Gottschalk soll neue Show vor „Tagesschau“ bekommen

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Wird Thomas Gottschalk zur ARD wechseln?

Berlin - ARD und ZDF buhlen um Thomas Gottschalk. Laut einem Medienbericht sollen die Sender schon konkrete Pläne mit dem Entertainer in ihren Schubladen haben. So könnte er in der ARD eine neue Show vor der "Tagesschau" bekommen.

Bei ARD und ZDF liegen offenbar verschiedene Pläne für Thomas Gottschalk in der Schublade. Nach Informationen der Illustrierten “Bunte“ soll der 61-Jährige fünfmal die Woche kurz vor der “Tagesschau“ eine eigene Show bekommen. “Wenn er zu uns in die ARD heimkehrt, wäre das auch für mich ein großes Vergnügen“, sagte Udo Reiter, Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), der Zeitschrift. Er habe den Kontakt hergestellt. “Nun hat die ARD-Vorsitzende Monika Piel die Causa Gottschalk zur Chefsache erklärt.“ Eine ARD-Sprecherin sagte am Mittwoch, Piel wolle sich zu diesem Vorgang nicht äußern. Gottschalk hat laut “Bunte“ aus den USA Ideen für ein neues Konzept mitgebracht, das er mit Piel und ARD-Programmdirektor Volker Herres bespreche.

"Wetten, dass..?": Zehn mögliche Gottschalk-Nachfolger

Thomas Gottschalk (60) gibt die Samstagabendshow "Wetten, dass..?" auf. Die Wetten auf seine Nachfolge laufen. © dpa
HAPE KERKELING (46): Er war der Favorit der "Netzgemeinde": witzig, schlagfertig und charismatisch. Außerdem auch blond. Ist bereits Gottschalk-Nachfolger: als Moderator der Goldenen Kamera. Schade nur: Er hat bereits definitiv abgesagt. © dpa
JÖRG PILAWA (45): Der Ex-ARD-Mann gilt seinem neuen Arbeitgeber ZDF wohl als Favorit. Zuschauer denken aber oft, wenn sie den Quizmaster ("Rette die Million!") sehen: netter Schwiegersohn, aber Showmaster? © dpa
MICHELLE HUNZIKER (34): Ihr trauen wohl nicht alle die Verantwortung zu. Die Schweizerin hat außerdem die Untiefen des deutschen Fernsehens gar nicht nötig, weil sie in Italien ein großer Star ist. © dpa
MARKUS LANZ (41): Der frühere RTL-Mann und ZDF-Spättalker ist eher Experte für sogenannte einfühlsame Gespräche am späten Abend als für Star-Interviews auf der "Wetten, dass..?"-Couch. © dpa
GÜNTHER JAUCH (54): Eine Samstagabendshow und dann auch noch die Nachfolge seines Freundes "Thommy"? Das passt nicht in die Strategie des Mannes, der sich ab Herbst als ARD-Polit-Talker etablieren will. © dpa
STEFAN RAAB (44): Das Multitalent will bestimmt nicht noch mehr Öffentlich-Rechtliches machen - ARD-Grand-Prix-Hilfe reicht. Mit "Schlag den Raab" hat er zudem sein "Wetten, dass... 2.0". © dpa
ANKE ENGELKE (45): Die Komikerin, die auch den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf mitmoderieren soll, wäre auch gut für die Frauenquote am Samstagabend. Ist Deutschland reif dafür? © dpa
JOHANNES B. KERNER (46): Johannes B. Wer? Der Sat.1-Rückkehrer ist irgendwie in der Versenkung verschwunden. Hat sich mit dem ZDF überworfen und wird wohl kaum von dem Mainzer Sender gefragt werden. © dpa
HARALD SCHMIDT (53): Der intellektuelle Entertainer geht von der ARD zu Sat.1. Er gibt sich nicht mehr massenkompatibel. Der Erfolg seines Samstagabend-Versuchs bei "Verstehen Sie Spaß?" von 1992 bis 1995 war mäßig. © dpa
OLIVER POCHER (32): Publikum nicht reif für ihn? Oder aber er womöglich nicht reif genug fürs Publikum? Bekam nach einem "Wetten, dass..?"-Auftritt 2005 Ärger, weil er einer Zuschauerin eine Schönheits-OP empfahl. © dpa

Auch das ZDF soll dem Moderator ein Angebot gemacht haben: eine Sendung pro Woche sowie einige Hauptabend-Auftritte. Gottschalk moderiert im Herbst seine letzten drei “Wetten dass, ..?“-Ausgaben für das ZDF. Die Sendung soll nicht eingestellt werden, sondern mit neuem Gesicht und neuem Konzept nach einem halben Jahr Pause fortgesetzt werden.

dpa

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