"Glee" macht Beatles Konkurrenz

Die Beatles brachten es auf 71 Titel in den "Billboard Hot 100". Hier: Das Album "Abbey Road".

New York - Eine in Deutschland bisher kaum bekannte Popgruppe hat die Beatles auf der “Billboard Hot 100“-Liste überholt. Das bezieht sich natürlich nur auf die Quantität der Hits.

Dank sechs neuer Songs sind die Sänger aus der amerikanischen Fernsehserie “Glee“ jetzt schon mit 75 Titeln in Erscheinung getreten. Während die Beatles von 1964 bis 1996 brauchten, um auf 71 Nennungen auf dieser Billboardliste zu kommen, schaffte das “Glee“-Team seine 75 in knapp 17 Monaten. Ungeschlagen an der Spitze der Liste stehen nach wie vor zwei Solokünstler, der “King“, Elvis Presley, mit 108 Songs und James Brown mit 91.

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Tote Stars als Topverdiener
Platz 13: Andy Warhol (links, hier zusammen mit Ex-Bundeskanzler Willy Brandt) starb bereits 1987. Er verdiente im vergangenen Jahr sechs Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 12: Aaron Spelling produzierte Erfolgsserien wie Beverly Hills oder Melrose Place. Er starb im Jahr 2006 im Alter von 83 Jahren. Seine Arbeit brachte seinen Erben in den vergangenen 12 Monaten acht Millionen Dollar ein.  © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 11: Jimi Hendrix starb bereits 1970 an einer Überdosis. Auch lange nach seinem Tod verdient er noch sehr gut. Im vergangen Jahr waren es acht Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 10: Der Bestseller- und Drehbuchautor Michael Crichton verdiente auch nach seinem Tod mit Erfolgsromanen wie Jurassic Park oder Drehbüchern für Emergency Room rund 9 Millionen Dollar. Er erlag im Jahr 2008 einem Krebsleiden. © dpa
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Platz 9: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie bringt seinen Erben auch über 50 Jahre nach seinem Tod noch zehn Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 8: Die Erfindung der Cartoon-Figur Grinch zählt zu seinen größten Erfolgen. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel (gennant Dr. Seuss) starb im Jahr 1991. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Geschichten 15 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 7: 1980 wurde das ehemalige Beatles-Mitglied John Lennon ermordet. Zusammen mit Paul McCartney komponierte er zahlreiche Songs. Im vergangenen Jahr brachte ihm seine Arbeit 15 Millionen Dollar in die Kassen. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 6: Charles Schulz, der Erfinder von Charlie Brown und Snoopy verdient mit seinen Comicfiguren heute noch 35 Millionen. Er starb 2000 im Alter von 77 Jahren. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 5: Sein „Herr der Ringe“ ist einer der erfolgreichsten Fantasy-Romane überhaupt: Der britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien verdiente im letzten Jahr unglaubliche 50 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 4: Der King of Rock‘n Roll: Die Musik von Elvis Presley ist auch nach seinem Tod im Jahr 1977 noch sehr erfolgreich. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Werke 55 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 3: Michael Jackson ist auf dem besten Weg die Spitze der toten Topverdiener zu erreichen. In nur vier Monaten nach seinem Tod verdiente der King of Pop für seine Erben rund 90 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 2: Die Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (hier eine Szene aus ihrem Werk „South Pacific“) sind wohl nur Kennern ein Begriff. Trotzdem verdienten die beiden in den vergangenen 12 Monaten 235 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 1: Unglaubliche 350 Millionen Dollar brachten die Geschäfte des im Jahr 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent im vergangenen Jahr ein. © dpa

Die “Billboard Hot 100“ werden seit 52 Jahren wöchentlich erfasst. Allerdings stellen die “Glee“-Sänger keine selbst geschriebenen Titel vor, sondern interpretieren nur erfolgreiche Songs anderer Künstler, darunter auch “Hello Goodbye“ und “I Want to Hold Your Hand“ von den Beatles. Das nehmen ihnen ihre Fans aber nicht übel: Sie kauften bislang 11,5 Millionen Downloads und 2,8 Millionen Alben von den Newcomern.

“Glee“ wird vom amerikanischen Fernsehsender Fox ausgestrahlt und soll vom nächsten Jahr an auch bei Super RTL in Deutschland gesendet werden. In der Serie geht es um den vor sich hin dümpelnden Chor einer High School im US-Bundesstaat Ohio, der von einem Lehrer zur Begeisterung der Schüler wieder in Schwung gebracht wird. Nach jeder Sendung können die “Glee“-Anhänger die neu vorgestellten Songs der Gruppe kaufen.

dpa

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