ESC: Schwedische Favoritin Loreen im Finale

Baku - Das Starterfeld für das Grand-Prix-Finale in Baku steht. Die mystisch-düstere Loreen aus Schweden tritt mit den russischen Trachten-Omis Buranowskije Babuschki im Kampf um die europäische Musikkrone an.

Geballte Frauenpower gegen den deutschen Sänger Roman Lob (21) beim Eurovision Song Contest: Zwölf Solo-Sängerinnen stehen im großen Finale - und bei drei Musikgruppen geben Frauen den Ton an. Beim zweiten Halbfinale am Donnerstagabend konnten sich die favorisierten Interpretinnen durchsetzen: Die Top-Favoritin Loreen aus Schweden, die mazedonische Diva Kaliopi und die Ukrainerin Gaitana mit ihrer Fußballhymne sicherten sich Tickets für die große Samstagabendshow mit 26 Teilnehmern.

Eurovision Song Contest 2012: Sie singen im Finale

01 England: Er eröffnet den Eurovision Song Contest 2012 mit melancholischen Gitarrenklängen: Der in Indien geborene Engelbert Humperdinck geht mit dem Song "Love Will Set You Free" an den Start. © dpa
02 Ungarn: Die Elektropop-Band Compact Disco hofft mit ihrem Final-Hit "Sound Of Our Hearts" auf einen Triumph. © dpa
03 Albanien: Hohe Töne, gewaltige Stimme: Rona Nishliu wird ihren Titel "Suus" (auf Deutsch: Persönlich) auf Albanisch singen. © dpa
04 Litauen: Donny Montell untermalt seinen Song "Love Is Blind" optisch: Der Litauer geht anfangs "blind" auf die Bühne. © dpa
05 Bosnien und Herzegowina: Maya Sar singt (zeitweise) am Flügel ihren Titel "Korake ti znam" - was so viel bedeutet wie "Ich kenne deine Schritte". © dpa
06 Russland: Werden sie die Überraschung des Abends? Die russischen Omis Buranowskije Babuschki sind im Schnitt 66 Jahre alt und singen seit 40 Jahren zusammen. Sie werden ihren Hit "Party For Everybody" auf Udmurtisch und Englisch singen. © dpa
07 Island: Geheimnisvolle Klänge präsentieren Gréta Salóme und Jósni. Sie werden "Never Forget" vor Millionen Zuschauern singen. © dpa
08 Zypern: Nicht nur ein Ohrenschmaus, sondern auch eine Augenweide ist Ivi Adamou. Die Zyprerin will mit ihrem Titel "La-La-Love" die meisten Punkte einheimsen. © dpa
09 Frankreich: Ob das Outfit von der Künstlerin Anggun zu sehr vom Gesang ablenkt? Sie versucht es mit "Echo". © AP
10 Italien: Nina Zilli wird mit ihrem Mix aus Englisch und Italienisch um die Krone des Eurovision Song Contest kämpfen. "L'amore è femmina" heißt ihr Lied. © AP
11 Estland: Weghören sollte man bei Ott Lepland nicht. Und das sagt der Künstler mit seinem Song "Kuula" - zu Deutsch: Höre! - auch aus. Sanfte Stimme, die sich in einem kräftigem Finale beweist. © AP
12 Norwegen: In Norwegen ist Tooji schon ein bekanntes Gesicht. Der im Iran geborene Sänger könnte sich selbst ein Geburtstagsgeschenk machen, wenn er mit seinem Song "Stay" beim ESC siegt. Das Model wird am 26. Mai 25 Jahre alt. © AP
13 Aserbaidschan: Der Gastgeber wird zur Halbzeit der Show Sabina Babyeva auf die Bühne schicken. Mit "When The Music Dies" versucht die Sängerin ihr Glück. © AP
14 Rumänien: Auf Spanisch und Englisch wird diese Dame für Rumänien performen: Mandinga geht mit dem peppig-rhythmischen Song "Zaleilah" an den Start. © dpa
15 Dänemark: Das Mädchen mit den blonden Haaren und der Gitarre heißt Soluna Samay und startet für die Skandinavier mit "Should've Known Better". Die 21-Jährige wurde in Guatemala geboren, ihr Vater ist Deutscher. © dpa
16 Griechenland: Eleftheria Eleftheriou wurde in Zypern geboren und startet beim größten europäischen Musik-Event für Griechenland. Ob ihr Song "Aphrodisiac" auch auf Zuschauer und Jury betörend wirkt, wird sich zeigen.  © AP
17 Schweden: Ein Hauch von Mystik, Ronja Räubertochter und Elektro-Klängen: Loreen ist nicht nur schön anzusehen, die Schwedin gilt auch als heiße Favoritin auf den Sieg 2012. "Euphoria" ist der Song, der ihr Platz eins sichern soll. © dpa
18 Türkei: Auch Can Bonomo wird sein bestes geben, um vorne zu landen. Sein Song "Love Me Back" ist ein Mix aus Pop und heimatlichen Harmonien. © dpa
19 Spanien: Pastora Soler singt in ihrer Muttersprache Spanisch. Der Titel "Quédate Conmigo" bedeutet so viel wie "Bleib bei mir". © ap
20 Deutschland: Die Hoffnung der Deutschen ruht auf Roman Lob. Sein Song "Standing Still" wurde von niemand Geringerem als dem britischen Songwriter Jamie Cullum geschrieben. © AP
21 Malta: Wird es für Kurt Calleja die Nacht der Nächte? Laut seinem Ohrwurm "This Is The Night" zumindest schon. Achten sollte man bei seinem Auftritt auf jeden Fall auf den Tanz. © AP
22 Mazedonien: Gesang auf Mazedonisch wird es von Kaliopi geben. "Crno i belo" ("Schwarz und Weiß") wurde ihr auf den Leib geschrieben. © dpa
23 Irland: Sie wissen schon, wie es geht: Das Zwillings-Duo "Jedward" belegte 2011 den 8. Platz beim Eurovision Song Contest. Die schrillen Sänger wollen auch in diesem Jahr mit "Waterline" auffallen. © dpa
24 Serbien: Heimatliche Töne schlägt Zeljko Joksimovic auf Serbisch an. Der Song, der ihm den Titel sichern soll: "Nije Ljubav Stvar" - Die Liebe ist kein Gegenstand. © dpa
25 Ukraine: Gaitana tritt beim Eurovision Song Contest für die Ukraine an. Ihr Song "Be My Guest" erinnert ein wenig an den House-DJ David Guetta. © AP
26 Moldawien: Pasha Parfenys Lied "Lautar" ("Musikant") wird den Zuschauern als letzes durch die Ohren gehen. © AP

