Gericht: Zu Kachelmann noch nichts entschieden

Das Gericht dementiert einen Bericht nach dem ein Prozess gegen Jörg Kachelmann im September stattfinden soll.

Mannheim - Das Mannheimer Landgericht reagiert auf Medienberichte nach denen ein Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann im September geplant sei. Entschieden sei noch nichts. 

Das Mannheimer Landgericht hat nach Angaben eines Sprechers im Fall Kachelmann noch nicht entschieden. “Es ist noch keine Entscheidung getroffen, ob überhaupt ein Hauptverfahren stattfindet“, sagte ein Gerichtssprecher am Freitagmorgen auf Anfrage. Ob das Gericht noch an diesem Freitag entscheidet, sei nicht bekannt. Das Gericht reagierte damit auf einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ (Freitag), wonach der Prozess gegen den inhaftierten Wettermoderator Jörg Kachelmann am 6. September beginnen soll. Demnach wolle die zuständige Strafkammer des Landgerichts voraussichtlich diesen Freitag den Eröffnungsbeschluss bekanntgeben.

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Bericht: Kachelmann ab 6. September vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte Mitte Mai Anklage gegen Kachelmann erhoben. Er soll seine Ex-Freundin vergewaltigt haben. Der Schweizer bestreitet die Tat. Dem Zeitungsbericht zufolge soll bis mindestens Ende Oktober jeweils an zwei Wochentagen verhandelt werden. Ob das Gericht tatsächlich am Freitag über die Zulassung der Anklage gegen Kachelmann entscheidet, hängt auch davon ab, ob sein Anwalt Reinhard Birkenstock noch eine weitere Stellungnahme abgibt. In diesem Fall dürfte das Gericht mehr Zeit brauchen.

Birkenstock hatte am 1. Juli um eine Frist von einer Woche gebeten, um weitere Unterlagen einzureichen. Das Landgericht Mannheim hatte es abgelehnt, den Haftbefehl gegen den Schweizer aufzuheben mit der Begründung, es halte die Angaben der Ex-Freundin, die Kachelmann schwer belastet hatte, für glaubwürdig. Ihre Aussagen würden durch aussagepsychologische und rechtsmedizinische Gutachten gestützt. Die Aussagen Kachelmanns wirkten dagegen wenig plausibel, erklärten die Richter. Der Wettermoderator sitzt seit 20. März in Untersuchungshaft.

dpa

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