Fendrich fühlte sich wie "Affe im Zoo"

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Rainhard Fendrich moderierte die Flirt-Show "Herzblatt"

Augsburg/Berlin - Liedermacher Rainhard Fendrich (55) legt keinen großen Wert mehr auf seine Prominenz und ausverkaufte Konzerte. Seine Karriere hat ihn zu sehr ans Tierreich erinnert.

Er sei sich in seiner Karriere immer mehr vorgekommen wie ein Affe im Zoo, sagte der 55-Jährige der Augsburger Allgemeinen (Samstag). “Jeder kennt den Affen, der Affe kennt keinen. Das ist auf die Dauer ein ungutes Gefühl.“

Seinen Erfolg mache er nicht mehr an Konzert- oder Platteneinnahmen fest. “In meinem Metier definiere ich den Erfolg eher darüber, den Intelligenzquotienten pro Quadratmeter im Publikum zu messen“, sagte der österreichische Liedermacher, Sänger und Moderator. “Der ist heute höher als früher. Und für genau diese Leute will ich spielen.“

Fendrich präsentiert nach längerer Schaffenspause mit “Meine Zeit“ ein neues Album. Viele Menschen sagten, seine neuen Lieder klängen melancholisch. “Das stimmt aber nicht. Nicht ich bin es, die Zeit ist traurig.“ Er ärgere sich zum Beispiel über die Wahlmüdigkeit in seinem Land. “Jeder schimpft über die Regierung, aber viele sind zu faul, an einem Sonntag bei schönem Wetter zur Wahl zu gehen und sich vorher über die Wahlmöglichkeiten zu informieren.“

dpa

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