Grammys im Zeichen von Whitney Houston

Los Angeles - Die US-Musikindustrie hat am Sonntag ihre wichtigsten Preise, die Grammys, vergeben. Die Show war in aller Eile umgestaltet worden, um Whitney Houston gebührend zu ehren.

Nachdem Bruce Springsteen mit seinem neuen Titel „We Take Care Of Our Own“ die Veranstaltung im Staples Center eröffnet hatte, sagte der ganz in Schwarz gekleidete Moderator LL Cool J: „Es führt kein Weg drum herum. Wir hatten einen Todesfall in der Familie.“

Anschließend sprach der Rapper ein Gebet für „unsere gefallene Schwester, Whitney Houston“, während Stars wie Lady Gaga und Miranda Lambert dazu schweigend ihr Haupt neigten. Danach stellte LL Cool J einen Videoclip vor, in dem eine strahlende Houston eines ihrer bekanntesten Lieder singt: „I Will Always Love You“. „Whitney, wir werden dich immer lieben“, sagte LL Cool J.

Whitney Houston ist tot - Bilder aus ihrem Leben

Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas im Sturm. © LVNB ARCHIVES/dpa
Sie verkaufte mehr als 170 Millionen Alben und heimste unzählige Auszeichnungen ein, darunter sechs Grammys.  © dpa
Doch auf den grandiosen kommerziellen Erfolg folgte der Absturz von “America's Sweetheart“: Houston machte dann durch Drogenmissbrauch und ihrer Skandalehe mit R&B-Sänger Bobby Brown auf sich aufmerksam. © dpa
Am 9. August 1963 in Newark bei New York geboren, wurde Houston von großen Musikerinnen geprägt. Ihre Mutter sang im Hintergrundchor von Elvis Presley, ihre Cousinen Dionne und Dee Dee Warwick wurden Soul-Stars. © dpa
Und ihre Patentante ist niemand Geringeres als Soul-Queen Aretha Franklin. Schon mit 14 hatte die kleine Whitney eine erste Plattenaufnahme und sang später mit ihrer Mutter in Nachtclubs. Als Fotomodel und schaffte sie es in die “Vogue“ und auf das Cover der “Seventeen“ - zu Zeiten als farbige Models noch eine absolute Seltenheit waren. © ap
Bereits ihr Debütalbum, das schlicht ihren Namen trug, schlug 1985 ein wie eine Bombe. Gleich drei Songs wurden Nummer-Eins-Hits. Mit der darauffolgenden Platte “Whitney“ gelang ihr als erste Künstlerin überhaupt der Sprung von null auf Platz eins der US-Charts.  © dpa
Houstons unverwechselbare Stimme, die drei Oktaven umspannte, begeisterte auch in Deutschland. “I Wanna Dance With Somebody“ wurde hierzulande ihr erster Megahit, 1988 folgt der zweite mit der Olympia Hymne “One Moment In Time“. © dpa
1992 heiratete sie den Rapper Bobby Brown, mit dem sie Tochter Bobbi Kristina (18) bekam. Mit “Bodyguard“ startete sie an der Seite von Kevin Costner im selben Jahr ihre Filmkarriere.  © dpa
Der Streifen spielte weltweit 400 Millionen Dollar ein und der Filmsong “I Will Always Love You“ avancierte zu einer der meistverkauften Singles aller Zeiten und wurde zum Liebeslied einer ganzen Generation. © dpa
2004 bekannte sie sich zu ihren Suchtproblemen. “Ich habe mir die Seele aus dem Leib gefeiert“, sagte sie damals in einem denkwürdigen TV-Interview über ihre Alkohol- und Drogenexzesse. 2010 tourte sie nach elf Jahren wieder durch Deutschland, sorgte jedoch wegen ihrer heiseren und teils brüchigen Stimme eher für Mitleid und Buh-Rufe. © ap
Whitney Houston starb am 11. Februar in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles. Sie wurde 48 Jahre alt. © dpa
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd
Whitney Houston Leben
Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas und er ganzen Welt im Sturm. © dapd

Auch Sänger Bruno Mars, der mit seinem Titel „Runaway Baby“ auftrat, erinnerte an die Verstorbene: „Heute Abend feiern wir die schöne Miss Whitney Houston.“ Im Lauf des Abends sollte die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson zu Ehren Houstons singen.

Die Liste der Grammy-Nominierungen führte Kanye West mit sieben an, gefolgt von Bruno Mars, The Foo Fighters und Adele mit je sechs. Bis zur Hälfte der Show erwiesen sich The Foo Fighters als große Gewinner mit fünf Grammys. West - der durch Abwesenheit glänzte - erhielt bis zu diesem Zeitpunkt vier, Adele drei, darunter den für das beste Popalbum, „21“.

