Günther Jauch: Niederlage vor Gericht

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Günther Jauch

Karlsruhe - Fernsehmoderator Günther Jauch hat im Streit um ein Foto von ihm auf einer Nullnummer für ein neues Magazin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verloren.

Der erste Zivilsenat in Karlsruhe entschied am Donnerstag, dass eine neue Zeitung zu Werbezwecken einen Prominenten ausnahmsweise auch ohne begleitende Berichterstattung auf dem Titelblatt abbilden darf. Der Zweck des Ganzen müsse sein, die Öffentlichkeit über Aussehen und Ausrichtung der neuen Zeitung zu informieren.

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“Wer wird Millionär?“-Moderator Günther Jauch hatte gegen die “Osnabrücker Sonntagszeitung“ (OSZ) geklagt, ein kostenloses Anzeigenblatt, das im Sommer 2006 ein neues Magazin mit dem Titel “Markt & Leute“ herausbringen wollte. Die OSZ produzierte dafür eine sogenannte Nullnummer der Zeitung, die nur als Werbung für das neue Magazin verwendet wurde, aber nicht zum Kauf angeboten werden sollte. Auf der Titelseite war unter der Überschrift “Jauchs Hochzeit nicht völlig tabu“ ein Artikel über eine Gerichtsentscheidung zur Berichterstattung über die Hochzeit des Moderators. Dieser Bericht war mit einem Porträtfoto von Jauch bebildert.

Die Zeitung warb im Internet und in Zeitungsanzeigen mit Abbildungen dieser Titelseite für das Magazin. Da die Seite nur unvollständig abgebildet war, waren Name und Foto des Moderators zu sehen, jedoch nur ein Teil des Artikels. Die OSZ gab das Vorhaben, das Magazin auf den Markt zu bringen, schon vor Erscheinen der Erstausgabe auf.

Jauch war der Ansicht, das Bild und sein Name in der Werbung für das Magazin, deren Verwendung er nie zugestimmt hatte, verletze sein Recht am eigenen Bild und Namen. Er forderte Schadenersatz - eine Art fiktive Lizenzgebühr - über mehr als 50 000 Euro. Bereits das Landgericht als erste Instanz hatte die Klage abgewiesen. Der BGH verwarf nun die Revision und stellte das Urteil des Landgerichts wieder her.

Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht von Jauch war nach Ansicht des BGH vergleichsweise gering. Die Zeitung wollte lediglich Aufmerksamkeit auf ihre Zeitung lenken, “ohne den Werbewert oder das Image des Klägers darüber hinaus auszunutzen oder sein Ansehen zu beschädigen“. Die Zeitung könne sich außerdem auf das Grundrecht der Pressefreiheit berufen.

dpa

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