Entertainer schlägt Diebe in die Flucht

Einbruch bei Udo Jürgens

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Udo Jürgens wurde Opfer eines Einbruchs.

Zürich - Die Gangster waren noch da, als Udo Jürgens nach Hause kam. Sie flohen mit seiner wertvollen Uhrensammlung. Nun hofft der Star, das wichtigste Stück zurückzubekommen: die Taschenuhr seines Opas.

Schock für Udo Jürgens: Einbrecher haben aus der Schweizer Villa des 77-jährigen Entertainers eine wertvolle Uhrensammlung gestohlen. Fast wäre er den Gangstern noch begegnet. Die Täter ließen auch die goldene Taschenuhr von Jürgens' Großvaters mitgehen, wie der Sprecher des Sängers, Thomas Weber, am Montag mitteilte. Der aus Österreich stammende Musiker sprach von einem „unersetzbaren emotionalen Wert“.

Die Einbrecher schlugen laut Weber bereits am Dienstag vergangener Woche im Haus des Musikers in Zumikon zu, knapp zehn Kilometer südlich von Zürich. „Die Täter nutzten seine Abwesenheit, um in das obere Stockwerk einzudringen, wo sie den Tresor aus der Wand rissen und aufbrachen“, sagte Weber.

Jürgens sei von einem Abendessen mit dem Schweizer Pepe Lienhard und anderen Freunden in sein Haus zurückgekehrt, als sie den Einbruch bemerkten. Jürgens: „Der Gedanke, dass die Täter in meine Privatsphäre eingedrungen sind und sich bei meiner Rückkehr noch im Haus befanden, schockt mich zutiefst.“

Schlimmster Verlust: Großvaters Taschenuhr

Die Uhrensammlung habe ihm stets sehr viel bedeutet, erklärte der Schöpfer von Evergreens wie „Aber bitte mit Sahne“, „Griechischer Wein“ und „Ein ehrenwertes Haus“. Seit Jahrzehnten habe er sich nach jeder großen Konzerttournee eine besondere Uhr zum Geschenk gemacht. Viel schlimmer als der materielle Verlust sei der emotionale, denn mit jeder der Uhren verbänden sich Erinnerungen.

„Das Allerschlimmste aber ist, dass auch die Taschenuhr meines Großvaters gestohlen wurde, die für mich und meine Familie eine unschätzbare Bedeutung hat und die auch in meinem Buch und Film "Der Mann mit dem Fagott" eine wichtige Rolle spielt.“ Diese etwa 150 Jahre alte Uhr habe in seiner Familie zwei Weltkriege überstanden und sie habe das Leben seines Großvaters gerettet.

Es wäre für ihn „das größte Glück, wenn sie irgendwann zu mir zurückfinden würde“. Den Verlust der großväterlichen Taschenuhr würden seine Kinder und er „nie verschmerzen können“. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen wolle Jürgens nicht, dass weitere Einzelheiten über den Einbruch und die Beute bekannt gegeben werden, erklärte sein Sprecher. Auch die Polizei machte zunächst keine weiteren Angaben.

dpa

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