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Fotograf bei Philips Gedenkfeier: „Erst fotografieren, wenn die Queen sitzt“

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Von: Annemarie Göbbel

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Queen Elizabeth II. lässt sich von Prinz Andrew an ihren Platz in der Westminster Abbey führen.
Queen Elizabeth setzte sich durch und holte sich Prinz Andrew bei Prinz Philips Gedenkfeier als Begleiter an ihre Seite. © Richard Pohle/dpa

Beim Gedenkgottesdienst für Prinz Philip war nur ein Fotograf in der Westminster Abbey zugelassen. Er hatte strenge Auflagen zu befolgen und versuchte sich zu widersetzen.

London – Völlig unerwartet erschien Queen Elizabeth II. (95) an der Seite ihres Drittgeborenen Prinz Andrew (62) zum Gedenkgottesdienst und sorgte damit sicher nicht nur bei Prinz Charles (73) und Prinz William (39) für lange Gesichter. Richard Pohle war als einziger Fotograf vor Ort zugelassen und hatte strikte Regeln zu befolgen. Die gebrechliche Königin sollte nur fotografiert werden, wenn sie saß.
Doch Pohle wollte das Bild mit Prinz Andrew.*

Richard Pohle wurde ein seltenes Privileg zuteil. Als Rotationsfotograf war er ausgewählt worden, um die nationalen und internationalen Medien mit Fotos vom Gedenkgottesdienst für den Herzog von Edinburgh versorgen sollte. In der „Times“ berichtet der Profi von dem aufregenden Tag.

Er hätte mit den zwei freundlichen Pressesprechern des Buckingham-Palastes schon früher zusammen berichtet, Richard. „Sie sagten mir, dass ich den Einzug der Königin nicht fotografieren dürfe, bis sie es mir erlaubten“. Schon im Vorfeld hatten wilde Gerüchte Wellen geschlagen, die den Gesundheitszustand der Monarchin betrafen. Sie werde absagen oder mit dem Hubschrauber in die Kirche geflogen werden, war zu hören. Ein Rollstuhl wäre für sie ein Tabu.* Am Ende wollten alle wissen, wie sie sich schlagen würde.

Seine Bitten waren fast vergeblich, auch wenn er argumentierte, dass die BBC das gesamte Ereignis übertragen würde, was bedeutete, dass vom Einzug der Königin bis zum Gottesdienst von der Öffentlichkeit alles zu sehen sei. Das Team blieb bei seiner Order. „Die Palastbeamten blieben standhaft, keine Fotos, bis sie Platz genommen hatte“.

Inmitten seiner Verzweiflung sah der Fotograf, dass Prinz Andrew als Begleiter seiner Mutter die Abtei betrat* und ihm war klar: „Die Ankunft der Königin war nun das wichtigste Ereignis“. Nach endlosem Flehen und langsam fließenden Sekunden der Rücksprache bekam er grünes Licht. Doch dann standen alle Anwesenden auf, weil die Königin den Raum betreten hatte. Die Sicht auf Queen Elizabeth II.* war verdeckt. Obwohl strengstens untersagt, verließ der Fotograf die ihm zugewiesene Position und machte das Bild, das alle haben wollten. *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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