Apple prüft Sicherheit nach Hacker-Attacke

FBI ermittelt nach Nacktfoto-Diebstahl

Jennifer Lawrence

Cupertino. Im Fall der online verbreiteten Nacktfotos von 100 weiblichen US-Stars wie Schauspielerin Jennifer Lawrence (24) fahndet jetzt das FBI nach den Tätern. Die Behörde äußere sich zwar grundsätzlich nicht zu laufenden Ermittlungen, in diesem Fall seien diese aber mit Blick auf das öffentliche Interesse bestätigt worden.

Das sagte eine Sprecherin dem Finanzdienst Bloomberg am Montag.

Apple prüft zudem Spekulationen über eine Hacker-Attacke auf seinen Online-Speicherdienst iCloud als Quelle für die Fotos. „Wir nehmen die Privatsphäre der Nutzer sehr ernst und untersuchen aktiv diesen Bericht“, sagte eine Apple-Sprecherin dem Technologieblog „Recode“.

So sichern Sie Ihre Fotos am besten

Bei Daten, die auf Online-Portalen wie iCloud oder Dropbox gespeichert werden, besteht das Risiko, dass sich andere Internetnutzer Zugang verschaffen können. Wer private Fotos online speichert, sollte sich daher genau überlegen, wo und wie er Bilder sichert. Unsere Tipps:

• Speichern Sie keine allzu persönlichen Daten in Cloud-Diensten.

• Verwenden Sie sichere Passwörter (Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen).

• Verwenden Sie Cloud-Dienste, die Ihre Daten vor dem Hochladen bereits auf Ihrem Rechner verschlüsseln – wie SpiderOak.

• Sichern Sie private Fotos am besten auf einer externen Festplatte, die mit einem Passwort geschützt ist, und nicht an das Internet angeschlossen ist.

• Weitere Infos finden Sie hier.

Zusammen mit den intimen Bildern hatten Unbekannte in Internet-Foren auch die Information gestreut, die Fotos seien aus iCloud erbeutet worden. Konkrete Belege dafür blieben bisher aus. In der iCloud kann jeder Nutzer beispielsweise von iPhone und iPad private Daten wie Fotos speichern.

Apple sagt stets, die Informationen in iCloud würden verschlüsselt gespeichert. Wahrscheinlicher als ein Knacken der Verschlüsselung sei, dass die Täter etwa über fingierte E-Mails die Passwörter bei den Betroffenen abfragten. Zugleich wurde im Netz über eine inzwischen geschlossene Lücke in Apples System zur Suche nach verlorenen iPhones spekuliert: Sie habe es Angreifern erlaubt, eine uneingeschränkte Zahl von Passwörtern zu probieren und so mit einem speziellen Programm die richtige Kombination zu erraten, vermuten IT-Sicherheitsexperten. Sie schlossen auch nicht aus, dass ein Hacker seit Längerem verschiedene Quellen geknackt und dort Intimfotos gestohlen haben könnte und diese Sammlung nun von anderen Angreifern geplündert worden sei.

Für Apple kämen Zweifel an der Sicherheit seiner Dienste zum ungünstigsten Zeitpunkt: Das Unternehmen will kommende Woche voraussichtlich neue iPhones und einen mobilen Bezahldienst vorstellen. Da ist Vertrauen der Kunden besonders wichtig. (dpa)

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