Der Graf will zum Eurovision Song Contest

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Will beim Grand Prix singen: Der Graf von Unheilig.

Ein bisschen ist der deutsche Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) wie die Fußball-Bundesliga. Der Graf mit seiner Band Unheilig erscheint mindestens so übermächtig wie der FC Bayern München.

Mit seinem Pathos-Pop hat der Musiker aus Aachen in den vergangenen Jahren so viele Platten verkauft wie kaum ein anderer. Bei Facebook hat er mehr als 1,7 Millionen Fans.

Das könnte am Ende des von Barbara Schöneberger moderierten Abends in der Kölner Lanxess-Arena ausschlaggebend sein. Anders als im Vorjahr gibt es keine Experten-Jury mehr, um den Grand-Prix-König zu ermitteln. Allein das Urteil der Zuschauer zählt. Abgestimmt wird per Telefon und SMS in drei Runden. Von den acht Teilnehmern schaffen es vier in die zweite Runde, wo dann jeder ein zweites Lied vorstellt. Ins Finale gelangen die beiden Kandidaten, deren Songs die meisten Stimmen erhalten haben. Kurz nach zehn steht fest, wer Deutschland am 10. Mai in Kopenhagen vertritt. Wir stellen die Konkurrenten von Unheilig vor.

Madeline Juno: Die 18 Jahre alte Singer-Songwriterin aus Offenburg im Schwarzwald nennt ihren Stil „Heart-Core“.

The Baseballs: Der Rock’n’Roll der Berliner Band kommt nicht nur in Deutschland gut an. In Finnland gewann das Trio den Musikpreis Emma.

Das Gezeichnete Ich: Hinter der Kunstfigur steckt ein Berliner Multiinstrumentalist mit einer Vorliebe für melancholischen Bombast-Pop.

MarieMarie: Auch der coole Folktronic-Pop der 29-jährigen Maria Scheiblhuber könnte eine Entdeckung des Abends werden. Als Harfenistin spielte die Schwäbin schon für die Ärzte und Helene Fischer.

Santiano:  Mit ihrer Mischung aus Volksliedern, Shantys und Pop segelt die Band aus dem hohen Norden seit Jahren auf der Erfolgswelle. In Köln treten Santiano nur zu viert an, weil Sänger Andreas Fahnert nach sieben Hörstürzen vom Arzt Ruhe verordnet bekommen hat.

Oceana: Das in Hamburg aufgewachsene Multitalent lieferte vor zwei Jahren mit „Endless Summer“ den offiziellen Song zur Fußball-EM. Ihre neuen funky Pop-Songs hat die 32-Jährige mit Grammy-Gewinner Andre Harris (Alicia Keys, Mariah Carey) in Los Angeles aufgenommen.

Elaiza: Das Folkpop-Trio hat es mit einer Wildcard zum Vorentscheid geschafft. Die drei Berlinerinnen setzten gegen neun andere Newcomer durch. Die ARD hat sich damit doch nicht ganz von der Talentsichtung verabschiedet, die sie einst mit Stefan Raab betrieb. Mit Klavier, Akkordeon und Kontrabass sorgen Elaiza für ungewohnte Töne.

Donnerstag, 20.15 Uhr, ARD 

Von Matthias Lohr

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