James Bond muss warten

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007 alias Daniel Craig muss auf seinen nächsten Einsatz warten.

Los Angeles  - Das nächste James-Bond-Abenteuer lässt weiter auf sich warten: Wegen der Finanzprobleme des überschuldeten MGM-Studios sei die Produktion der 23. Bond-Folge auf Eis gelegt worden.

Das teilten die Produzenten nach Angaben des US-Branchenblattes “Variety“ am Montag mit. “Wir wissen nicht, wann die Produktion weitergeht und haben keinen Termin für den Kinostart von 'Bond 23'“, hieß es in einer Mitteilung der langjährigen Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli. Im vergangenen Juni hatte das Duo drei Drehbuchautoren für das nächste 007-Abenteuer bekanntgegeben. Sie nannten Peter Morgan, der zuletzt das Skript für “Frost/Nixon“ lieferte, sowie Neal Purvis und Robert Wade, die sich bereits die Bond-Filme “Ein Quantum Trost“ und “Casino Royale“ ausdachten.

Von Connery bis Craig: Die Bond-Darsteller

Der "Ursprungs-Bond": Sean Connery. "James Bond jagt Dr. No" war der erste Roman von Ian Fleming, der verfilmt wurde. Ursula Andress war das erste Bond-Girl. © telebunk-mm
Sechs Filme lang mimte der Schotte den Geheimagenten - es war sein Durchbruch als Schauspieler. Zuvor hatte er sich übrigens in allerlei anderen Berufen versucht: Unter anderem Milchmann, Bademeister und Möbelpolierer. © ap
"Diamantenfieber" kam 1971 in die Kinos. Danach wollte Sean Connery andere Rollen versuchen. Nie mehr, soll er gesagt haben, wolle er den James Bond geben. © ard-mm
Für eine Parodie kehrte er dann doch noch einmal in die Rolle zurück. Der Titel: "Sag niemals nie". Danach ging es mit Connerys Karriere erfolgreich weiter. © dpa
Schon 1969, zwischen zwei Sean Connery-Filmen, hatte ein anderer Schauspieler sein Glück als James Bond versucht. George Lazenby trat allerdings nur einmal in den "Geheimdienst Ihrer Majestät", so der Titel. Ab 1973 übernahm Roger Moore die Rolle des Doppelnull-Agenten. Sein erster Film war "Leben und sterben lassen". Den Titelsong "Live and let die" sang Ex-Beatle Paul McCartney. © ard-mm
"Der Spion, der mich liebte" mit Barbara Bach als Bond-Girl und Curd Jürgens als Bösewicht, war Moores drittes Bond-Abenteuer. © united artists
Mit zwei Bond-Girls schmückte sich Roger Moores James Bond in "Der Mann mit dem goldenen Colt": Britt Ekland (re.) und Maud Adams. Letzere war die einzige Frau, die zweimal in einem Bond-Film mitspielte: Sie war auch in "Octopussy" neun Jahre später zu sehen. © dpa
Roger Moore war ganze sieben Filme in der Rolle zu sehen. Dann überließ er, mit 58 Jahren, das Feld dem nächsten Darsteller. © dpa
Mit 41 Jahren wurde Timothy Dalton 1987 zum James Bond. Er hielt sich allerdings nur zwei Filme lang, "Der Hauch des Todes" und der als bis dahin düsterste Bond bezeichnete "Lizenz zum Töten". © telebunk-mm
Nach sechsjähriger Bond-Pause - das hatte es davor noch nicht gegeben - wurde Pierce Brosnan 1995 als Geheimagent verpflichtet. Mit "GoldenEye" startete seine 007-Laufbahn, die vier Filme lang andauerte. © dpa
"Der Morgen stirbt nie", "Die Welt ist nicht genug" und "Stirb an einem anderen Tag" (im Bild eine Szene mit Halle Berry) hießen die erfolgreichen Fortsetzungen der Serie. © dpa
2002 war dann Schluss: Der 49-jährige Brosnan wurde durch einen neuen Schauspieler ersetzt. © dpa
2006 wurde Daniel Craig neuer Doppelagent. Der 38-jährige Brite debütierte mit dem Film "Casino Royal", der die Anfänge des Geheimagenten darstellte. © dpa
"Ein Quantum Trost" ist der bislang letzte James-Bond-Film. So wie es aussieht, wird Daniel Craig auch im nächsten Streifen, der 2011 erscheinen soll, wieder in die Rolle schlüpfen. © dpa

Im Januar verlautete aus Hollywood, dass der britische Regisseur Sam Mendes (“Zeiten des Aufruhrs“) um den Regie-Posten verhandeln würde. Eine offizielle Bestätigung durch das Studio MGM gab es allerdings nicht. Den letzten Bond-Streifen “Ein Quantum Trost“ - mit Daniel Craig als Geheimagent 007 - brachte Marc Forster 2008 auf die Leinwand. Das Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) steht wegen seiner drückenden Schuldenlast zum Verkauf. Es gehört einer Gruppe von Finanzinvestoren und Medienunternehmen, darunter der japanische Elektronikkonzern Sony und der Kabelanbieter Comcast. Sie hatten das Filmstudio 2005 für fünf Milliarden Dollar übernommen. Bisherige Gebote lagen unter den Erwartungen der Gläubiger.

dpa

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