Doch auch der hochgehandelte estnische Sänger Ott Leplan qualifizierte sich mit seiner Orhwurm-Ballade „Kuula“ (Höre). Außerdem im Finale dabei sind Bosnien-Herzegowina, Litauen, Malta, Norwegen, Serbien und die Türkei.

Im zweiten Halbfinale hatten sich 18 Länder um die verbliebenen zehn Finalplätze beworben. Diesmal durften auch die Fans in Deutschland mit abstimmen.

Beim Finale am Samstagabend treten zwölf Solosängerinnen, neun Männer und fünf Gruppen beziehungsweise Duos an. Damit ist der deutsche Teilnehmer Roman Lob als Solo-Mann mit der Startnummer 20 in der Minderheit - dafür rahmen zwei Männer den Wettbewerb ein: Der Brite Engelbert Humperdinck eröffnet den Song Contest und Pasha Parfeny aus Moldau darf als letzter der 26 Finalisten ran.

Dagegen scheiterten im zweiten Halbfinale Weißrussland, Bulgarien, Portugal, Georgien, die Niederlande, die Slowakei, Kroatien sowie Slowenien.

Top-Favoritin - nicht nur für das Halbfinale, sondern auch im gesamten Feld der ursprünglich 42 ESC-Starter - ist die Schwedin Loreen. Schwarzhaarig und mit dem mystischen Popsong „Euphoria“ hat sie sich bei diversen Buchmachern eine Spitzenposition erarbeitet. Die dunkelhäutige Ukrainerin Gaitana gehört ebenso zum erweiterten Favoritenkreis - passend zur Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und Polen im Juni präsentiert sie den stadiontauglichen Popkracher „Be My Guest“.

In der Abstimmpause traten die Grand-Prix-Sieger der vergangenen Jahre auf, darunter auch Lena, die bei dem mit traditionellen aserbaidschanischen Instrumenten gespielten Medley der Songs von Dima Bilan (Russland), Alexander Rybak (Norwegen) und Marija ¦erifovic (Serbien) am schlechtesten wegkam.

Im ersten Halbfinale am Dienstag hatten sich bereits zehn Länder für die große Samstagabendshow qualifiziert. Außerdem sind die fünf großen Geldgeber der Eurovision - Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien und Frankreich - traditionell gesetzt, ebenso wie der Gastgeber Aserbaidschan.

Die Eurovision-Song-Contest-Gewinner der letzten 10 Jahre

2002: Marija Naumova aus Lettland mit dem Song "I wanna" © dpa
2003: Sertab Erener aus der Türkei mit "Everyway that I can" © dpa
2004: Ruslana aus der Ukraine mit dem Song "Wild dances" © dpa
2005: Helena Paparizou aus Griechenland mit dem Song "My number one" © dpa
2006: Lordi aus Finnland mit dem Song "Hard Rock Hallelujah" © dpa
2007: Marija Serifovic aus Serbien mit dem Song "Molitva" © dpa
2008: Dima Bilan aus Russland mit dem Song "Believe" © dpa
2009: Alexander Rybak aus Norwegen mit dem Song "Fairytale" © dpa
2010: Lena Meyer-Landrut aus Deutschland mit dem Song "Satellite" © dpa
2011: Ell & Nikki aus Aserbaidschan mit dem Song "Running Scared" © dpa

Am Rande des ESC wollen Regierungsgegner an diesem Freitag bei einer Aktion an der Uferpromenade des Kaspischen Meeres erneut auf Menschenrechtsverstöße in der autoritären Südkaususrepublik aufmerksam machen. Mindestens 20 Regierungsgegner waren am Donnerstag festgenommen worden, als sie vor dem Gebäude des Staatsfernsehens für Pressefreiheit und gegen einseitige Berichterstattung demonstrieren wollten, berichteten Medien in Baku.

Auch der Westen hatte die frühere Sowjetrepublik wiederholt aufgefordert, die demokratischen Grundrechte einzuhalten. Seit Tagen sind mehrere Regierungsgegner in einem Hungerstreik, um damit für die Freilassung politischer Gefangener zu demonstrieren. Die Führung in Baku weist die Vorwürfe stets zurück. Positive Fakten über die Entwicklung des Landes am Kaspischen Meer würden unterschlagen, kritisiert die Regierung.

dpa

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