Golden Globes: Donnersmarck und Schwentke nominiert 

Los Angeles - Für seinen neuen Film hat er in den USA Verrisse kassiert. Nun ist Florian Henckel von Donnersmarck mit “The Tourist“ trotzdem dreimal für den Golden Globe nominiert.

Der Verband der Auslandspresse (Hollywood Foreign Press Association) gab die Nominierungen am Dienstag in Los Angeles bekannt.

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“The Tourist“ von Oscar-Preisträger Donnersmarck war von den meisten US-Kritikern verrissen worden. Nun aber haben auch die Hauptdarsteller Angelina Jolie und Johnny Depp Aussicht auf einen Preis als beste Komödien-Darsteller. Johnny Depp, der nicht nur für den Donnersmarck-Film, sondern auch für “Alice im Wunderland“ ins Rennen geht, tritt gegen Jake Gyllenhaal, Kevin Spacey und Paul Giamatti an.

Donnersmarck strahlt, Depp gerührt

Dass ihr gemeinsamer Film “The Tourist“ am Dienstag drei Nominierungen für den wichtigen US-Filmpreis Golden Globes bekam, brachte den Regisseur und seine beiden Hauptdarsteller bei einer Pressekonferenz in Berlin zum Strahlen.

“Man arbeitet ja immer sehr hart für einen Film“, sagte Jolie. “Und wenn das dann anerkannt wird, ist es wirklich wirklich schön.“ Donnersmarck sagte, er freue sich auch persönlich, vor allem aber, dass die Schauspielkunst seiner beiden Hauptdarsteller anerkannt werde. Johnny Depp hat eigenem Bekunden zufolge vor allem keine Doppelnominierung erwartet. “Ich bin sehr gerührt,“ sagte der Mime. 

Schwentke und Zimmer ebenfalls im Globe-Rennen

Auch sein deutscher Kollege Robert Schwentke hat mit der US-Produktion “R.E.D - Härter, älter, besser“ Gewinnchancen. Beide Filme wetteifern in der Sparte “Komödie/Musical“ mit drei weiteren um die Trophäe. Schwentke, der zuvor in Hollywood den Thriller “Flightplan - Ohne jede Spur“ inszenierte, holte für “R.E.D. - Älter. härter. besser“ Bruce Willis, Morgan Freeman und John Malkovich als alternde Agenten vor die Kamera.

Der deutsche Komponist Hans Zimmer könnte bei der 68. Verleihung am 16. Januar in Hollywood erneut Gold holen. Der gebürtige Frankfurter ist für die Vertonung des Films “Inception“ von Regisseur Christopher Nolan nominiert. Für den Musiker Zimmer ist es bereits die neunte Globe-Nominierung, die Trophäe gewann er 1995 für “Der König der Löwen“.

Nicht in Erfüllung geht der Globe-Traum für die Berlinerin Feo Aladag mit ihrem Ehrenmord-Drama “Die Fremde“. Stattdessen stellten die Juroren Beiträge aus Italien, Mexiko, Frankreich, Russland und Dänemark in der Sparte “Bester ausländischer Film“ auf. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Regisseur Michael Haneke für “Das weiße Band“ die goldene Weltkugel mit nach Hause genommen.

Die weiteren Nominierungen

Die meisten Chancen auf die nach den Oscars wichtigsten US- Filmtrophäen hat mit sieben Nominierungen das Historiendrama “The King's Speech“ von Regisseur Tom Hooper. Colin Firth (“A Single Man“) glänzt mit der wohl besten Darstellung seiner Karriere als stotternder Royal und Vater der amtierenden britischen Königin Elizabeth II. Geoffrey Rush könnte für seine Nebenrolle als Sprachlehrer von König George VI. ebenfalls einen Globe bekommen. Der Film läuft am 7. Februar in Deutschland an.

David Finchers biografisches Drama “The Social Network“ über die Entstehung des mit Abstand größten und wichtigsten sozialen Netzwerkes, Facebook, erhielt sechs Nennungen, darunter in der Königskategorie Bester Film und für Jesse Eisenberg als möglicherweise besten Schauspieler.

