Bilder: Roman Lob überrascht beim ESC

Baku - Der Gewinner des Eurovision Song Contest 2012 steht fest. Der Favorit holte den Sieg, aber auch Deutschlands Roman Lob überraschte mit einem guten Ergebnis. Wir zeigen alle Bilder:

Loreen ging als Favoritin ins Rennen - und sicherte sich und Schweden den Sieg.

Schweden hat zum fünften Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Mit ihrem mystischen Popsong “Euphoria“ landete die Sängerin Loreen im Finale in Baku deutlich vor der Konkurrenz. Am Ende hatte sie 372 Punkte und damit 113 mehr als die russische Oma-Gruppe Buranowskije Babuschki (“Party for Everybody“) auf Platz zwei. Der deutsche Teilnehmer Roman Lob (21) kam mit seiner Ballade “Standing Still“ auf Rang acht und war “super happy“. Die deutsche Jury-Chefin Anke Engelke glänzte bei ihrem Kurzauftritt zur Punktevergabe mit deutlichen, aber charmant verpackten Worten an die Adresse der autoritären Führung Aserbaidschans.

So war der Eurovision Song Contest 2012

ESC Baku 2012
Die ESC-Gewinnerin Loreen verlässt - eingehüllt in die Flagge ihres Heimatlandes - die Bühne in Baku © dap
ESC Baku 2012
Loreen feiert ihren Sieg. In der rechten Hand hält sie ihre Trophäe, in der Linken einen Blumenstrauß. © dap
ESC Baku 2012
Siegerin Loreen posiert zusammen mit der schwedischen Delegation. © dap
ESC Baku 2012
Die Freude über den Sieg war riesig. © dap
ESC Baku 2012
Loreen hält einem Mitglied der Delegation zum Spaß die Trophäe, die aussieht wie ein Mikrophon, unter die Nase. © dap
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Loreen präsentiert sich ihren Fans und lässt sich feiern. © dap
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Dann bekommt die Trophäe noch einen dicken Schmatz. © dap
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Loreen hat den Eurovision Song Contest mit ihrem mystischen Popsong „Euphoria“ gewonnen. © dap
ESC Baku 2012
Zum Abschluss der Bühnen-Performance gab es Glitter-Regen © dap
ESC Baku 2012
Loreen inmitten von sprühenden Funken © dap
ESC Baku 2012
Loreen inmitten von sprühenden Funken © dap
ESC Baku 2012
Loreen bedankt sich bei ihrem Publikum © dap
ESC Baku 2012
Roman Lob ging für Deutschland an den Start. Bei der Pressekonferenz vor der Show posierte er ganz gelassen für die Kameras. © dap
ESC Baku 2012
Die Mütze ist das Markenzeichen des deutschen Sängers. © dap
ESC Baku 2012
Während die Konkurrenz performt, fiebert Roman Lob im Kreise der deutschen Delegation gespannt mit. © dap
ESC Baku 2012
Dann ist sein Moment gekommen: Roman Lob singt das Lied „Standing Still“. © dap
ESC Baku 2012
Er holte damit den achten Platz beim 57. Eurovision Song Contest. © dap
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Soluna Samay aus Dänemark performt das Lied "Should've Known Better" © dap
ESC Baku 2012
Dafür schmiss sie sich in ein sexy Matrosen-Outfit. © dap
ESC Baku 2012
Samay wurde mit Instrumenten und einer Backroundsängerin begleitet. © dap
ESC Baku 2012
Sabina Babayeva, die für das Gastgeberland Azerbaijan beim ESC antrat, singt das Lied "When The Music Dies". © dap
ESC Baku 2012
Für ihren Auftritt hatte sie ein bezauberndes weißes Kleid gewählt. © dap
ESC Baku 2012
Sabina Babayeva feiert, während die Jury die Punkte verkündet. © dap
ESC Baku 2012
Auch Emin Agalarov, Schwiegersohn des azerbaijanischen Präsidenten Ilham Aliyev, war mit einem Lied beim ESC-Finale vertreten. Er schwebte bei seinem Auftritt auf die Bühne. © dap
ESC Baku 2012
Pastora Soler aus Spanien performt im ESC-Finale den Song "Quedate Conmigo (Stay With Me)" © dap
