Symbolfigur der Wende

Friedenspreisträger Schorlemmer kann Lkw fahren

+
Friedrich Schorlemmer: Theologe und Bürgerrechtler mit Lkw-Führerschein (2014). Foto: Karlheinz Schindler

"wenn die Kirche mich nicht mehr bezahlen kann, dann fahre ich Lkw, Lastwagenfahrer braucht man immer", dachte sich der theologe. Das SED-Regime hatte ihn von früher Jugend an unter Beobachtung.

Wittenberg (dpa) - Der Friedenspreisträger und Theologe Friedrich Schorlemmer (72) kann notfalls auch Lastwagen fahren. In seiner Geburtsstadt Wittenberge (Brandenburg) habe er als junger Mann die Fahrerlaubnis gemacht, mit der man Laster fahren darf, verriet er der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich habe mir gedacht, wenn die Kirche mich nicht mehr bezahlen kann, dann fahre ich Lkw, Lastwagenfahrer braucht man immer", sagte Schorlemmer. Das SED-Regime hatte den Oppositionellen von früher Jugend an unter Beobachtung. Schorlemmer durfte als Schüler kein Abitur ablegen, wie er sagte. Er habe den Abschluss dennoch an der Volkshochschule gemacht.

Er studierte evangelische Theologie, wurde Pfarrer in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) und als Bürgerrechtler zur Symbolfigur der Wende.

Biografie Friedrich Schorlemmer

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.