Mehr als 80 000 Besucher erwartet

Geplantes Ed Sheeran-Konzert in Düsseldorf: Politik mischt sich ein

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Demo für Baumschutz wegen Ed Sheeran Konzert.

Im Juli soll der Sänger Ed Sheeran in Düsseldorf unter freiem Himmel auftreten. Das geplante Konzert sorgt für viel Diskussion - jetzt auch in der Politik.

Düsseldorf - Das geplante Open-Air-Konzert von Ed Sheeran in Düsseldorf wird zum Politikum. Der britische Popstar (27, „Perfect“) soll am 22. Juli auf dem Messeparkplatz der Stadt auftreten. Erwartet werden mehr als 80 000 Besucher. Der Platz soll zu diesem Zweck umfunktioniert werden. Mit Blick auf die Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 in Duisburg werden jedoch Sicherheitsbedenken laut.

Die CDU-Stadtratsfraktion brachte am Donnerstag scharfe Kritik an Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) vor. Man habe erst aus den Medien von einer Sondersitzung am 13. Juni erfahren, in der über eine Baugenehmigung entschieden werden solle. „Wir wollen nicht unter massivem Zeitdruck über ein Riesen-Event für 84 000 Besucher entscheiden, das dann schon sechs Wochen später stattfindet“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Gutt. „Daher fordern wir auch eine Stellungnahme von der Stadtspitze zu Zeitplan und Kosten.“

„Planungszeit reicht nicht aus, um die Sicherheit zu gewährleisten“

Die „Westdeutsche Zeitung“ hatte den Verkehrsforscher Michael Schreckenberg zitiert, der in die Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe in Duisburg involviert war. Auch dieser sieht im Vorhaben eine „hastig geplante“ Veranstaltung, „deren Planungszeit nicht ausreicht, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten“.

Oberbürgermeister Geisel hatte angesichts der Kritik mit dem Forscher telefoniert. Am Mittwoch versicherte er, dass wohl alle Städte die Vorkommnisse in Duisburg vor Augen hätten, wenn es um die Genehmigung von Großveranstaltungen gehe. Auch deshalb werde bei der Prüfung des Sicherheitskonzeptes besonders sorgfältig vorgegangen.

100 Bäume sollen für das Konzert gefällt werden

Bisher wurden schon 60 Bäume auf dem Messeparkplatz umgepflanzt. Weitere 100 sollen für das Konzert gefällt werden. Dagegen gab es bereits öffentliche Proteste. Ursprünglich sollte das Konzert auf dem Flughafen Essen/Mülheim stattfinden. Das scheiterte wegen Nistplätzen der Feldlerche und möglicher Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

dpa

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