Die 67. Verleihung der Golden Globes

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Regisseur Michael Haneke gewinnt den Golden Globe in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" für die deutsche Produktion “Das weiße Band“. © dpa
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Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz holte mit seiner Nebenrolle als sadistisch-charmanter SS-Mann in “Inglorious Bastards“ eine Trophäe. © dpa
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Das Fantasy-Epos "Avatar" war einer der großen Gewinner des Abends und wurde für das beste Drama ausgezeichnet. (Hier Schauspieler Sam Worthington, Regisseur James Cameron, die Schauspielerin Zoe Saldana,d er Produzent Jon Landau und Schauspielerin Sigourney Weaver (l-r). © dpa
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James Cameron wurde zudem für seine Arbeit in "Avatar" zum besten Regisseur gekürt.  © dpa
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Komödien-Star Sandra Bullock wurde für die ernste Hauptrolle in dem Sportdrama “The Blind Side“ zur besten Drama-Darstellerin gekürt. © dpa
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Meryl Streep in der Rolle von Starköchin Julia Child in der Komödie “Julie & Julia“ konnte sich über Globe-Trophäe Nummer sieben freuen. © dpa
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Robert Downey Jr. wurde als “Sherlock Holmes“ zum besten Komödiendarsteller gekürt. © dpa
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Die Crew von "The Hangover" räumte in der Kategorie Musical/Comedy ab: Schauspieler Ed Helms, Justin Bartha, Heather Graham, Ex-Boxer Mike Tyson und Bradley Cooper. © dpa
Jeff Bridges, hier mit Kate Winslet, stach mit seinem Auftritt als saufender Country-Musiker in “Crazy Heart“ Hauptdarsteller-Kandidaten wie George Clooney, Tobey Maguire und Morgan Freeman aus. © dpa
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Schauspielerin Mo'Nique (l), wurde als beste Nebendarstellerin im Film "Precious" ausgezeichnet. Hier posiert sie zusammen mit Nicole Kidman. © dpa
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Regisseur Pete Docter freut sich über seine Trophäe: Der mitreißende 3D-Trickfilm “Oben“, gewann die goldene Weltkugel für den besten Animationsstreifen. © dpa
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Mit "Oben" holte außerdem der Komponist Michael Giacchino einen Golden Globe für den besten Soundtrack. © dpa
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Die Drama-Satire “Up in the Air“ mit George Clooney als vielfliegender Geschäftsmann war mit sechs Nominierungen als Favorit in das Preisrennen gegangen. Regisseur Jason Reitman (l., neben Sheldon Turner) gewann am Ende einen Globus für das beste Drehbuch. © dpa
Drew Barrymore
Drew Barrymore freute sich über ihre Auszeichnung als beste Schauspielerin in der Miniserie/Film "Grey Gardens" © dpa
Chloe Sevigny küsste ihren Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle in der Miniserie/Film “Big Love“. © dpa
Julianna Margulies freute sich über die Auszeichnungs als beste Schauspielerin in der Fernsehserie 'The Good Wife'. © dpa
Bester Song wurde “The Weary Kind“ (Film: "Crazy Heart")aus der Feder von Ryan Bingham und T Bone Burnett. © dpa
Schauspieler Michael C. Hall, wurde als bester Fernseh-Darsteller in der Serie “Dexter“ geehrt. © dpa
Die Sängerinnen Cher und Christina Aguilera traten als Laudatoren bei der Verleihung auf. © dpa
Jennifer Aniston kam im hochgeschlitzen Kleid... © dpa
... und posierte mit dem schottischen Schauspieler Gerard Butler. © dpa
Auch Halle Berry lies tief blicken. © 
Deutschlands Topmodel Heidi Klum zusammen mit Sänger Seal. © 
Die Sängerin der Band Black Eyed Peas, Fergie kam mit ihrem Ehemann Josh Duhamel. © dpa
Mariah Carey und ihr Ehemann Nick Cannon. © dpa
Kate Hudson trat als Laudatorin auf die Bühne. © dpa
Tom Hanks kam mit seiner Ehefrau Rita Wilson. © dpa
George Clooney kam zusammen mit seiner Freundin Elisabetta Canalis. Clooney war als bester Hauptdarsteller nominiert, ging aber leer aus. © dpa
Schauspielerin Julia Roberts winkt Fans und Fotografen. © dpa
Sängerin Leona Lewis kam im violetten Abendkleid. © dpa

Ebenfalls sechs Zuschläge gingen an das Actiondrama “The Fighter“ über zwei Brüder (Mark Wahlberg, Christian Bale) aus Amerikas Arbeitermilieu, die gemeinsam um eine Boxkarriere kämpfen. Auf vier Globes dürfen Darren Aronofskys Psychothriller aus der Ballettszene “Black Swan“ mit einer herausragenden Natalie Portman und Christopher Nolans Science- Fiction-Drama “Inception“ mit Leonardo DiCaprio hoffen. Unter den Filmkomödien liegt “The Kids Are All Right“ über ein Frauenpaar (Julianne Moore, Annette Bening), deren Kinder sich auf die Suche nach ihrem biologischen Vater machen mit vier Zuschlägen an der Spitze. Je drei Nominierungen konnten “The Tourist“, “Alice im Wunderland“ und “Burlesque“ auf sich vereinen.

Bei den Dramen haben außer Colin Firth und Jesse Eisenberg auch James Franco, Ryan Gosling und Mark Wahlberg Chancen. Die beiden Oscar-Preisträgerinnen Halle Berry (“Frankie and Alice“) und Nicole Kidman (“Rabbit Hole“) stehen sich als Drama- Schauspielerinnen im Wettbewerb gegenüber. Mit ihnen konkurrieren Jennifer Lawrence (“Winter's Bone“), Natalie Portman (“Black Swan“) und Michelle Williams (“Blue Valentine“) um die Trophäe.

Die nach den Oscars wichtigsten US-Filmtrophäen werden in 25 Film-und Fernsehkategorien ausgehändigt. Die Golden Globes werden am 16. Januar bei einer Gala-Show im Beverly Hilton Hotel vergeben. Der britische Komiker Ricky Gervais steht zum zweiten Mal als Moderator auf der Bühne.

dpa

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