Sein neuer "Extremsport"

So fliegt Felix Baumgartner in die Promi-Welt

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Stolz hat Felix Baumgartner auf seiner Facebook-Seite ein Foto von seinem Treffen mit Gerard Butler veröffentlicht.

New York/Wien - Die Welt der Schönen und Reichen erkundet Felix Baumgartner nach seinem Rekordsprung in den USA. Kein Klatschmagazin kommt mehr an ihm vorbei und sogar Vergleiche mit Arnold Schwarzenegger werden laut.

Felix Baumgartner hat vorerst genug vom Extremsport und erkundet seit neuestem für ihn unbekannte Weiten: Sein neu gewonnener Ruhm sichert dem Österreicher einen Platz in der internationalen Society - und das scheint Baumgartner auch in vollen Zügen zu genießen. In den USA tourt der 43-Jährige zur Zeit von einer Talkshow zu nächsten und macht das New Yorker Nachtleben unsicher. Autogrammjäger und Paparazzi inklusive.

Nach seinem waghalsigen Sprung aus der Stratosphäre, dem Durchbrechen der Schallmauer und dem Knacken von drei Weltrekorden scheint Baumgartner im Society-Leben gelandet zu sein: „Jetzt habe ich am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ein Top-Celebrity zu sein“, schreibt Baumgartner nach seiner Medien-Tour in New York auf seiner Facebook-Seite. Nach Auftritten bei unzähligen Nachrichtensendern, sitzt er auch auf der Couch des US-Moderator Jimmy Fallon oder trifft Schauspieler Gerard Butler.

„Baumgartner spielt jetzt in der Liga des jungen Arnold Schwarzenegger, als der in Los Angeles seine Muckis präsentierte“, schreibt die Zeitschrift „Bunte“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Auch das amerikanische Promi-Portal „TMZ.com“, das sonst nur Stars und Sternchen wie Britney Spears oder Kim Kardashian auf Schritt und Tritt verfolgt, kommt nicht an dem gebürtigen Salzburger vorbei. „Felix Baumgartner springt in die Szene von New York City“ titelt das Portal am Dienstag und zeigt den Salzburger beim Betreten eines bekannten Lokals in Manhattan.

