Ernährung

Für Eckart von Hirschhausen ist Superfood Unsinn

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Eckart von Hirschhausen hält Superfood für überflüssig. Foto: Jens Büttner

Für Eckart von Hirschhausen ist Superfood eine Marketing-Erfindung. Es sei viel sinnvoller, dafür zu sorgen, dass in ärmeren Regionen der Welt vitaminhaltiges Gemüse auf den Tisch kommt.

Berlin (dpa) - Der Mediziner und Buchautor Eckart von Hirschhausen (49) hält das sogenannte Superfood für überflüssig. "Superfood ist Supermarketing! Gojibeeren und Chiasamen sind beinahe genauso gesund wie Paprika, Brokkoli oder Leinsamen", sagte Hirschhausen "Der Welt" (Samstag).

"Aber weil sie teurer und exotischer sind, glauben wir gerne, die können etwas Besonderes." Und Hirschhausen fragt: "Wem ist denn in den letzten Jahrzehnten ein Angehöriger an Skorbut, sprich Vitamin-C-Mangel, gestorben? Niemandem? Überraschung!" Wer sich ausgewogen ernähre, brauche weder Superfood noch Nahrungsergänzungsmittel.

Ihn ärgere, dass geschätzt eine Milliarde Euro allein für Vitaminpräparate ausgegeben würden, die "nachweislich nichts nutzen und in höhren Dosen sogar schaden". Ein paar tausend Kilometer weiter erblindeten Kinder, weil ihnen tatsächlich Vitamine fehlten, "und sie könnten für zwei Euro im Jahr genug bekommen", sagte der Arzt.

Deshalb spende er einen Teil des Erlöses seines Buches ("Wunder wirken Wunder") an die Welthungerhilfe, damit in Simbabwe vitaminhaltiges Gemüse angebaut werden kann. "Das ist Superfood, wo es gebraucht wird."

Wunder wirken Wunder

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