Gefängnis weist Kachelmann-Kritik zurück

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Jörg Kachelmann beim Verlassen des Gefängnisses

Mannheim - Das Mannheimer Gefängnis hat die Kritik von Fernsehmoderator Jörg Kachelmann an den hygienischen Verhältnissen in der Justizvollzugsanstalt zurückgewiesen.

“Das ist weit überzeichnet“, sagte der Sprecher der JVA, Bernhard Feuerstein, am Montag der Internetausgabe der “Welt“. Zwar gebe es generell ein Problem mit Ungeziefer in den Gefängnissen, aber insgesamt werde viel Wert auf Sauberkeit gelegt. “Die Gänge werden mehrmals täglich gereinigt“, sagte Feuerstein, der auch stellvertretender Leiter des Gefängnisses ist.

Kachelmann - erste Bilder nach der U-Haft

Kachelmann - erste Bilder nach der U-Haft

Für die Sauberkeit in den Hafträumen seien die Gefangenen selbst verantwortlich: “Wie der Einzelne da für Reinlichkeit sorgt, ist unterschiedlich.“ Kachelmann habe sich während seiner Haft zu keinem Zeitpunkt über mangelnde Hygiene beschwert. Der Fernsehmoderator, der nach viereinhalb Monaten Untersuchungshaft am vergangenen Donnerstag entlassen wurde, hatte in einem Interview mit dem “Spiegel“ beklagt: “Die Zelle war so, wie man es sich für einen Regimegegner in Nordkorea ausmalt. Sie müssen sich einfach allen Dreck, alle Scheiße im Klo und ganz viele Kakerlaken auf einmal vorstellen.“

Der 52-jährige Schweizer soll seine frühere Freundin vergewaltigt und mit einem Messer am Hals verletzt haben. Kachelmann, der die Tat bestreitet, saß seit dem 20. März in Mannheim in Untersuchungshaft. Vom 6. September an muss er sich wegen Vergewaltigung vor dem Landgericht Mannheim verantworten.

dpa

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