"Ich muss die Figuren inhalieren"

Götz George: Diese Zitate von ihm bleiben

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Götz George prägte die Filmkultur in Deutschland wie wenige Andere.

Berlin - Götz George verstarb schon am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. Er prägte die deutsche Filmkultur wie wenige andere. Diese Zitate von ihm bleiben.

Er war einer der größten und vielseitigsten deutschen Schauspieler - und für die meisten doch vor allem der „Schimmi“ aus dem Pott: Im Alter von 77 Jahren ist Götz George gestorben. Ausgewählte Zitate des Ausnahmeschauspielers.

„Alt werde ich, daran gibt es nichts zu deuteln.“ (Götz George in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur von 2007)

„Ich möchte gerne nach 65 arbeitsreichen Jahren Feierabend machen. Auf der Bühne, wie es bei Schauspielern immer heißt, will ich sicher nicht sterben.“ (George in einem „WAZ“-Interview von 2014)

„Ich bin immer einen recht gradlinigen Weg gegangen. Damit habe ich sicher auch immer wieder Menschen vor den Kopf gestoßen, aber ich habe mich nicht verbiegen lassen.“ (George in einem dpa-Interview 2011)

„Entweder, man hat das Leben gepackt oder das Leben hat einen gepackt. Ich glaube mittlerweile, beides ist wohl richtig. Du wirst geliebt und gebeutelt.“ (George im Jahr 2014)

„Der Deutsche will immer den Jesus haben, der auf die Schnauze fällt und zugibt: mea culpa. (...) Arbeiten, Steuern zahlen und dann wieder weg.“ (George über seine Sicht auf Deutschland)

„Das war in meinem Leben nie sehr vordergründig. Der Beruf bringt zwar Freunde mit sich, du lernst Menschen kennen und verlässt sie auch wieder. Klammern kann ich nicht.“ (George über persönliche Beziehungen)

Götz George ist tot: Bilder aus seinem Leben

Götz George
Götz George ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Hier sehen Sie einige Bilder aus seinem Leben. © dpa
Götz George
Ein Film aus jungen Jahren: "Sie nannten Gringo". Mace Carson (Götz George) ist ein Draufgänger, genau der Richtige, um einer Mörder-und Räuberbande die Stirn zu bieten. © dpa
Götz George
Uschi Glas spielte 1966 "Das Halbblut Apanachi" und natürlich wird eine so schöne Frau von einem starken Mann befreit: Götz George. © dpa
Götz George mit Krücke
Der Schauspieler am 7. November 1996 in Nordkirchen, wo er mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde. © picture-alliance / dpa
Götz George
Götz George 1998 in einem Gerichtssaal des Münchner Landgerichts. George klagt eauf rund 1,1 Millionen Mark Schmerzensgeld nach einem schweren Badeunfall. © dpa
Götz George
Mutter und Sohn auf einem Theaterempfang in Berlin 1986. Betra Drews verstarb 1987. © dpa
Götz George
Der Schauspieler Götz George warb nach seinem Badeunfall 1998 bundesweit auf Plakaten für den "Tag der ersten Hilfe" . © dpa
Götz George
Der Schauspieler und TV-Kommissar Götz George wurde 2001 für sein Lebenswerk mit dem Medienpreis "Goldene Feder" der Bauer Verlagsgruppe ausgezeichnet. Alice Schwarzer hielt die Laudatio. © dpa
Götz George
Scheut kein Risiko: Für den Tatort "Der Fall Schimanski" hob Götz George 2003 ab. © dpa
Götz George
Mit Christiane Hörbiger war der Tatort-Kommissar Gast bei Thomas Gottschalk auf dem "Wetten, dass...?"-Sofa. © dpa

„Ich muss die Figuren inhalieren, anders kann man es gar nicht sagen, ich inhaliere sie, ohne intellektuell darüber nachzudenken.“ (George über sein Rollenverständnis)

„Du hast mich halt immer überholt. Du warst halt immer besser, besessener.“ (George in einer ARD-Doku von 2013 an die Adresse seines Vaters Heinrich)

„Was quatschst du mich so blöd an, du Spießer, nur weil ich 'ne Fahne habe?“ (George in seiner Rolle als „Tatort“-Kommissar „Schimanski“)

„Dieser Typ tritt so leise ab, wie er laut angefangen hat.“ (George über seine Figur Horst Schimanski)

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