Bob Geldof fordert mehr deutsche Hilfen für Afrika

Berlin - Der irische Rocksänger Bob Geldof hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich stärker an den finanziellen Hilfen für die Hungernden am Horn von Afrika zu beteiligen.

Die derzeitige Summe von 30 Millionen Euro sei lächerlich gering, sagte Geldof am Dienstag. Er sei “schockiert und erschüttert über die Knausrigkeit“ der Deutschen. Der Musiker kämpft seit etlichen Jahren um Hilfe und Schuldenerlass für die Dritte Welt und gegen den Hunger in Afrika.

Ein Sprecher von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) bezeichnete die von Geldof genannte Zahl als nicht richtig. Die Bundesregierung gebe 30 Millionen Euro allein als Sofort- und Übergangshilfe. Dazu kämen 32 Millionen Euro über EU-Mittel und 35 Millione Dollar (24,5 Millionen Euro) über den Weltbankanteil. Wichtig sei, dass das Geld auch vor Ort ankomme. “Die Effektivität ist unser Maßstab und die ist gegeben.“

Geldof kritisierte, dass für die in die Krise geratene Wirtschaft in Europa “über Nacht Hunderte Milliarden Euro“ zur Verfügung stünden, aber “zwölf Millionen sterbenden Mitmenschen“ nicht geholfen werde. Frankreich und Deutschland dürften sich nicht hinter der EU oder den G20-Staaten verstecken, sondern sollten selbst Verantwortung übernehmen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.