Felix Baumgartner gelingt Rekordversuch - Bilder vom Sprung aus dem All

Felix Baumgartner kurz vorm Start bei den letzten Vorbereitungen. © dpa
Nach mehr als fünf Jahren Vorbereitung machte sich der Österreicher am Sonntag auf dem Weg zu seiner Kapsel. © dpa
Der Moment der Wahrheit: Felix Baumgartner stieg um 15.28 Uhr in Roswell im US-Bundesstaat New Mexiko in die Kapsel. © dpa
Ein Heliumballon zog den Salzburger und seine Kapsel an einem 50 Meter langen Seil auf 39 Kilometer Höhe. © dpa
Bei dem lebensgefährlichen Sprung hat Baumgartner nur einen Druckanzug mit Spezialhelm getragen. © dpa
Ein Heliumballon zog den Salzburger und seine Kapsel an einem 50 Meter langen Seil auf 39 Kilometer Höhe. © dpa
Wichtig beim Start, die Kapsel im richtigen Moment vom Kran zu lösen. © dpa
Wichtig beim Start, die Kapsel im richtigen Moment vom Kran zu lösen. © dpa
Ein Helikopter kreiste bei den Vorbereitungen über dem Ballon. © dapd
Zehnmal dünner als eine Plastiktüte ist die Außenhaut des Ballons. © dapd
Die Ballon und die Kapsel hatten den kritischen Start gut überstanden. © dapd
Seine Familie und sein Team beim Start des Ballons. © dapd
Seine Familie und sein Team beim Start des Ballons. © dapd
Letzte Aufnahmen des Ballons von der Erde aus. © dapd
Der Aufstieg dauerte rund zweieinhalb Stunden. © dapd
Neben seinem Druckanzug dient eine Kapsel als einziger Schutz zwischen Sportler und Außenwelt. © dapd
Anfangs sah der Ballon noch aus wie ein Tropfen, umso höher er aufgestiegen war, desto mehr ging der Ballon in die Breite. © dpa
Anfangs sah der Ballon noch aus wie ein Tropfen, umso höher er aufgestiegen war, desto mehr ging der Ballon in die Breite. © AP
Durch den Helm wurde Baumgartner mit 100 Prozent Sauerstoff versorgt und konnte mit seiner Bodenmannschaft kommunizieren. © dpa
Höchste Anspannung herrschte in der Mission Control, wo Joe Kittinger ständig mit seinem Schützling in Kontakt stand. © AP
Bilder aus der Mission Control. © dapd
„Jetzt wird's ernst, Felix“, sagte Baumgarnters Mentor, Joe Kittinger, über Funk, als er mit ihm die Checkliste zur Vorbereitung des Sprungs durchging. © AP
"Jetzt brauchen wir einen Schutzengel für dich", sagte Kittinger. © AP
In einer Höhe von 39 Kilometern öffnete der 43-Jährige die Kapsel und betrat die Plattform. © dpa
Die letzten Worte vor seinem Absprung: "Ich komme jetzt nach Hause". © AP
Dann hob Baumgartner die Hand zum Gruß kurz an den Kopf und stieß sich von der Kapsel ab. © dpa
Er musste in einem perfekten Winkel aus der Kapsel abspringen. © AP
Mit rund 1300 Stundenkilometern raste Baumgartner der Erde entgegen. Damit war Baumgartner rund 265 Stundenkilometer schneller als der Schall. Die Mach-Zahl soll bei 1,24 gelegen haben. © AP
Rückblick: Am 16. August 1960 war Baumgartners Mentor Joe Kittinger bereits aus 31 Kilometern Höhe in die Tiefe gesprungen. © AP
Rückblick: Am 16. August 1960 war Baumgartners Mentor Joe Kittinger bereits aus 31 Kilometern Höhe in die Tiefe gesprungen. © AP
Rückblick: Am 16. August 1960 war Baumgartners Mentor Joe Kittinger bereits aus 31 Kilometern Höhe in die Tiefe gesprungen. © AP
Nach 4 Minuten und 18 Sekunden zog Baumgartner seinen Fallschirm - früher als geplant. © dpa
Die Mutter von Felix Baumgartner wartet auf die Landung ihres Sohnes. © AP
Nicht einmal zehn Minuten später ist der 43-Jährige wieder auf der Erde... © dpa
...und geht jubelnd auf die Knie. © dpa
Bei der Landung riss Baumgartner die Arme in Siegerpose in die Höhe. © dpa
Baumgartner stellte neben dem Durchbrechen der Schallmauer zwei weitere Rekorde auf: Er schaffte den höchsten bemannten Ballonflug und den höchsten Fallschirmsprung. © AP
Kurz nach seinem Absprung war Baumgartner in das gefährliche Trudeln gekommen, konnte sich dann aber selbst wieder abfangen. © dpa
„Es war um einiges schwieriger als wir angenommen haben“, sagte der Extremsportler später. "Zeitweise habe er befürchtet, das Bewusstsein zu verlieren." © AP
Riesige Erleichterung bei Baumgartners Famiilie und dem gesamten Team. © AP
„Mir sind gerade 20 Tonnen Last von den Schultern gefallen„, sagte Baumgartner in einer ersten Reaktion. © AP
„Wenn man da oben steht, wird man demütig. Du denkst nicht mehr daran, Rekorde zu brechen, du denkst nicht mehr daran, wissenschaftliche Daten zu sammeln“, sagte Baumgartner später. „Du willst nur noch lebend zurückkommen.“ © AP
Baumgartners Team jubelt, als er bei der Mission Control ankommt. © AP
Felix Baumgartner, Joe Kittinger und Mike Todd (l.) jubeln bei der Pressekonferenz nach dem Sprung. © AP
Sponsor Red Bull hat mit dem von weltweit Millionen Menschen verfolgten Spektakel einen Werbewert erzielt, der die vermuteten Kosten von rund 50 Millionen Euro um ein zigfaches übersteigt. © AP
Felix Baumgartner geht mit diesem Sprung zweifellos in die Geschichte ein. © dpa

Star-Blogger Perez Hilton berichtet ebenfalls über Baumgartner und der 43-Jährige scheint diese Aufmerksamkeit zu genießen. Baumgartner veröffentlicht ein Bild des Artikels auf seiner Facebook-Seite - mit immerhin über 1,4 Millionen Fans - und schreibt: „Lustig, eigentlich ist sein (Anm. Perez Hiltons) Hauptgeschäft Hollywood-Klatsch.“

Selbst zu einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (68), der Baumgartner als den „mutigsten Mann der Welt“ bezeichnete, ist es bereits gekommen. „Hier ist Ihre Chance. Ich bringe Ihnen bei, wie man Fallschirm springt“, bot Baumgartner dem UN-Generalsekretär bei dem kurzen Empfang bei den Vereinten Nationen an. Ob Ban Ki Moon das Angebot jemals annehmen wird, bleibt abzuwarten.

Privat scheint es Baumgartner jedenfalls bodenständiger angehen zu wollen. Seine einjährige Beziehung mit Jahrhundert-Playmate Gitta Saxx endete 2008. „Sie ist schön, herzlich, kuschelt gern daheim. Aber irgendwann hab ich ihre Allüren nicht mehr ausgehalten“, sagte Baumgartner damals in Interviews. Mit der ehemaligen Miss Niederösterreich (2006), begeisterten Kunstturnerin und Eventmanagerin Nicole Öttl ist Baumgartner seit drei Jahren liiert. Gerüchte um Heirat und Kinder heizt Baumgartner selbst immer wieder an.

Hauptberuflich will Baumgartner künftig als Hubschrauberpilot in Kalifornien und Österreich arbeiten. Denn ganz ohne Höhenflug geht es im Leben des Adrenalin-Junkies dann doch nicht.

dpa

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