Kaum noch Auftritte, Geldsorgen

Deutsches Fernsehballett vor dem Aus

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Tänzerinnen des MDR-Fernsehballetts (Archivfoto).

Berlin - Das Deutsche Fernsehballett steht laut Geschäftsführer Peter Wolf vor dem Ende: Für das neue Jahr habe der MDR zu wenige  Auftritte arrangiert. Der Sender ist "irritiert".

Das Deutsche Fernsehballett steht vor dem Aus. Der Betrieb des Ensembles werde spätestens im März 2014 eingestellt, sagte der Geschäftsführer des Balletts, Peter Wolf, am Sonntag und bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ (Montag). Als Grund nannte Wolf, dass das Ballett in immer weniger Fernsehsendungen auftrete. Zudem habe der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) bestehende Zusagen für Aufträge im Jahr 2014 nicht eingehalten.

„Statt wie vereinbart 24 Auftritte wurden uns für das nächste Jahr schließlich nur sieben angeboten“, sagte Wolf. „So lässt sich das Ensemble nicht finanzieren. Das ist das Todesurteil für das Deutsche Fernsehballett.“ Der MDR sagte dem „Spiegel“, es habe keine Zusagen für 2014 gegeben. Ein Sprecher war am Sonntag nicht zu erreichen.

Der MDR zeigte sich am Sonntag irritiert über Wolfs Aussagen. „Die Kritik ist nicht angebracht“, sagte Sprecher Walter Kehr. „Wir haben alle Verträge mit Herrn Wolf eingehalten.“ Dass Wolf mündliche Zusagen für Auftritte im Jahr 2014 erhalten habe, könne er nicht bestätigen.

Das Deutsche Fernsehballett hat besonders in Ostdeutschland eine lange Tradition. 1962 wurde es in der DDR gegründet und hatte zahlreiche Auftritte im Deutschen Fernsehfunk. Nach der Wiedervereinigung ging das Ballett in einer Gesellschaft des MDR auf, wo das Ensemble bis heute Auftritte hat. 2012 kaufte der Künstlermanager und TV-Produzent Peter Wolf das Fernsehballett.

dpa

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