden Elyas M'Barek und einen angetrunkenen Til Schweiger.

Der Sommer hat schon seine Vorteile: Die Damen können knapp bekleidet umherlaufen, ohne zu frieren - und sollte es gar zu warm werden, wird einfach das Verdeck aufgemacht. Das dachten sich wohl auch die Veranstalter des Deutschen Entertainment Preises „Diva“. Sie verlagerten die Gala in München nämlich in diesem Jahr aus dem kalten Januar in den Juni. Die weiblichen Stars und Sternchen auf dem roten Teppich dankten es am Dienstagabend mit Schulterfreiheit und großzügigen Dekolletés - allen voran Joschka Fischers Frau, die Filmproduzentin Minu Barati, mit dem vielleicht gewagtesten Ausschnitt des Abends.

Damit es bei diesen Anblicken nicht zu heiß wurde, schüttelte die Constantin Entertainment, die die Gala erstmals ausrichtete, noch eine Überraschung aus dem Ärmel: Die „Diva“ präsentierte sich in diesem Jahr „oben ohne“. Pünktlich zu Beginn der Veranstaltung öffnete sich das Dach des Festsaals im Bayerischen Hof und die Gäste - darunter Iris Berben, Ralph Siegel und Verona Pooth - konnten unter freiem Himmel Champagner trinken und den Preisträgern zujubeln.

Nacht der "Diva": Bilder vom roten Teppich

Til Schweiger posiert neben Iris Berben mit seiner "Diva". © dapd
Til Schweiger. © dapd
Der britische Musiker Marlon Roudette freut sich über die Auszeichnung als '"Talent of the Year". © dapd
Marlon Roudette freut sich. © dapd
Sie haben den Publikumspreis für den erfolgreichsten Preis erhalten: Philippe Pozzo di Borgo (vorne), Abdel Yasmin Sellou (r.) und der franzoesische Regisseur Eric Toledano sind für den Film "Ziemlich beste Freunde" ausgezeichnet worden. © dapd
Philippe Pozzo di Borgo (vorne), Abdel Yasmin Sellou (r.) und der franzoesische Regisseur Eric Toledano mit ihren "Diven" auf dem roten Teppich. © dapd
"Music Artist of the Year": Der irische Musiker Rea Garvey freut sich über seine Ausziechnung mit Sängerin Maite Kelly. © dapd
Maria Furtwängler spielt mit ihrer "Diva". © dapd
Die Schauspielerin Maria Furtwängler (r.), der Regisseur Nico Hofmann und Heike Hempel, Leiterin der Hauptredaktion Unterhaltung-Wort des ZDF, freuen sich über die Auszeichnung für den erfolgreichsten TV-Film "Schicksalsjahre" aus dem Jahr 2011. © dapd
Der Regisseur Dominik Graf und die Produzentinnen Dagmar Rosenbauer (r.) und Gloria Burkert haben eine "Diva" für den besten Film "Das unsichtbare Maedchen" bekommen. © dapd
Ausgezeichnet als beste Schauspielerin: Barbara Auer. © dapd
Die Auszeichnung als bester Schauspieler bekam Elyas M'Barek von seinem Bruder Joseph M'Barek - der ebenfalls Schauspieler ist - überreicht. © dapd
Die Schauspieler Barbara Auer und Herbert Knaup gingen gemeinsam über den roten Teppich. © dapd
Der ehemalige Skispringer Sven Hannawald und seine Freundin Alena Gerber amüsierten sich auf dem roten Teppich. © dapd
Verena Kerth kam in Begleitung ihres Lebensgefährten Martin Krug. © dapd
Til Schweiger schwärmte bei seiner Dankesrede von seiner Freundin Svenja Holtmann. © dapd
Sie lief auch über den roten Teppich: Verona Pooth. © dapd
Maria Furtwängler bezauberte auf dem roten Teppich mit ihrer langen Robe. © dapd
Im Blitzlichtgewitter der Fotografen: Iris Berben. © dapd
Minu Barati-Fischer - Produzentin und Ehefrau von Ex-Außenminister Joschka Fischer - war ebenfalls bei der Preisverleihung dabei. © dpa
Der Moderator Alexander-Klaus Stecher und seine Frau Judith Williams. © dpa
Im sommerlichen Abend-Dress: Moderatorin Andrea Kaiser. © dpa
Lady in green: Moderatorin Alexandra Polzin. © dpa

Das waren Schauspieler Elyas M'Barek aus „Türkisch für Anfänger“ (Spitzname: „Schmelzi“), der den Preis von seinem Bruder Joseph überreicht bekam und dabei ein, zwei Tränchen verdrückte. Barbara Auer, die von Laudator Herbert Knaup als „präsent aber nie laut“, geehrt wurde, und die „eierlegende Filmmilchsau“ (O-Ton Iris Berben) Til Schweiger, der den Ehrenpreis abstaubte und in die „Hall of Fame“ der „Diva“ einziehen durfte. Bei seiner Dankesrede schweifte der zukünftige „Tatort“-Kommissar zwar etwas ab und erzählte von der Tapferkeit der Soldaten in Afghanistan und seiner Liebe zu Freundin Svenja. Die Erklärung für seinen Auftritt lieferte er aber gleich dazu: „Ich hab nichts vorbereitet, hab' schon was getrunken.“

Etwas ernster ging es bei der Ehrung des besten Filmes zu: „Das unsichtbare Mädchen“ von Regisseur Dominik Graf über den Vermisstenfall Peggy. „Er nimmt einen an die Hand und geht mit einem in den Abgrund runter - bis es zappenduster ist“, sagte Laudatorin Jeanette Hain über Graf. Schauspieler und Filmemacher brachten es zur „Diva“, auch einige Musiker.

Der „Music Artist of the Year“ wurde der irische Reamonn-Sänger und „The Voice“-Juror Rea Garvey. „You're just un-fucking-fassbar“ sagte seine Landsfrau Maite Kelly. Auch Adele wurde ausgezeichnet - in der Publikums-Kategorie „Erfolgreichstes Album“ für „21“. Sie war aber nicht da und schickte nur eine Video-Dankesbotschaft. Der dritte ausgezeichnete Musiker war der Brite Alan Parsons, der den Preis für sein Lebenswerk bekam. Als Talent des Jahres wurde der Brite Marlon Roudette („New Age“) ausgezeichnet.

Der Publikumspreis für den besten Fernsehfilm ging an Maria Furtwängler und Nico Hofmann für „Schicksalsjahre“, der für den besten Kinofilm an die französische Komödie „Ziemlich beste Freunde“. Éric Toledano, einer der beiden Regisseure, nahm den Preis entgegen. Zwei Sondertrophäen bekamen dabei Philippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou, auf deren Freundschaftsgeschichte der Film beruht.

Der Deutsche Entertainment Preis „Diva“ wurde in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen. Die Gala stand wieder unter der Schirmherrschaft von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Er wurde allerdings vertreten vom Leiter der Staatskanzlei, Thomas Kreuzer (CSU). Er würdigte die die „echten ziemlich besten Freunde“ Pozzo di Borgo und seinen Freund Sellou aus dem Pariser Vorstadtgürtel Banlieue .

dpa

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