Zu viel Erfolg: Unheilig-Sänger war "echt fertig"

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"Der Graf" fährt nach Auftritten fast immer nach Hause - selbst wenn es 600 Kilometer sind.

Hamburg - Zu viel Erfolg kann einen kaputt machen. Die Diagnose lautet dann oft Burn-out. Der Sänger der Band Unheilig, Bernd Graf, war laut eigener Aussage kurz davor.

Der Erfolg seiner Gruppe Unheilig hat dem Sänger Bernd Graf alias „Der Graf“ anfangs schwer zu schaffen gemacht. „2010 war das ereignisreichste Jahr meines Lebens. Alles stürzte auf mich ein“, sagte er dem Stadtmagazin Prinz laut einem Vorabbericht. „Jeder hat an mir gezerrt und wollte etwas von mir haben. Ich war zweimal an dem Punkt, an dem ich echt fertig war.“

Erschöpfte Promis: Sie litten unter Burnout

Pop-Sängerin Mariah Carey ließ sich im Sommer 2001 in eine Klinik einweisen. Der Grund: Bodenlose Erschöpfung. © dpa
Bruce Darnell hat viele schöne Momente erlebt - hier ist er bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" 2010 für die Casting-Show "Das Supertalent" zu sehen. Aber auch Darnell hat unter Erschöpfungszuständen gelitten. © dpa
Burnout-Syndrom
Ralf Rangnick leidet unter einem Erschöpfungssyndrom. © dpa
Die Schlagersängerin Michelle, Ex-Freundin von Matthias Reim, litt unter Burnout. © dpa
Die Professorin Miriam Meckel (rechts), hier mir ihrer Lebensgefährtin Anne Will, hat ein Buch über ihr Burnout-Leiden geschrieben. © dpa
Auch der Schweizer Pop-Star Patrick Nuo litt an der Erkrankung. "Ich fühlte mich ausgebrannt und kam an einen Punkt, an dem ich körperlich und geistig an meine Grenzen stieß", sagte er einmal über die Zeit. © dpa
TV-Coach Tim Mälzer konnte nach eigenen Angaben einen Burnout durch einen Coach noch verhindern. © dpa
Die Popband Rosenstolz sagte 2009 viele Termine ab, weil ihr Sänger und Komponist Peter Plate am Burnout-Syndrom erkrankt war. © dpa
Sebastian Deisler: Nach einem Klinikaufenthalt im Herbst 2003 hieß es über den Profi-Fußballer, er sei depressiv und ausgebrannt. 2007 beendete er seine Karriere. © dpa
Sven Hannawald hat das Ende seiner Skisprung-Karriere öffentlich mit einem Burnout-Syndrom begründet. © dpa

Kraft tankt der Musiker bei seiner Familie und geht daher nach Auftritten so gut wie nie auf Partys. „Und wenn doch, trinke ich immer nur Mineralwasser“, sagte Graf. „Weil ich - selbst wenn es 600 Kilometer sind - noch nach Hause fahre, um dort jede freie Minute mit der Familie verbringen zu können.“

dapd

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