Fotos zur Grammy-Verleihung in Los Angeles

US-Sängerin Katy Perry bei der Grammy-Verleihung. © dpa
Die Produzenten (L-R) Andrew Scheps, Greg Fidelman, Philip Allen, Beatriz Artola, Dan Wilson und Fraser T. Smith halten ihren Grammy Award für das Album des Jahres für Adeles '21'. © dpa
R&B-Sängerin Ledisi © AP
Es war der Abend von Adele: Die Britin hat in der Grammy-Nacht am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles alle drei Hauptpreise gewonnen. © dpa
US-Musikerin Nicki Minaj © dpa
Robert Aldridge (L) und Herschel Garfein posieren mit der Auszeichnung für die Beste zeitgenössische klassische Komposition für "Elmer Gantry". © AP
Tony Bennett (L) mit Carrie Underwood © AP
Die US-Football-Spieler Victor Cruz (L) und Mario Manningham (R) von den New York Giants. © dpa
Joe und Marjorie Walsh © AP
US -Sängerin Taylor Swift gewann einen Grammy für ihren Song "Mean" in der Kategorie Bester Countrysong. © AP
US-Musikerin Nicki Minaj © dpa
US-Sängerin Fergie © dpa
Die Statue eines Grammy Awards © AP
Nicki Minaj © AP
US -Sängerin Taylor Swift gewann zwei Grammys für ihren Song "Mean". © AP
Kirk Franklin gewann zwei Grammys für seinen Song "Hello Fear" in den Kategorien Bester Gospel Song und Bestes Gospel Album. © AP
Produzent Ryan Tedder hält seinen Grammy Award für das Album des Jahres für Adeles '21'. © dpa
Sänger Chris Brown © dpa
Jennifer Hudson sang "I Will Always Love You" für die verstorbene Whitney Houston. © AP
Sasha Cooke (L)und Thomas Glenn posieren mit ihren Auszeichnung für die Beste Opernaufnahme für "John Adams: Doctor Atomic" © AP
Chris Brown © AP
Model Jade © dpa
Es war der Abend von Adele: Die Britin hat in der Grammy-Nacht am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles alle drei Hauptpreise gewonnen. © dpa
David Guetta (L) und Chris Brown © AP
US-Sänger Bon Iver gewann zwei Grammys in den Kategorien Bester neuer Künstler und Bestes Alternativ Album. © dpa
US-Schauspielerin Taraji P. Henson. © dpa
Die Band Lady Antebellum, von links, Charles Kelley, Hillary Scott und Dave Haywood, nehmen den Award für das Beste Country Album für "Own the Night" entgegen.  © AP
Mitch und Janis Winehouse, die Eltern der verstorbenen Amy Winehouse. © AP
Grammy-Gewinnerin Adele. © AP
Paul McCartney (L), Dave Grohl (M) und Brian Ray © AP
David Guetta © AP
Gwyneth Paltrow kündigt Adele an. © AP
LL Cool J (L) und Diana Ross © AP
David Guetta © AP
Katy Perry © AP
Adele gewinnt den Award für die Singel des Jahres für 'Rolling in the deep'. © AP
US-Sänger Eric Benet mit Begleitung © dpa
US-Schauspielerin Julianne Hough © dpa
Paul McCartney © AP
Katy Perry performt. © AP
US-Sängerin Diana Ross © dpa
Die US-Musiker Charles Kelley (R), Hillary Scott (C) and Dave Haywood (L) von der Band Lady Antebellum © dpa
US-Sängerin Fergie grüßt Schauspieler Neil Patrick Harris (M) und seinen Partner David Burtka (L) © dpa
Stevie Wonder © AP
Mark Derek Foster von der Band Foster the People © AP
Lil Wayne © AP
Die Band Foo Fighters gewann einen Grammy für ihren Song "Walk" als Beste Rock-Darbietung. © AP
Rihanna und Chris Martin von der Band Coldplay © AP
Ice-T (L) und Nicole "Coco" Austin (R) © AP
Wiz Khalifa (L) mit Amber Rose © AP
Sängerin Kelly Price © AP
Taylor Swift © AP
Jason Aldean (L) und Kelly Clarkson © AP
Fergie und Marc Anthony © AP
Sängerin Rihanna © dpa
Alicia Keys © AP
Chris Brown © AP

Die Grammy Awards sind die wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikindustrie. Seit 1959 werden sie von der National Academy of Recording Arts and Science in Los Angeles verliehen. Die Trophäe ist eine goldene Grammophonskulptur. Nach einer Reform der Veranstaltung werden die Grammys in diesem Jahr in insgesamt 78 Kategorien an Sänger, Musiker, Komponisten und Produzenten vergeben. Im Vorjahr waren es noch 109 Kategorien.

dapd

Rubriklistenbild: © dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.