Kokain: Polizei ermittelt gegen Menowin

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Menowin Fröhlich

Düsseldorf - Neuer Drogen-Skandal bei DSDS? Laut "Express" ermittelt die Polizei gegen Menowin Fröhlich wegen Kokain-Besitzes. Ist das Finale am morgigen Samstag nun in Gefahr?

Der RTL-Castingshow “Deutschland sucht den Superstar“ droht ein neuer Drogen-Skandal. Einem Bericht des “Express“ zufolge ermittelt die Polizei im Rhein-Erft-Kreis seit dem 25. März gegen den Finalisten der Sendung, Menowin Fröhlich. In einer der Zeitung vorliegenden Anzeige soll er des Besitzes, des Konsums und des Handels mit Kokain beschuldigt werden.

Alle DSDS-Sieger: Das ist aus ihnen geworden

Alexander Klaws (26) war der Sieger der ersten Staffel 2003. Heute steht er der Casting-Show kritisch gegenüber: "Damals hatte ich wirklich das Gefühl, dass es um Musik geht, jetzt wird immer stärker auf Entertainment gesetzt. Ich finde es bedenklich, wie die Leute durch den Kakao gezogen werden". Klaws war seit 2008 in der SAT.1-Telenovela "Anna und die Liebe" zu sehen. Ende März 2010 kehrte er dem TV den Rücken - und steht ab Juni in Hamburg auf der Bühne: In Phil Collins Musical "Tarzan" schwingt er sich als Tarzan im Lendenschurz von Liane zu Liane. © dpa
Daniel Küblböck wurde bei der ersten Staffel nur Dritter. Er lebt in Wiesbaden, wo er seine eigene Firma "Positive Energie GmbH" leitet. Die produziert Jazzmusik und die Show "Küblböcks Talk Night", die vier Mal jährlich stattfindet. 2003 erschien seine Autobiographie "Ich lebe meine Töne". 2004 landete der 24-jährige Bayer vor dem Richter: Damals hatte er noch keinen Führerschein, fuhr trotzdem - und prallte prompt mit einem Gurkenlaster zusammen. Er wurde schwer verletzt und zu 25.000 Euro Geldstrafe plus Sozialstunden verurteilt. © dpa
Rockröhre Elli Erl war bei der zweiten Staffel im Jahr 2004 dabei, in der Hoffnung, Kontakte in die Musikbranche zu knüpfen. Sie siegte - und bekam den Platten- und Managementvertrag. Allerdings redete Dieter Bohlen der lesbischen 30-Jährigen in ihre Musik hinein, weshalb sie 2008 ihr eigenes Musiklabel "1773 Records" gründete.  Hier erschien vergangenes Jahr ihr Album "Human", das sie in den USA aufgenommen hatte. Die gebürtige Straubingerin gibt heuer vier Konzerte in Deutschland, unter anderem beim Rostocker Christopher Street Day im Juli. © dpa
Der studierte Kommunikationswissenschaftler Tobias Regner gewann 2006 die dritte Staffel - und landete mit seiner Debütsingle "I still burn" prompt auf Platz 1 der deutschen, österreichischen und schweizerischen Charts. 2007 war der 27-Jährige für den Echo nominiert: Als bester nationaler Künstler und als bester Newcomer. Jetzt geht auch er eigene Wege: Heuer soll das erste Album seiner eigenen Band "RegneR" erscheinen. © dpa
Mark Medlock, Gewinner der vierten Staffel im Jahr 2007, lebt mit seinen drei Katzen in Berlin. Der bei Sony BMG unter Vertrag stehende Künstler verkaufte bis März 2010 rund 2, 5 Millionen CDs, erhielt elf Gold- und vier Platin-Auszeichnungen. Im Mai erscheint sein Album "Rainbows End". © dpa
Vor seiner Teilnahme an der fünften Staffel 2008 war der gebürtige Pole Thomas Godoj arbeitslos - jetzt ist er bei Sony BMG unter Vertrag. Unmittelbar nach seinem Sieg bei DSDS erhielt der 31-Jährige die Goldene Schallplatte für 150.000 verkaufte Singles in Deutschland. Er gibt Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz - zuletzt Ende Januar in seiner Heimatstadt Recklinghausen, wo er zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti spielte. 2009 gebar ihm seine Lebensgefährtin Jennifer (auf dem Bild noch schwanger) eine Tochter. © dpa
Bis September 2009 stand Daniel Schuhmacher, Gewinner der sechsten Staffel, unter den Fittichen Dieter Bohlens. Dann trennte sich Bohlen von dem 22-Jährigen: "Jetzt muss er sich alleine durchsetzen. Von so einem Start, wie ich ihm ermöglicht habe, träumen andere Musiker doch", sagte Bohlen, der meint, Schuhmacher fehle der "Killerinstinkt", der für die Musikbranche nötig ist. Man wird sehen. Immerhin ist der gebürtige Baden-Württemberger noch neu im Geschäft. © dpa
Am Samstag wird sich herausstellen, wer gewinnt: Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich stehen im Finale der aktuellen Staffel. © dpa

Ein Polizeisprecher bestätigte auf DAPD-Nachfrage, dass eine Anzeige gegen Fröhlich vorliege. Zum Inhalt wollte er am Freitag jedoch keine Angaben machen. Eine RTL-Sprecherin sagte, man habe keinerlei Erkenntnis von einem Ermittlungsverfahren gegen Menowin. “Solange wir nichts Genaues wissen, gilt für uns erst einmal die Unschuldsvermutung“, betonte sie.

Wie RTL- Sprecherin Anke Eickmeyer am Abend gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärte, habe Menowin Fröhlich schon mehrmals gesagt, dass er mit Drogen nichts am Hut habe. Anonym anzeigen könne man erst mal jeden, das allein beweise noch gar nichts, betonte Eickmeyer.

Das für den (morgigen) Samstag geplante DSDS-Finale gegen Mehrzad Marashi solle wie vorgesehen stattfinden. Die zuständige Staatsanwaltschaft Köln war für eine Stellungnahme am Freitag nicht mehr zu erreichen.

Erinnerungen an den Fall Orosz

Erst Ende März hatte RTL den Kandidaten Helmut Orosz wegen Drogenkonsums aus dem Wettbewerb geworfen. Die “Bild“ hatte zuvor von einem Video berichtet, das Orosz und einen Freund dabei zeigte, wie sie eine große Menge Kokain für den Konsum vorbereiteten.

Der 30-Jährige hatte seinen Drogenkonsum schließlich auch gegenüber dem Sender eingeräumt. RTL begründete den Rausschmiss Orosz' damals mit den Worten, man toleriere keinen Drogenkonsum bei Kandidaten von DSDS. Diese sollten sich im Rahmen des Wettbewerbs vorbildlich verhalten.

dapd/dpa

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