Teilnahme unsicher

ESC 2017: Streit um russische Kandidatin verschärft sich

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Russlands ESC-Kandidatin Julia Samoilowa.

Moskau - Die Krim-Krise nimmt zunehmend Einfluss auf den Eurovision Song Contest 2017 in der Ukraine. Russland hofft auf Einlenken der Ukraine und droht mit totalem Boykott.

Der Kreml hat die ukrainische Regierung aufgerufen, ihr Einreiseverbot für die russische ESC-Kandidatin Julia Samoilowa zuückzunehmen. Die Entscheidung, die Sängerin nicht zum Eurovision Song Contest (ESC) nach Kiew zu lassen, sei "extrem ungerecht und schädlich", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag. Moskau hoffe, dass der Entschluss überdacht werde, damit die russische Kandidatin doch an dem Wettbewerb teilnehmen könne.

Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte Samoilowa am Mittwoch ein dreijähriges Einreiseverbot erteilt. Grund ist ein Auftritt 2015 bei einem Gala-Konzert auf der Krim. Die 2014 von Moskau in die Russische Föderation eingegliederte Halbinsel Krim ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Kiew und Moskau. Dazu kommt ein bis heute andauernder bewaffneter Konflikt in der Ostukraine zwischen Kiew-treuen Truppen und prorussischen Rebellen, bei dem bereits mehr als 10.000 Menschen getötet wurden.

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Samoilowa hatte sich am Mittwochabend gelassen gezeigt. Sie hoffe weiter auf einen Sinneswandel in Kiew, sagte die im Rollstuhl sitzende Sängerin dem staatlichen Fernsehsender Perwij.

Russische Medien zogen derweil einen Boykott des ESC-Finales am 13. Mai in Betracht. Kein nationaler Sender werde den Wettbewerb übertragen, sagte ein Moderator des Nachrichtensenders Rossija 24 am Donnerstagmorgen.

Alle Infos rund um den Eurovision Song Contest 2017 haben wir hier für Sie zusammengefasst. Außerdem stehen die Wettquoten für die deutsche ESC-Kandidatin Levina nicht besonders gut und Robbie William könnte sich scherzeshalber einen Auftritt für Russland beim ESC in der Ukraine vorstellen.

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AFP/ Video: SnackTV

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