Geldstrafe wird nicht aufgehoben

Gericht bestätigt Schuldspruch: Gina-Lisa Lohfink muss zahlen

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Gina-Lisa Lohfink unterhält sich mit ihrem Rechtsanwalt Burkhard Benecken.

Berlin - Gina-Lisa Lohfink steht erneut vor Gericht. Ihr Ziel, dass die Geldstrafe aufgehoben wird, konnte sie nicht erreichen. Ein anderes Gericht muss jetzt entscheiden.

In der Revision des Models Gina-Lisa Lohfink um falsche Verdächtigungen hat das Berliner Kammergericht eine Aufhebung des Schuldspruchs abgewiesen. Die Höhe der Geldstrafe müsse jedoch neu festgelegt werden, urteilte das Gericht am Freitag. Lohfink war zur Verhandlung gekommen und hatte den Gerichtssaal ohne Kommentar betreten. Über die Höhe der Tagessätze muss nun eine andere Abteilung des Amtsgerichts neu verhandeln.

Die 30-jährige Lohfink war im vergangenen August vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu einer Geldstrafe von 20 000 Euro verurteilt worden. Sie hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dafür sah das Gericht keine Hinweise. Laut Urteil hatte Lohfink bewusst gelogen, der Sex mit beiden Männern sei einvernehmlich gewesen.

Medienhype um Gerichtsprozess

Der Prozess hatte deutschlandweit Aufsehen erregt und polarisiert. Die einen sahen das Model als Vorkämpferin für die Rechte von Frauen, andere vermuteten eine inszenierte Tränenshow.

Im Revisionsprozess werden keine neuen Beweise erhoben und keine Zeugen gehört. Das Urteil wird auf Rechtsfehler untersucht. Es ist nur ein Verhandlungstag geplant. Die Generalstaatsanwaltschaft hat beantragt, die Geldstrafe aufzuheben, der Schuldspruch solle aber bleiben. Sollte das Gericht dem folgen, müsste eine andere Abteilung des Amtsgerichts über die Geldstrafe neu verhandeln.

Das Model arbeitet derweil jedenfalls fleißig an seinem Ruf in der Öffentlichkeit: Nach ihrem Rauswurf beim Dschungelcamp 2017 betonte Lohfink in einem Interview mit der Bild, sie sei nur ein Mädchen aus dem Dorf und keine Schlampe. Im Dschungel flirtete sie dennoch unverblümt mit „Honey“, prompt machte ihr Freund Emir mit ihr Schluss.

dpa

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