ESC Baku 2012
Auch sie hatte sich für ein weißes Kleid entschieden. © dap
ESC Baku 2012
Can Bonomo ging für die Türkei an den Start © dap
ESC Baku 2012
Er performte das Lied "Love me back" © dap
ESC Baku 2012
Kurt Calleja aus Malta singt das Lied "This Is The Night" © dap
ESC Baku 2012
Er konnte auch mit seiner Bühnenshow beeindrucken. © dap
ESC Baku 2012
Mandinga (Mitte), die für Rumänien antritt, performt zusammen mit ihrer Band den Song "Zaleilah" © dap
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Pasha Parfeny aus Moldavien singt das Lied "Lautar" © dap
ESC Baku 2012
Eleftheria Eleftheriou aus Griechenland gab bei dem Song "Aphrodisiac" ihr Bestes © dap
ESC Baku 2012
Dabei störte es sie auch nicht, wenn die Frisur zwischendurch einmal nicht so perfekt saß © dap
ESC Baku 2012
Eleftheria Eleftherious Performance war nicht nur was für die Ohren, sondern auch was für die Augen © dap
ESC Baku 2012
Jedward, die beim Eurovision-Song-Contest-Finale Irland repräsentierten, performten den Song "Waterline". © dap
ESC Baku 2012
In silbernen Kostümen hüpften die beiden extrovertierten Jungs über die Bühne. © dap
ESC Baku 2012
Auch sie wurden von einem Backround-Chor unterstützt. © dap
ESC Baku 2012
Anggun aus Frankreich singt das Lied "Echo (You And I)" © dap
ESC Baku 2012
Für das Finale des ESC wählte sie ein extrem kurzes Kleid und baute es in ihre Performance ein. © dap
ESC Baku 2012
Tooji (3. von rechts) trat zusammen mit seinen Tänzern für Norwegen an. Er sang das Lied "Stay" © dap
ESC Baku 2012
Kaliopi repräsentierte beim ESC-Finale Mazedonien. © dap
ESC Baku 2012
Sie sang das Lied "Crno I Belo" © dap
ESC Baku 2012
Zeljko Joksimovic aus Serbien trat mit dem Song "Nije Ljubav Stvar" an © dap
ESC Baku 2012
Nina Zilli repräsentierte Italien und performte das Lied "L'Amore E Femmina (Out Of Love)" © dap
ESC Baku 2012
Die Aufmachung von Nina Zilli erinnerte entfernt an Amy Winehouse © dap
ESC Baku 2012
Was für ein Outfit, was für Absätze: Gaitana ging für die Ukraine an den Start © dap
ESC Baku 2012
Ivi Adamou (Mitte) aus Zypern singt das Lied "La La Love" © dap
ESC Baku 2012
Serbien schickte Zeljko Joksimovic zum Eurovision Song Contest © dap
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Greta Salome und Jonsi repräsentierten Island und sangen das Lied "Never Forget" © dap
ESC Baku 2012
Die Band Buranovskiye Babushki, bestehend aus sechs älteren Damen, trat beim ESC für Russland an.  © dap
ESC Baku 2012
Die Frauen sangen das Lied "Party For Everybody" © dap
ESC Baku 2012
Sie waren die wohl außergewöhnlichsten Teilnehmer. Ihr Ziel: Mit der Siegesprämie wollten sie eine Kirche in ihrem Dorf finanzieren. © dap
ESC Baku 2012
Buranovskiye Babushki aus Russland feiern, während die Ergebnisse bekannt gegeben werden. © dap
ESC Baku 2012
Urgestein Engelbert Humperdinck trat beim ESC für Großbritannien an. Er sang das Lied "Love Will Set You Free" © dap
ESC Baku 2012
Ungarn schickte Compact Disco zum ESC. Er performte den Song "Sound Of Our Hearts" © dap
ESC Baku 2012
Nach ihrem Sieg performte Loreen noch einmal ihren Song "Euphoria" © dap
ESC Baku 2012
Zuschauer des ESC-Finales schwenken kleine Fahnen der verschiedenen Teilnehmerländer © dap
ESC Baku 2012
Fans verfolgen am Samstag bei der Grand-Prix-Party zum Finale des Eurovision Song Contest 2012 auf dem Spielbudenplatz das Programm. © dap
ESC Baku 2012
Fans verfolgen am Samstag bei der Grand-Prix-Party zum Finale des Eurovision Song Contest 2012 auf dem Spielbudenplatz das Programm. © dap

