Golden Globes: Deutschland gewinnt mit "Das weiße Band"

Beverly Hills - Golden-Globe-Trophäen für Deutschland und Österreich: “Das weiße Band“ von Regisseur Michael Haneke ist in Hollywood zum besten fremdsprachigen Film gekürt worden.

“Avatar“, aber auch Deutschland und Österreich haben Grund zu feiern: Mit seinem Fantasy-Epos “Avatar - Aufbruch nach Pandora“ holte Regisseur James Cameron (55) in der Nacht zum Montag den Golden-Globe-Spitzenpreis für das beste Drama. Zudem wurde der gebürtige Kanadier in Hollywood zum besten Regisseur gekürt. Der Verband der Auslandspresse - eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten - wählte den deutschen Film “Das weiße Band“ zum besten fremdsprachigen Film.

Die 67. Verleihung der Golden Globes

Golden Globes
Regisseur Michael Haneke gewinnt den Golden Globe in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" für die deutsche Produktion “Das weiße Band“. © dpa
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Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz holte mit seiner Nebenrolle als sadistisch-charmanter SS-Mann in “Inglorious Bastards“ eine Trophäe. © dpa
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Das Fantasy-Epos "Avatar" war einer der großen Gewinner des Abends und wurde für das beste Drama ausgezeichnet. (Hier Schauspieler Sam Worthington, Regisseur James Cameron, die Schauspielerin Zoe Saldana,d er Produzent Jon Landau und Schauspielerin Sigourney Weaver (l-r). © dpa
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James Cameron wurde zudem für seine Arbeit in "Avatar" zum besten Regisseur gekürt.  © dpa
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Komödien-Star Sandra Bullock wurde für die ernste Hauptrolle in dem Sportdrama “The Blind Side“ zur besten Drama-Darstellerin gekürt. © dpa
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Meryl Streep in der Rolle von Starköchin Julia Child in der Komödie “Julie & Julia“ konnte sich über Globe-Trophäe Nummer sieben freuen. © dpa
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Robert Downey Jr. wurde als “Sherlock Holmes“ zum besten Komödiendarsteller gekürt. © dpa
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Die Crew von "The Hangover" räumte in der Kategorie Musical/Comedy ab: Schauspieler Ed Helms, Justin Bartha, Heather Graham, Ex-Boxer Mike Tyson und Bradley Cooper. © dpa
Jeff Bridges, hier mit Kate Winslet, stach mit seinem Auftritt als saufender Country-Musiker in “Crazy Heart“ Hauptdarsteller-Kandidaten wie George Clooney, Tobey Maguire und Morgan Freeman aus. © dpa
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Schauspielerin Mo'Nique (l), wurde als beste Nebendarstellerin im Film "Precious" ausgezeichnet. Hier posiert sie zusammen mit Nicole Kidman. © dpa
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Regisseur Pete Docter freut sich über seine Trophäe: Der mitreißende 3D-Trickfilm “Oben“, gewann die goldene Weltkugel für den besten Animationsstreifen. © dpa
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Mit "Oben" holte außerdem der Komponist Michael Giacchino einen Golden Globe für den besten Soundtrack. © dpa
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Die Drama-Satire “Up in the Air“ mit George Clooney als vielfliegender Geschäftsmann war mit sechs Nominierungen als Favorit in das Preisrennen gegangen. Regisseur Jason Reitman (l., neben Sheldon Turner) gewann am Ende einen Globus für das beste Drehbuch. © dpa
Drew Barrymore
Drew Barrymore freute sich über ihre Auszeichnung als beste Schauspielerin in der Miniserie/Film "Grey Gardens" © dpa
Chloe Sevigny küsste ihren Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle in der Miniserie/Film “Big Love“. © dpa
Julianna Margulies freute sich über die Auszeichnungs als beste Schauspielerin in der Fernsehserie 'The Good Wife'. © dpa
Bester Song wurde “The Weary Kind“ (Film: "Crazy Heart")aus der Feder von Ryan Bingham und T Bone Burnett. © dpa
Schauspieler Michael C. Hall, wurde als bester Fernseh-Darsteller in der Serie “Dexter“ geehrt. © dpa
Die Sängerinnen Cher und Christina Aguilera traten als Laudatoren bei der Verleihung auf. © dpa
Jennifer Aniston kam im hochgeschlitzen Kleid... © dpa
... und posierte mit dem schottischen Schauspieler Gerard Butler. © dpa
Auch Halle Berry lies tief blicken. © 
Deutschlands Topmodel Heidi Klum zusammen mit Sänger Seal. © 
Die Sängerin der Band Black Eyed Peas, Fergie kam mit ihrem Ehemann Josh Duhamel. © dpa
Mariah Carey und ihr Ehemann Nick Cannon. © dpa
Kate Hudson trat als Laudatorin auf die Bühne. © dpa
Tom Hanks kam mit seiner Ehefrau Rita Wilson. © dpa
George Clooney kam zusammen mit seiner Freundin Elisabetta Canalis. Clooney war als bester Hauptdarsteller nominiert, ging aber leer aus. © dpa
Schauspielerin Julia Roberts winkt Fans und Fotografen. © dpa
Sängerin Leona Lewis kam im violetten Abendkleid. © dpa

Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz stach in seiner Nebenrolle als sadistisch-charmanter SS-Mann in “Inglorious Bastards“ Konkurrenten wie Matt Damon, Woody Harrelson, Christopher Plummer und Stanley Tucci aus.

Regisseur Michael Haneke nahm den Preis von Filmstar Sophia Loren entgegen. Der in München geborene Österreicher entschuldigte sich für sein “weniges Englisch“ und bedankte sich ausdrücklich bei den Kindern, die in seinem Film die Hauptrolle spielten. Vor allem sie verdienten den Preis. “Das weiße Band“ hatte im vorigen Jahr unter anderem die Goldene Palme und den Europäischen Filmpreis gewonnen.

Der Schwarz-Weiß-Film, der in einem norddeutschen Dorf im Jahr 1913/1914 spielt, ist von deutscher Seite auch zur Nominierung für den Oscar vorgeschlagen worden. Weder Florian Henckel von Donnersmarck noch Uli Edel war es mit “Das Leben der Anderen“ (2007) und “Der Baader Meinhof Komplex“ (2009) gelungen, der Auslands-Globe zu holen.

Der 53-jährige Waltz war bereits vergangenes Jahr in Cannes als bester männlicher Darsteller ausgezeichnet worden. Auf der Bühne in Hollywood dankte er Regisseur Quentin Tarantino: “Er nahm meine bescheide kleine Welt, meinen Globus, und mit der Kraft seines Talents und seinen Worten und seiner Vision schleuderte er ihn in seinen Orbit, eine atemberaubende Erfahrung“.

Meryl Streep hat für die Rolle der Starköchin Julia Child gewonnen.

Komödien-Star Sandra Bullock wurde für die ernste Hauptrolle in dem Sportdrama “The Blind Side“ zur besten Drama-Darstellerin gekürt. Jeff Bridges stach mit seinem Auftritt als saufender Country-Musiker in “Crazy Heart“ Hauptdarsteller-Kandidaten wie George Clooney, Tobey Maguire und Morgan Freeman aus. Für beide war es die vierte Globe-Nominierung, die am Ende auch mit einem Preis belohnt wurde. Meryl Streep in der Rolle von Starköchin Julia Child in der Komödie “Julie & Julia“ konnte sich über ihre siebente Globe-Trophäe freuen. Robert Downey Jr. wurde als “Sherlock Holmes“ zum besten Komödiendarsteller gekürt.

“Oben“, der mitreißende 3D-Trickfilm über Alter und Sterblichkeit sowie die Erfüllung von Lebensträumen, gewann die goldene Weltkugel für den besten Animationsstreifen und für die Filmmusik. Die Drama-Satire “Up in the Air“ mit George Clooney als vielfliegender Geschäftsmann war mit sechs Nominierungen als Favorit in das Preisrennen gegangen. Regisseur Jason Reitman gewann am Ende einen Globus für das beste Drehbuch.

Die amerikanische TV-Serie “Mad Men“, die seit 2007 vom deutschen Kabelsender AMC ausgestrahlt wird, gewann den Golden Globe für die beste Drama-Serie. Alec Balwin wurde erneut als bester Darsteller in einer Comedyserie (“Rock 30“) gewürdigt, Toni Colette holte sich mit “United States of Tara“ den Schauspielerinnen-Globe. Die Golden Globes werden vom Verein der Hollywood-Auslandspresse in 25 Kategorien für Film und Fernsehen vergeben. Im vergangenen Jahr hatte das einfühlsame Gesellschaftsdrama “Slumdog Millionär“ über einen armen indischen Waisenjungen den Königspreis für den besten Film gewonnen.

Mit Regenschirmen schützten sich die Stars auf dem Roten Teppich vor dem ungewöhnlich stürmischen Wetter. Mit Schleifen am Revers und Dekolleté demonstrierten sie ihre Solidarität mit den Erdbebenopfern in Haiti. Nicole Kidman war eine von Vielen, die zu Spenden aufrief.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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