“Heute Nacht konnte ja niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, abzustimmen, und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf eurer Reise, Aserbaidschan. Europa schaut auf euch“, sagte Engelke in der Live-Schalte nach Baku, bevor sie von der Grand-Prix-Party in Hamburg die deutsche Punktwertung verkündete.

Um den Musikwettbewerb in der früheren Sowjetrepublik im Südkaukasus hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben. Die Regierung des Landes unter Präsident Ilcham Alijew steht wegen ihres Umgangs mit Oppositionellen und wegen Verstößen gegen die Rede- und Pressefreiheit in der Kritik. Bis zum Tag des Finales kam es immer wieder zu Protesten, die die Führung mit Polizeigewalt unterband. Dutzende Regierungsgegner wurden allein in der letzten Grand-Prix-Woche verprügelt und festgenommen.

Einen Tag vor dem Finale verlangte das Internationale Presseinstitut (IPI) in Wien vom aserbaidschanischen Präsidenten Aufklärung über Berichte von Angriffen auf Journalisten. In dem offenen Brief wurde Alijew zudem aufgefordert, er solle die Fälle von sechs inhaftierten Reportern überprüfen.

Die Eurovision-Song-Contest-Gewinner der letzten 10 Jahre

2002: Marija Naumova aus Lettland mit dem Song "I wanna" © dpa
2003: Sertab Erener aus der Türkei mit "Everyway that I can" © dpa
2004: Ruslana aus der Ukraine mit dem Song "Wild dances" © dpa
2005: Helena Paparizou aus Griechenland mit dem Song "My number one" © dpa
2006: Lordi aus Finnland mit dem Song "Hard Rock Hallelujah" © dpa
2007: Marija Serifovic aus Serbien mit dem Song "Molitva" © dpa
2008: Dima Bilan aus Russland mit dem Song "Believe" © dpa
2009: Alexander Rybak aus Norwegen mit dem Song "Fairytale" © dpa
2010: Lena Meyer-Landrut aus Deutschland mit dem Song "Satellite" © dpa
2011: Ell & Nikki aus Aserbaidschan mit dem Song "Running Scared" © dpa

Berichte über Angriffe auf mehrere Journalisten sollten vollständig und transparent untersucht werden, mahnte IPI-Direktorin Alison Bethel McKenzie an. Viele internationale Beobachter hätten berichtet, dass die Beschuldigungen, die zur Inhaftierung der Journalisten führten, konstruiert worden seien wegen ihrer kritischen Berichterstattung. Sollte sich dies als wahr herausstellen, sei dies eine Verletzung der Menschenrechte.

Während der Finalshow, die der gigantischen Gala in Düsseldorf im vergangenen Jahr kaum nachstand (und eben auch von der deutschen Firma Brainpool produziert wurde), gab es keine politischen Aktionen oder Äußerungen der Künstler - dies verbieten die Regeln der Europäischen Rundfunkunion EBU, die den Wettbewerb veranstaltet.

Allerdings bekommt die autoritäre Führung wohl “Nie Genug“: So hieß zumindest auf englisch (“Never Enough“) das Lied des Popstars Emin Agalarow. Er ist der Schwiegersohn des Staatschefs Alijew und trat in der Pause vor der langwierigen Punktevergabe auf. Als Vorsitzende des Nationalen Organisationskomitees ESC 2012 hatte die Frau des Präsidenten, Mechriban Alijewa, agiert.

Die Eurovision-Song-Contest-Gewinner der letzten 10 Jahre

2002: Marija Naumova aus Lettland mit dem Song "I wanna" © dpa
2003: Sertab Erener aus der Türkei mit "Everyway that I can" © dpa
2004: Ruslana aus der Ukraine mit dem Song "Wild dances" © dpa
2005: Helena Paparizou aus Griechenland mit dem Song "My number one" © dpa
2006: Lordi aus Finnland mit dem Song "Hard Rock Hallelujah" © dpa
2007: Marija Serifovic aus Serbien mit dem Song "Molitva" © dpa
2008: Dima Bilan aus Russland mit dem Song "Believe" © dpa
2009: Alexander Rybak aus Norwegen mit dem Song "Fairytale" © dpa
2010: Lena Meyer-Landrut aus Deutschland mit dem Song "Satellite" © dpa
2011: Ell & Nikki aus Aserbaidschan mit dem Song "Running Scared" © dpa

Für Schweden ist es der fünfte Sieg in der Grand-Prix-Geschichte, die 1956 mit einem kleinen Wettbewerb in Lugano begann. Zuletzt gewann das skandinavische Land 1999. Auch der berühmteste Sieg der Eurovisions-Geschichte war schwedisch: Abba 1974 mit “Waterloo“.

Überraschend kam der Sieg in der Nacht zum Sonntag keinesfalls. Loreen war zuvor als Topfavoritin aller 42 Teilnehmer gehandelt worden, ebenso wie die russischen Babuschki. Der dritte Platz für den serbischen Grand-Prix-Veteranen ´eljko Joksimovic war jedoch unerwartet. Und Aserbaidschan wird so langsam zu einer festen Größe in der Grand-Prix-Gemeinde: Diesmal landete Sabina Babajewa auf Platz vier - nach Platz eins, fünf, drei und acht in den Vorjahren. Also fünf Top-Ten-Platzierungen bei fünf Teilnahmen.

Überraschend schlecht schnitten die irischen Zwillinge Jedward auf Platz 19 ab - nach Rang acht im Vorjahr; und der 76-jährige britische Sänger Engelbert kam sogar nur auf den 25. und vorletzten Platz. Dabei hatte seine Ballade “Love Will Set You Free“ Experten wie Fans überzeugt. Den letzten Platz belegte der Norweger Tooji.

Geschätzte 120 Millionen Fernsehzuschauer in ganz Europa verfolgten die pompöse Musikshow aus der von Deutschen gebauten Crystal Hall am Kaspischen Meer. Der 58. Eurovision Song Contest wird in Schweden über die Bühne gehen. Als Termin für das Finale gab die European Broadcasting Union (EBU) bereits den 18. Mai 2013 bekannt, die Halbfinals finden am 14. und 16. Mai statt.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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